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Einwurf 182: Der Familienmann

09.12.2019

Reporterin: Herr Keller, Sie sind ein extrem vielbeschäftigter CEO, Sie führen über 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Sie haben eine 80-Stunden-Woche, Sie jagen von Termin zu Termin, und das sehr häufig auch im Ausland. Wie erholt man sich von diesem Dauerstress?

 

Keller: Mit der Familie. Sie ist mir das Wichtigste im Leben. Daher schalte ich am Wochenende weitgehend ab und nutze jede freie Minute, um sie mit meinen Kindern zu verbringen. Das sind immer wunderbare Momente.

 

Reporterin: Die Familie als Wochenendtankstelle. Macht Ihre Frau das auch so?

 

Keller: Ich habe mit meiner Frau vereinbart, dass sie ihre beruflichen Ambitionen etwas zurückstellt, solange die Kinder klein sind. Zudem haben wir eine Nanny und eine Putzfrau für diverse Entlastungsdienste angestellt, Kochen, Waschen und so weiter. Das sind übrigens angenehme und gut bezahlte Arbeitsplätze für zwei sehr fleissige und liebenswürdige Ausländerinnen.

 

Reporterin: Gefällt den Frauen und den Kindern das?

 

Keller: Ja, das alles ist «Win-win». Sie wissen genau, was sie davon haben, auch die Kleinen.

 

Reporterin: Dieses «Modell» können sich aber nicht alle leisten. Ist das nicht ungerecht?

 

Keller: Man kann die einzelnen Familiensituationen nicht miteinander vergleichen. Da müssen schon alle ihre eigenen Lösungen finden, das ist richtig.

 

Reporterin: Es ist bewiesen, dass, ceteris paribus, eine Partnerschaft desto besser funktioniert, je mehr der Mann im Haushalt mitarbeitet. Viele Männer scheinen das nicht zu merken. Und Sie?

 

Keller: Im Rahmen unserer Vereinbarung macht meine Frau nur das, was sie will. Alles andere wird ausgelagert. Führungsjobs wie meiner funktionieren nicht in Teilzeit. In den USA und in China ist das auch kein Thema, und dort ist die Konkurrenz, nicht zu Hause und im Bett, wenn ich das so formulieren darf. Da wollen wir es schön haben und so ist es auch. Das freut mich sehr, ich bin echt privilegiert. Ich bin mir dessen aber sehr bewusst und entsprechend dankbar dafür.

 

Reporterin: Dem lieben Gott?

 

Keller: Ich glaube nicht so recht an höhere Mächte. Aber ich schliesse auch nie etwas von vornherein völlig aus.  

 

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