WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

Neue Geschichten aus dem echten Leben: Die Fortsetzung der WPK-Tetralogie in der Gestalt von Wochenblogs (bis 2017) und Einzeleinwürfen (ab 2018). Hier werden heilige Kühe geschlachtet und durch unterwerfungsresistente Paradiesvögel ersetzt: Für Leute, denen sperriges Zeug Freude macht und die mithelfen wollen, von Gesinnungsdiktatoren und ihren „nützlichen Idioten“ kultivierte Tabus in heisse (oder kalte) Luft aufzulösen. Wir übertreiben nie, sondern denken bloss dort zu Ende, wo andere längst kalte Füsse gekriegt haben.

Einwurf 41: Rupperswil

Ich habe die Berichte über den Rupperswiler Vierfachmörder nicht gelesen. Im Gegensatz zu jenen über das unsägliche Dauermassaker in Syrien interessierten sie mich ganz einfach nicht. Bin ich deswegen jetzt auch geisteskrank?

Einwurf 40: Goldene Zeitalter

Zeitreisen sind hip und bald jeder ist auf der Suche nach «seinem» goldenen Zeitalter. Wer in die Antike verliebt ist, denkt an Echnaton und Nofretete, an Perikles und die Schule von Athen oder an Augustus und Jesus. «Mittelalterliche» stehen auf Karl den Grossen oder auf Friedrich II. und deren Zeitgenossen. Ich habe zwei «Beamer»-Favoriten: Renaissance und Französische Revolution. Mein erstes «Zeitreiseleben» würde von 1480 bis 1560 dauern; das deckt sich mit jenem von Michelangelo. Ich sähe ihn und da Vinci, Raffael, Erasmus, Luther, Calvin, Kolumbus und Kopernikus am Werk. Der Humanismus kommt auf und mit ihm die Reformation. Gleichzeitig kämpft Karl V. an allen Fronten: Gegen religiöse

Einwurf 39: Superkunstmusik

Ich habe mich gerade durch das «Pop-Musik-Schlachtross» von Diedrich Diederichsen gekämpft. Der Wille des Autors, die Pop-Musik als Superkunst zu verklären, ist unübersehbar. Allein schon von der «theoretischen Einbettung» her ist alles da, was zählt: Bach, Beethoven, Wagner, Boulez, Stockhausen, Cage, John Coltrane, Miles Davis, Kant, Hegel, Adorno, Foucault, Derrida, Bourdieu, Luhmann…. Aber im Kern der Sache setzt Diederichsen konsequent auf die Falschen, nämlich nicht auf die «Kunstrocker», sondern auf die «Dreckrocker». D.h. «seine» Pop-Musik ist gerade deshalb eine Superkunst, weil sie sich nicht mit hergebrachten Superkünsten misst. Nur: Aus Dreck wird nie Gold, auch wenn der Dreck in

Einwurf 38: Winterolympiaden

Viele schimpfen, dass die Winterolympiaden nicht mehr in «traditionellen» Wintersportorten durchgeführt werden, sondern irgendwo in einer asiatischen Pampa mit einem totalitären politischen Umfeld. An diesem Ärger sind die Sportler und ihre Verbände aber selber schuld. Denn sobald sie eine konsequent eingehaltene Obergrenze von 50 Wettbewerben beschliessen, bin ich sofort wieder für Winterolympiaden, auch in der Schweiz. Werden neue Wettbewerbe eingeführt, muss man halt mit alten abfahren, und innerhalb von einzelnen Sportarten ist sowieso ein Abbau von Wettbewerbsorgien angesagt. (Typische Beispiele: Eisschnelllauf, Ski nordisch und Ski alpin.) Ausserdem müssten alle jemals ertappten «Dopin

Einwurf 37: Guguuseli

Von den Eltern und in der Schule haben wir gelernt: Es gibt zwei Sorten von Anreden, nämlich «Sehr geehrter» oder «Lieber», je nachdem, wie gut man eine Person kennt und/oder mit dieser auskommt. In frankophonen und anglophonen Ländern haben wir später gelernt: Statt «Sehr geehrter» kann man völlig problemlos auch «Lieber» verwenden («Cher», «Dear»). Auch im XING wird das häufig so gemacht. Nun stellen wir aber fest, dass heute aufgrund von politisch korrekten Empfindlichkeiten sowohl «Sehr geehrter» als auch «Lieber» tunlichst umgangen werden. Stattdessen erhalten wir lauter «Hallo», «Grüezi», oder «Guten Morgen», egal ob wir unsere mail-box um 16 oder um 22 Uhr öffnen. Oder wir öffnen sie

Einwurf 36: Charity

Aus dem Silicon Valley wird berichtet, dass sie dort eine «Wertekrise» hätten und dass deshalb bald jeder zweite Big Data-Milliardär nach dem Muster von Bill Gates und Mark Zuckerberg die Gründung einer karitativen Stiftung zumindest andiskutiere. Solche Gedankenspiele sind zwar besser als ein NRA-Massaker in einer Provinzschule, aber die «Charity»-Spur ist trotzdem falsch. Wer wirklich Sinn stiften will, soll sich um eine systematisch angelegte globale Grundversorgung mit Wasser, Toiletten, Elektrizität und Information kümmern und nicht um seine persönlichen «Bonzenhobbys». Ausserdem ist mit «Technik» oder «Technologie» allein die Welt nicht zu retten, sonst wären wir schon längst im Garten

Einwurf 35: First Lady

Den besten Eindruck im ganzen Trump-Chaos macht Frau Malania. Sie hält sich konsequent daraus heraus. Das mag so seine Gründe haben, aber es ist gut. Herr Merkel und Herr May (oder wie sie heissen) halten auch den Mund, und Prinz Philipp macht wenigstens bloss dumme Sprüche. Was soll dieser First Lady-Zirkus überhaupt? Er schafft doch bloss überflüssige Unruhe und institutionelle Asymmetrien, je nachdem, wofür sich die First Lady zufällig gerade interessiert. Parallelregierungen sind Gift für den Staat, und wer sich wie Richard Nixon oder Saddam Hussein mit kadavergehorsamen und skrupellosen Prätorianern umgibt, der ist eh ein verfolgungswahnsinniger Psychopath. Donald Trump ist das zwar auc

Einwurf 34: Pensionierungsalter

Sie können bringen, was sie wollen: Solange die (offene oder versteckte) Absicht darin besteht, die 50-70-Jährigen auszuplündern, diesen keine Jobs mehr zu geben statt sie rechtzeitig und permanent umzuschulen und dafür pfannenfertige, angelsächsisch indoktrinierte Expats zu importieren, haben sie nicht den Hauch einer Chance auf ein höheres AHV-Alter. Dazu kommt ja noch das Gleichstellungsproblem….

Einwurf 33: Gipfeltreffen

Trump trifft Kim Jong-un. Im Handgepäck: Hillary Clinton, Wladimir Putin, Roger Köppel, die Anführer der NRA und des KKK, zehn Pornofrauen, fünf Atombomben und eine Tonne Kaugummi für die Armen in den koreanischen Dreckslöchern.

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