Einwurf 569: Der Bürgermeister von St. Moritz

Aktualisiert: 18. Juni


St. Moritz ist keine Gemeinde, der man einen Schönheitspreis nachwerfen würde, im Gegenteil. Wäre ihre landschaftliche Umgebung nicht so attraktiv, würde es sie erst gar nicht geben. Nun hat sie aber wenigstens politisch gepunktet. Denn seit vier Jahren haben sie dort einen «bunten Vogel» als Bürgermeister. Der ist nicht nur gescheit und kreativ, sondern auch unternehmerisch erfolgreich, halt einfach nicht im Bau- und Immobiliengeschäft, sondern im Kulturbereich.


Dass so etwas nicht allen gefällt, gehört zum Alltag. So kam es überhaupt nicht überraschend, dass gegen eine zweite Amtszeit dieses Bürgermeisters ein Systemidiot auf die Barrikaden ging. Und noch viel weniger überraschend war, dass dieser Systemidiot die Partei vertrat, welche sich «Die Mitte» nennt. Diese Partei ist ja das Flaggschiff unseres krankhaft reformfeindlichen Idiotensystems.


Die Stimmberechtigten haben sich jedoch nicht verblöden lassen, und darum bin ich nun total für die St. Moritzer/innen, trotz ihrer grottenhässlichen Häuser und der vielen Snobs, die dort vor allem in der Weihnachtszeit herumvegetieren. Solange ausgerechnet sie Persönlichkeiten wie Herrn Jott Jenny zu ihrem Chef küren, kann die Welt definitiv nicht untergehen.


Wenn man liest, wie er in seiner ersten Amtszeit systematisch gemobbt wurde, ist ein dauerhaft starker Brechreiz unabwendbar. Der Mann muss auch sehr gute Nerven haben. Ein echter Chef also.


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