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Einwurf 118: Schlechte Planwirtschaft

08.04.2019

Die Amerikaner sagen, sie wollten von Planwirtschaft nichts wissen. Gleichzeitig stellen sie aber fest, dass die Chinesen mit ihrer Planwirtschaft drauf und dran sind, die Weltherrschaft zu übernehmen, und entsprechend wehrt man sich jetzt mit Handelsbeschränkungen und gerichtlichen Klagen wegen angeblicher Spionage. Das wird der chinesischen Weltraumfahrt, der neuen «Seidenstrasse», allen anderen chinesischen Auslandinvestitionen und ihrer Innovationskraft aber nicht den Hauch eines Schadens zufügen. Was nun? Vielleicht sollte man halt auch da über den eigenen Schatten springen und zugeben, dass die grösste Weltherrschafts-Planwirtschaft, die es bis jetzt je gegeben hat, die amerikanische war. Man hat sie einfach nicht so genannt, um so zu tun, als versklave man niemanden, und um ja nicht irgendwie nach Kommunismus zu riechen.

 

Auch Trump hat seine Pläne, nämlich die Vernichtung der internationalen Kooperation und die Errichtung eines Systems von autonomen, totalitär regierten, faschistischen Machtblöcken. Das ist die Fortsetzung eines anderen «Plans», den man seinerzeit als «Washington-Konsens» überschrieben hat. Die «Arbeitsmethoden» bleiben weitgehend die gleichen: Korruption, Militärdiktaturen, organisiertes Verbrechen, rechtsextremer Terrorismus, Gesinnungsschnüffelei. Ebenso die «Arbeitsinstrumente»: Pentagon, Atombomben, Geheimdienste, Wallstreet, Dollar, Harvard, MIT, Stanford, Silicon Valley, IT-Konzerne, Israel, Saudi-Arabien…. Auch Coca Cola, Disney und Hollywood gehören dazu. Das ist Planwirtschaft total und alles andere als neu. Auch die Bretton Woods-Architektur, der Marshallplan und die Dominotheorie waren und sind lauter Strategiepläne zur Fortentwicklung des grössten Schurkenstaates aller Zeiten, der mit dem Gründungsgenozid und dem Sklavenholocaust begann und heute über die Schuldenwirtschaft, die Menschenrechtszerstörung und die Umweltverschandelung weitermordet. Wer gegen solche Pläne aufbegehrt, wird mit der «Verschwörungstheoriekeule» mundtot gemacht oder am besten gleich endgültig beseitigt, wie der Fall Kashoggi beweist.

 

Multinationale Konzerne machen es vor: Ohne Finanz- und Marketingpläne geht gar nichts. Auch von Neugründern werden nicht umsonst überzeugende Businesspläne verlangt. Kein Zufall, dass zwischen 1980 und 2000 Strategie- und Managementmodelle wie Pilze aus dem Boden schossen.

 

Klar funktionieren nicht alle Pläne gleich gut. Der von Hitler hielt nur 12 Jahre lang, weil er auf Massenvernichtung aus war und prompt selber massenvernichtet wurde. Die UdSSR schaffte immerhin etwa 70 Jahre, trotz «offizieller» Planwirtschaft aber auch nicht sonderlich nachhaltig: Eine kleine Implosion, und weg war sie. Darauf herrschte Wilder Westen, die Peripherie zerbröckelte in Einzelteile und das Zentrum versumpfte im Hochprozentigen. Erst mit Putin lief es wieder einigermassen «nach Plan».

 

Was «systemische» chronische Planlosigkeit ausrichtet (oder eben nicht), sehen wir in Afrika. Aber auch an unseren eigenen «Graswurzeln» beobachten wir, dass zahllose Start-ups nichts wert sind, in die Schuldenfalle fliegen und/oder gleich wieder verschwinden, weil völlig kopflos herumgefuhrwerkt wird.

 

Was lernen wir daraus? In einem der nächsten Einwürfe geht es um «Gute Planwirtschaft».

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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