WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

Neue Geschichten aus dem echten Leben: Die Fortsetzung der WPK-Tetralogie in der Gestalt von Wochenblogs (bis 2017) und Einzeleinwürfen (ab 2018). Hier werden heilige Kühe geschlachtet und durch unterwerfungsresistente Paradiesvögel ersetzt: Für Leute, denen sperriges Zeug Freude macht und die mithelfen wollen, von Gesinnungsdiktatoren und ihren „nützlichen Idioten“ kultivierte Tabus in heisse (oder kalte) Luft aufzulösen. Wir übertreiben nie, sondern denken bloss dort zu Ende, wo andere längst kalte Füsse gekriegt haben.

Einwurf 129: Bullshit-Investitionen

Im Einwurf 125 haben wir die grossen Herausforderungen der Gegenwart aufgezählt. Vielleicht sind es sogar doppelt so viele. Wie auch immer, das ist sicher: In deren Bewältigung wird nicht investiert. Stattdessen werden IT-, Finanz- und Pharmaprodukte oder auch neue Ess- und Trinkwaren erfunden, deren Mehrwert bzw. Grenznutzen in zunehmendem Mass verschwindet und auf die negative Seite ausschlägt. Das ist vor allem dann der Fall, wenn man über das BIP hinausbilanziert, was im Kontext der genannten Herausforderungen eh unabdingbar ist (Rohstoff- und Energiebedarf, Abfallbewirtschaftung, Kollateralschäden wie Hungersnöte, Massenepidemien, Krebs- und Kreislaufkrankheiten, Demenz, soziale Unruhen

Einwurf 128: Sexuelle Asymmetrien

Früher war es für einen sowohl anspruchsvollen als auch partnerschaftlich disponierten Mann extrem schwer, eine in jeder Beziehung echt gute Frau zu finden (klug, schön, herzlich, selbstbewusst = «kshs»). Heute herrschen für solche Männer geradezu paradiesische Zustände. Dafür müssen sich die «kshs»-Frauen von heute immer mehr darauf einstellen, den Männern in jeder Beziehung (ausser vielleicht punkto Muskelkraft) überlegen zu sein. Früher oblag die Bewältigung solcher Asymmetrien den Männern, aber die «kshs»-Frauen können das nun sicher besser lösen als mit einer «matriarchalen Gegendiktatur», die einfach ihrerseits wieder Probleme schafft. In einer Reisebeilage einer Sonntagszeitung sind w

Einwurf 127: Mario Fehr

Weiss vielleicht gerade jemand, ob Mario Fehr (Regierungsrat Kanton Zürich) zum Champions League-Final nach Madrid fliegen wird? Falls nein: Warum nicht, trotz Tottenham? Falls ja: Wer finanziert das jetzt, und falls der Kanton das tut: Was hat der Kanton Zürich mit Spanien zu tun?

Einwurf 126: Böse Wölfe

Soeben wird weltweit berichtet, die Biodiversität komme auf den Hund, und begründet, warum das auch für den Menschen gefährlich werden könne. Gleichzeitig beschliesst der Nationalrat, dass man den Wolf wieder zum Abschuss frei geben wolle. Jetzt aber mal hallo: In welchem Irrenhaus sind wir denn da? Die haben ja noch nicht einmal gemerkt, dass die Leute hier keine Milch mehr trinken und ihren Fleischkonsum zurückschrauben. Stattdessen rennen sie wie blinde Hühner einer winzigen Minderheit von abartigen Idioten nach, welche den Weltuntergang heraufbeschwören, wenn sie den Wolf nicht ausrotten dürfen. Aber natürlich passt das ausgezeichnet zum Twitter-Zeitalter, in dem man die geballte wissens

Einwurf 125: Sackgasse Methodenzwang

Eigentlich sollten wir ja immer freier und klüger werden. Doch das passt nicht allen, und wir reden jetzt nicht von totalitären Diktaturen und orientalischen Sklavenmärkten, sondern von der wissenschaftlichen und industriellen Moderne. Was einst als platonischer Ideenkosmos den humanen Fortschritt voranbrachte, verkommt immer mehr zu einem geruchs-, geschmacks- und emotionslosen Brei aus Zahlenbergen und Paragrafenlawinen. Denn was die Einschnürungen durch die methodischen, mathematischen, technischen, logistischen, finanziellen und juristischen Zwangskorsette unserer Zeit nicht aushält, existiert früher oder später überhaupt nicht mehr. Dieser Prozess ist natürlich alles andere als neu, abe

Einwurf 124: Tractatus logico-politicus

Netanyahu ist gegen den Holocaust Trump erhält von Netanyahu ein Dorf auf dem Golan Die Syrer finden das nicht so toll Putin unterstützt Syrien und den Iran Trump ist ein guter Freund von Putin Der Iran will Israel ausräuchern Trump will sein Golan-Dorf ausräuchern Netanyahu ist für den Holocaust

Einwurf 123: Lebensqualität

Ein renommierter Demenzforscher sagt, es gebe sieben Risikofaktoren für Alzheimer: Depression, Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes, mangelnde Bewegung und mangelnde geistige Aktivität. Das macht durch und durch Sinn; mir fehlt auf dieser Liste eigentlich nur noch der Elektrosmog der Handyseuche. Man kann das auch andersherum und verallgemeinernd formulieren und ein heiteres Gemüt, viel körperliche Bewegung und viel geistige Aktivität zur Grundlage einer hohen Lebensqualität deklarieren. Diese Erfolgsfaktoren machen nämlich weder dick noch krank, und für eine hohe Sozialkompetenz sind sie geradezu unabdingbar. Tatsache ist jedoch, dass eine grosse Mehrheit diese Lebensqualität gar n

Einwurf 122: Venezuela

Maduro muss weg, das ist klar. Aber wenn dann einfach ein Nazischwein von Trumps Gnaden übernimmt, kann man sich einen Umsturz ersparen. «Hans was Heiri» wäre das, eine weitere Fehlinvestition und erst noch mit Zusatzkosten in Form von nutzlosen Toten und Verletzten.

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