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Einwurf 156: Asoziale Umweltabgaben


Thema Klima: Wer nicht gerade einem totalen CVP-Wischiwaschi verfallen ist, der befasst sich jetzt primär mit Umweltabgaben. Die seien asozial, heisst es jeweils zwar schnell, denn die seien für alle gleich hoch würden so den armen Leuten praktisch das Reisen verbieten. Doch das sehen wir natürlich völlig anders, denn das ist Steinzeitideologie aus der Tourismusbranche und von anderen Profiteuren von schwachsinnigen Flügen und überflüssigen Autofahrten. Auch die Nahrungs- und Genussmittelpreise sind überall gleich und fallen im Familienbudget viel mehr ins Gewicht. Oder sollen vielleicht Käse und WC-Papier unterschiedliche Preise haben, je nach Vermögen und Einkommen der Konsumenten? Das wäre wenigstens konsequent, und mit M-Budget, Caritas-Laden oder Tischleindeckdich ist es ja bereits ein bisschen so.

Aber grundsätzlich führt das zu herzlich wenig bis gar nichts. Denn den Finanzausgleich zwischen Arm und Reich schafft man dort, wo die grossen Brocken sind und wo dieser Ausgleich unkompliziert und transparent funktioniert: Über die Steuern (Mehrwertsteuersätze, Progressionstarife, Steuerbefreiungen), die Krankenkassenprämien (Einheitskassen für eine geistig gesunde Grundversorgung ohne millionenschwere Krebstherapien und pharmablasentreibende Medikamentencocktails für hoffnungslose Systemschmarotzer) und die Wohnkosten (Bodenrecht, Genossenschaften, Wuchermarkt-Zinslimiten).

Kommt hinzu, dass auf Autos und erst recht auf Flugzeuge nur ganz bestimmte Geschäftsbetriebe «angewiesen» sind, z.B. Warenlieferanten, Handwerker, Bauern oder Notfalldienstleister. Eine Privatperson ist das überhaupt nicht, keine einzige. Denken Sie mal ganz ganz ganz ruhig, tief durchatmend, macho-cheffrei, luxuskonsumunabhängig und parteiideologisch unvergiftet darüber nach: Wohnort, körperliches Wohlbefinden, Anlage- und Budgetschwerpunkte, geistesgesunde Eigenverantwortung….

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