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Einwurf 103: Klimaprotest

04.02.2019

Jetzt protestieren Jugendliche regelmässig gegen die Untätigkeit der Politiker beim Klimaschutz. Das ist doch sehr erfreulich, wo man langsam den Eindruck bekommen hatte, ihnen sei das alles (und die Politik überhaupt) völlig egal oder sie hätten bereits resigniert. Hoffentlich geht ihnen nicht bald wieder der Schnauf aus, denn dass es im kalten Winter gelingt, jede Woche immer mehr Demonstranten auf die Strasse zu holen, darauf würden wir nicht wetten. Ein Monatstakt wäre auch nicht schlecht, dafür massiv: Jeweils am ersten Samstag, aber dann bis ins hinterste Bergtalkaff.

 

Die etablierten Politiker haben düpiert bis sauer reagiert. Sie beklagen sich zwar chronisch über die «Indifferenz» der Jugend und dass es sehr schwerfalle, diese für politische Arbeit zu mobilisieren. Dabei denken sie aber nur an hörige Parteirekruten. Doch wer auf eine derartige «Karriere» Lust hat, der ist nun wirklich alt geboren. Die demonstrierenden Schüler/innen gehören jedenfalls nicht dazu und darum heisst es jetzt auch, sie würden von «linken Lehrern» und «radikalen NGOs» manipuliert.

 

Nun ja, irgendwer muss den Jugendlichen schliesslich die Fähigkeit vermitteln, sich «Gesamtbilder» zu verschaffen und mit diesen kritisch umzugehen, statt bloss SVP-Fakes (und Fakes der SVP-Anbiederungsparteien FDP und CVP) nachzuplappern und diese als göttliche Wahrheit zu verabsolutieren. (Wenn «kritisch» mit «links» und «radikal» gleichgesetzt wird, dann sind wir halt auch «links» und «radikal».)

 

Statt die kritischen Jugendlichen abzuschwarten («Da werden Schulreglemente missachtet», «Wenn sie während Prüfungen demonstrieren, kriegen sie dafür die Note 1», «Tipp an alle «rechten» Lehrer (von denen gibt es mehr als man denkt): Prüfungen genau dann ansetzen, wenn Demonstrationen angekündigt sind»), könnten die verkorksten Besserwisser auch jene ins Visier nehmen, die wirklich radikal böse sind, den amerikanischen Sicherheitsberater Bolton zum Beispiel. Der sieht ja schon aus wie der Teufel, interessiert sich einen Dreck für den Klimawandel und würde wohl am liebsten gleich sofort die halbe Welt kaputtschiessen. Schauen Sie dem mal lange und tief in die Augen. Darnach werden Sie nur noch sagen, dass Donald Trump und Vladimir Putin gegen den nichts als lustige Hanswürstchen sind.           

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