Einwurf 325: Einheimische Richter


Spätestens seit diesem bewegten Jahr 2020 wissen wir nun, warum fremde Richter nichts wert sind: Sie sind zu intelligent. Es braucht da nämlich dringend Personal, welches das Holocaustdenkmal nicht kennt. Am besten kennt es auch den Holocaust selber nicht. Oder es ist zwar im Bild, tut aber je nach Börsenstand oder sexueller Notlage alles als Verschwörungstheorie, Terroristenfantasie oder kommunistische Propaganda ab, was nicht in die Parteilinie passt. So wie Donald Trump das vormacht, und kein einziger Chinese könnte das besser als der.

Mit der Holocaustdenkmalgeschichte hat die «SVP-Elite» ihren ultimativen Dumm- und Falschheitsbeweis geliefert, ein praktisch unüberbietbares Meisterstück. Kürzlich ist zudem bekannt geworden, dass man sich auf einen «Ehrenkodex» einschwören muss, wenn man von ihr gefördert werden will. Da wird dir dann so eine Art Schauprozess gemacht. Lernen von Stalin. Stalin? War das nicht der Allerböseste von allen Kommunisten aller Zeiten? Eben nicht, denn es gibt nicht nur einen schlechten, sondern auch einen guten Kommunismus. Der schlechte ist eine philosophische Utopie, der gute hingegen der reale der Sowjetunion. Oder haben wir da vielleicht etwas verwechselt?

Der neue Mann aus dem Nichts, ein netter Kerl aus dem Tessin, wird uns aufklären. Seine Vorgänger haben es nicht geschafft. Einer war ein Phrasendrescher mit ETH-Diplom (wahrscheinlich liegt da irgendeine bipolare Störung vor), ein anderer eine Melkmaschine (die statt Milchschwemmen einfach Gigelisuppen ausgestossen hat). Ein dritter hat es immerhin noch zu einem hanswurstigen Umwertungsminister gebracht («Kä Luscht», «Ich chume nöd drus mit däm Züg», «Beste Armee der Welt») und vor allem hat er die englische Sprache einer längst fälligen grundlegenden Reform unterzogen. Noch ist Polen nicht verloren.

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