Einwurf 234: Corona-Leadership

16.03.2020

Coronavirus: Während es Donald Trump auch hier nicht lassen kann, sein typisch amerikanisches Herrenmenschengift zu versprühen (der «Deal» mit Curevac ist exemplarisch), versuchen die europäischen Regierungen, die richtige Balance zwischen militärischer Strenge und unnötigen Ausgrenzungen auszutarieren. Die Parlamentarier und ihre Parteien hingegen sollen jetzt bitte ihre dummen Mäuler halten, denn sonst haben wir garantiert das totale Chaos.

 

Im besten Fall entpuppen sich nämlich «Coronadekrete» der Exekutiven mit ihren qualifizierten Fachleuten im Nachhinein als Reformen, die eh schon längst fällig gewesen wären, wegen der Parteipolitik aber auf der Strecke geblieben sind. Man sollte sie nachher dann nicht wieder abschaffen, sondern umgehend in Serie und ohne parlamentarische Störmanöver, Vernehmlassungen und dergleichen Zeug dem Volk zur definitiven Genehmigung vorlegen. Das Volk braucht keine ideologisch deformierten Oberlehrer, die das Wasser bloss auf die Mühlen ihrer Lobbyisten leiten.

   

Ein Beispiel: Die Verjährungen der Rechtsstreitigkeiten. Heute ist es ja so, dass die Untersuchungsbehörden entweder schlampen oder viel zu kompliziert arbeiten, wodurch viele Fälle unter die Räder geraten. Auch die Rechtsanwälte haben nichts anderes im Kopf als mit hirnrissigen Manövern auf Verjährung zu spekulieren. Wenn ein «Coronadekret» also verfügt, die Verjährungsfristen aufzuheben, dann kann man das nachher problemlos beibehalten. Im Klartext: Es gibt keine Verjährungen mehr.  

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