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Einwurf 95: Neujahrsansprache

03.01.2019

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

 

Die Themen einer termingerechten Neujahrsansprache wären eigentlich immer dieselben: Frässe, Suufe, Seiche, Schiisse, Chotze, Vögle. Davon wollen wir Sie aber ebenso verschonen wie vom ewiggleichen Manager- und Politiker-Schrott: Unternehmerisch, innovativ, pragmatisch, sachlich, Herausforderungen, Digitalisierung, Globalisierung, Spitzentechnologie, Standortvorteile, Rahmenbedingungen, Infrastruktur, Duales Bildungssystem, Familie, Freunde, Gemeinschaft, Verwurzelung, Mitgefühl, Wertschätzung, einander zuhören, aufeinander zugehen, ein nettes Wort sagen, Ruhe und Gelassenheit, Einkehr und Besinnung in der «Alltagshektik unserer schnelllebigen Zeit»…. Blablabla….

 

Aber was bleibt denn jetzt noch? Freiheit oder Gerechtigkeit? Vererbt oder akkulturiert? Was ist wichtiger und zu wie viel Prozent? Wieder so dummes Zeug, das einfach nur langweilt und gar nicht beantwortet werden kann. Die «Sorgen» und «Ängste» der «einfachen Bevölkerung» ernst nehmen? Faschismus-Befürworter verstehen? Ja, endlich, solche Sachen verdienen schon eine nähere Betrachtung. Denn unsere Antworten sind hier glasklar: Nein, das machen wir nicht mit. Erklären kann man sich solche Fragen zwar gut, aber alles, was nach «Verständnis» tönt, heisst bereits auch «Einverständnis». Es ist wie beim «Patriotismus»: Je mehr und stärker man den herausstreicht, desto nationalistischer und chauvinistischer wird er. Oder umgekehrt: Patriotismus ohne Nationalismus und Chauvinismus geht gar nicht.

 

Die «Populisten», d.h. die chauvinistisch-rechtsextreme Brut, ihre Wähler und ihre Sympathisanten warten ja förmlich darauf, dass man sie ernst nimmt und versteht. Denn das gibt ihnen genau die Legitimität, die sie nicht verdienen. Darum von allem Anfang an sämtliche Finger weg. Vor allem keine Anbiederungen, denn das «Original ist immer besser als die Kopie». Und wenn die Ignoranz nichts nützt, dann muss steinhart zugeschlagen werden. Eine andere «Sprache» verstehen die gar nicht. Sobald sie dann mal wieder verschwunden sind, sind nämlich auch die «Sorgen» und die «Ängste» der «einfachen Bevölkerung» wieder weg. Ganz einfach deshalb, weil das alles von der chauvinistisch-rechtsextremen Brut herbeigeredet und darnach tatkräftig angefeuert worden ist. Da lassen wir uns gar nichts vormachen, erst recht nicht, wenn diese Brut noch von miteinander verbandelten kasinokapitalistischen Milliardären, postkommunistischen Oligarchen, faschistischen Juden, geisteskranken Mullahs und hirnlosen Wüstensöhnen angeführt wird.

 

Prosit Neujahr! Das Gute wird siegen, aber von allein tut es das nicht. (Lesen Sie doch Hans Rosling und Steven Pinker zusammen mit Karl Marx und Friedrich Nietzsche.)      

 

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