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Einwurf 101: Emotional

29.01.2019

«Die Emotionen sind hochgegangen und die Sachlichkeit hat gelitten». Kommt Ihnen das nicht ein bisschen bekannt vor? Oder das: «Den kann man nicht ernst nehmen, weil er sich immer furchtbar aufregt und so seine Umgebung anekelt».

 

Ein chronisch lauter Motzer ohne entspannende Ausgleichsfunktionen ist und hat tatsächlich ein grösseres Lebensproblem. Aber soll man das bloss ärgerlich oder gar noch lustig finden oder vielleicht grad völlig verdrängen und ausgrenzen? Der Mensch ist nun einmal (Gott sei Dank) keine Maschine; er hat ein Gefühlsleben, und dieses ist grundsätzlich nicht nur schön, sondern sogar überlebenswichtig (Kunst, Vergnügen, Liebe, Sex....). Wer die Sachlichkeit über die Emotionalität stellt, schwatzt also am realen Menschen vorbei und macht ihn kaputt. (Etwa so wie mit dem «Homo oeconomicus».)

 

Wer eine oder mehrere Milliarden Hartwährung auf der hohen Kante hat, dem fällt es wirklich nicht wahnsinnig schwer, «sachlich» zu sein; nicht einmal eine Weltwirtschaftskrise kann ihn gross erschüttern. Wenn der Vorwurf der «Emotionalität» also von jener Seite kommt, dann kommt er ganz einfach überheblich-arrogant vom hohen Ross herab.

 

Auch ein chronisch lauter Motzer ist kein Zufall. Mit etwas Goodwill kann man ihn sogar zu einem unabdingbaren «Frühwarner» erheben. Selbst für die Terrorismusprävention ist er nützlich. Denn das weiss jeder Geheimdienst, auch wenn er es nicht zugeben darf: Der Terrorismus ist die Spitze eines riesigen Eisbergs von ungelösten, durch egoistische und engstirnige wirtschaftliche und politische Machthaber verursachten Konflikten. 9/11 hatte weltweit eine Milliardenmasse von Sympathisanten, vor allem auch in «gebildeten Schichten». Klar haben die das nicht öffentlich bekundet, denn sie wussten genau, warum sie das nicht taten und sie wussten noch genauer, wer die Untat 9/11 letztlich provoziert und damit auch verantwortet hat. (Das Stichwort hier ist: «Sozio-kulturelle Wertekette».)    

 

Zurück zum «Normalzustand»: «Sachlichkeit» und «Emotionalität» müssen sich die Waage halten. Es gibt da kein Primat, nicht einmal bei Kriegstreibern und Besitzstandswahrern. Bei denen ist es einfach so, dass ihre über alles erhabene Sachlichkeit bei ihren Untertanen ebenso extreme Emotionen erzeugt.  

 

 

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