WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

Neue Geschichten aus dem echten Leben: Die Fortsetzung der WPK-Tetralogie in der Gestalt von Wochenblogs (bis 2017) und Einzeleinwürfen (ab 2018). Hier werden heilige Kühe geschlachtet und durch unterwerfungsresistente Paradiesvögel ersetzt: Für Leute, denen sperriges Zeug Freude macht und die mithelfen wollen, von Gesinnungsdiktatoren und ihren „nützlichen Idioten“ kultivierte Tabus in heisse (oder kalte) Luft aufzulösen. Wir übertreiben nie, sondern denken bloss dort zu Ende, wo andere längst kalte Füsse gekriegt haben.

Einwurf 70: Frauenhass

Dass Frauen von Männern öffentlich verprügelt werden, kennt man vor allem aus Indien oder aus dem islamischen Raum. Nun reisst diese Unsitte anscheinend auch in Europa ein. Das mag seinerseits mit der Globalisierung zu tun haben, sicher aber auch mit dem durchaus nachvollziehbaren Gefühl vieler Männer, gegenüber den Frauen immer stärker den Kürzeren zu ziehen. Es ist nun mal so: Die Muskelkraft ist heute längst nicht mehr das, was sie in vorindustriellen Zeitaltern einst war, Patriarchat und Machismo werden nicht mehr kritiklos hingenommen. Die «neuen» Frauen sind auch besser ausgebildet als ihre gleichaltrigen Männer und sie treten entsprechend selbstbewusst auf. Mit «MeToo» verfügen sie nu

Einwurf 69: Gleicher als gleich

Was «undemokratisch» ist, hat weniger mit Wahlen und Abstimmungen zu tun als vielmehr mit Ungleichheit. Dazu gehört auch das Thema «Gleicher als gleich». Es ist zwar nicht immer so einfach, unverdiente Privilegien zu identifizieren. In zwei Kategorien sind aber sämtliche Zweifel ausgeschlossen: Die Töfflibuben dürfen so bestialisch lärmen wie kein einziger Autofahrer, und wo bald jedes Wort eine sexuelle Belästigung ist, wird die Belästigung durch Hunde geradezu glorifiziert.

Einwurf 68: Rote Laterne

In den USA werweissen sie gerade, ob der rüpelhafte Donald Trump der schlechteste Präsident sei, den sie je hatten. (Der beste war übrigens Jimmy Carter.) In der Schweiz kann man sich analog die Frage stellen, wer der schlechteste Bundesrat aller Zeiten war. Für eine seriöse Antwort bräuchte es natürlich eine «wissenschaftliche» Beurteilungsmethode, welche unter anderem den jeweiligen «Zeitgeist» mitberücksichtigt. Wir wagen aber auch ohne sowas die Behauptung, der Favorit für die Rolle der «ewigen roten Laterne» sei Johann Schneider-Ammann. Nicht nur, weil er die Floskelrhetorik auf die Spitze treibt, sondern weil er sich mittlerweile bald mit allen wichtigen Leuten verkracht hat, mit denen

Einwurf 67: Bankenverantwortung

Die «Konzernverantwortung» erhält wohl bald eine eigene gesetzliche Grundlage. Wir sind gespannt, wie die Banken hier dann angefasst werden. Bei denen geht es in ihrer «Wert- oder Lieferkette» ja nicht nur um Investitionen und Kredite, sondern vor allem auch um die Vermögensverwaltung. Für «Potentatengelder» und die Geldwäscherei haben wir bekanntlich schon jetzt einigermassen valable Sonderregelungen, Kapital- oder Steuerflucht sind auch nicht mehr so einfach wie früher. Aber konsequent zu Ende gedacht, müsste im Rahmen der «Sorgfaltspflicht» ja auch überprüft werden, ob anvertraute (institutionelle und private) Vermögen weder durch Korruption, Drogen-, Waffen- oder Menschenhandel noch durc

Einwurf 66: Krücken-Brücken

«Genua»: Das hat man davon, wenn man immer mehr Strassen baut, immer mehr Verkehr generiert und immer schwerere Lastwagen zulässt. Dieser Einsturz wird garantiert nicht der letzte gewesen sein. Die Schuldzuweisung an die EU ist natürlich Schwachsinn. Kein Mensch glaubt, dass ein aufgeblähtes Budget zu Gunsten von Unterhaltsarbeiten verwendet worden wäre. Die Regierung sagt ja selber, sie wolle die Betriebsgesellschaft zur Rechenschaft ziehen, weil diese die ihr überwiesenen Mittel nicht zweckgemäss eingesetzt habe. Wenn die Regierung eine weitere Aufweichung der «Maastricht-Disziplin» verlangt, schneidet sie sich ins eigene Fleisch. Die «Investoren» würden das zu Recht nicht tatenlos schluck

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