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WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

13.01.2020

Die Erpressungsmaschine, die wir im Einwurf 194 vorgestellt haben, kann, wenn ihre Besitzer das wollen, auch ein zweites Massengift absondern. Es nennt sich «Bürokratiemonster». Auch dieses Gift wird gerne gegen Reformprojekte versprüht, welche die Sozial- und die Umweltgesetzgebung modernisieren möchten. Als Zusatzstoff verwenden die Maschinisten dabei jeweils noch die Phrase, das bestehende System habe sich «grundsätzlich bewährt» und dürfe nicht wegen ein paar ärgerlichen Einzelvorkommnissen über den Haufen geworfen werden.  

Auch dieses Gift ist so wirksam und unglaubwürdig wie dasjenige mit den gefährdeten Arbeitsplätzen. Denn die grössten Bürokratiemonstren haben wir ganz klar bei den Steuern, den Sozialversicherungen, der Landwirtschaft und der Armee. Dazu kommen die «Kollateralschäden» des kleinkarierten Föderalismuswahns (Lasten- und Finanzausgleich, Regionalhilfe, gemeinsame Verantwortungen, Kantonskonferenzen, Konkordate, Zweckverbände, Vollzugsdelegation usw.) Diese Mon...

07.01.2020

Die aktuelle Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran ist nicht lustig. Aber sie hat immerhin den Vorteil, dass man wieder einmal klar erkennt, wo sich das Herz des Neofaschismus befindet, nämlich nicht in der ehemaligen DDR und auch nicht in Budapest, sondern im Weissen Haus.

Das Vierte Reich, das sind die USA. Den Genozid an den Indianern kennen wir schon lange, die Sauerei mit den afrikanischen Sklaven auch. Die Massenhinrichtung von rund 500'000 Irakern im Jahr 2003 konnten sie vorläufig noch vom kollektiven Bewusstsein fernhalten, und auch die beiden über Japan abgeworfenen Atombomben gelten immer noch nicht als Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Aber das wird sich möglicherweise rasch ändern, je nachdem, wie lange der unflätige Trump und seine vollgefressenen Ganoven noch weiterwüten dürfen.

Zum Vierten Reich gehört natürlich auch der Weltherrschaftsanspruch. Den hegen die Amerikaner mehr denn je. «America first» ist ja keine Selbstbescheidungsstrategie, sondern lediglich...

07.01.2020

Jedes grosse Reformprojekt wird jeweils mit der Behauptung vernichtet, es gefährde Millionen von Arbeitsplätzen. Es ist, als würde da regelmässig immer wieder die gleiche Giftmaschine angekurbelt. Giftmaschine deshalb, weil was die produziert, ist nichts als eine bodenlose Frechheit, eine Erpressung durch ewiggestrige Besitzstandswahrer. Und viele Leute sind leider immer noch so dumm oder so schwach, dass sie voll auf dieses Gift abfahren. 

Der Trick der Reformfeinde und ihrer Giftmaschine ist ganz einfach. Sie rechnen vor, mit welchen Kosten die vorgeschlagenen Reformen verbunden sind, und auf den ersten Blick stimmt ihre Rechnung sogar. Aber sie wiedergibt nicht die ganze Wahrheit, im Gegenteil. Entscheidend ist, was die Giftmaschine unterschlägt. Denn wenn Reformen breiten Bevölkerungssegmenten nachhaltig dienen, setzen sie enorme Energien frei, welche Arbeitsplätze überhaupt nicht gefährden, sondern geradezu aus dem Boden stampfen. Auch dazu können Rechnungen gemacht werden, aber vo...

30.12.2019

Sommaruga will mehr Geld für die Bahn. Das macht Sinn. Aber ohne das Parlament geht das leider nicht, und jetzt sind wir gespannt. Die CVP blufft ja immer, sie sei eine Siegerpartei, weil sie allen «tragfähigen Lösungen» zustimmende Mehrheiten verschaffe. Ohne sie kämen «tragfähige Lösungen» erst gar nicht zustande. Was die CVP freilich nie sagt, dass die meisten «tragfähigen Lösungen» nicht zuletzt wegen ihrer angeborenen Reformaversion jeweils schon im Keim erstickt werden. Für die «tragfähigen Lösungen» ist man ja immer bloss, wenn es selbst mit dem schlechtesten Willen nicht mehr anders geht. Mal schauen, was sie nun mit dem Sommaruga-Vorstoss anrichtet. Wir tippen auf die klassisch profillose «Wischiwaschi-Forderung», dass die Beiträge an den Strassenverkehr gleichermassen aufgestockt werden. Ob so etwas im Zeitalter des Klimawandels effektiv noch «tragfähig» wäre, steht natürlich auf einem anderen Blatt. 

27.12.2019

Hunderte von Volksinitiativen schwirren uns um die Ohren und es werden immer mehr. Man hat die Übersicht schon längst verloren, vor allem wegen den chronischen Verschleppungen und Zerfleischungsaktionen in diesem auch nach den Wahlen 2019 äusserst destruktiv gebliebenen Bundesparlament. Fuck Unterschriftensammler, aber eines ist sicher: Auf die dringlichste Initiative warten wir immer noch, nämlich auf jene für das Recht auf öffentliche Toiletten.*

Was China und Japan systematisch fertigbringen (wir haben das persönlich sehr schätzen gelernt), muss auch bei uns möglich sein, sonst sind wir wirklich dekadent. Erst kürzlich haben wir einen Ernährungssicherheits-Artikel in die Bundesverfassung gesetzt. Okay, aber an einen Erleichterungssicherheits-Artikel hat kein Mensch gedacht. Dabei ist das untere Ende der Verdauungskette für das körperliche Wohlbefinden und darüber hinaus mindestens so wichtig ist wie das obere.

Auf den Punkt gebracht: In allen Ortschaften und grösseren Quartieren müsse...

11.12.2019

Transparenz ist, wenn man nicht nur seine grossartigen Erfolge in die Welt hinaustwittert, sondern auch seine weniger grossartigen Defizite öffentlich darlegt. Das UVEK zum Beispiel macht das gut (Klimapolitik), das EDA kann es nicht (EU-Rahmenvertrag). Sogar die Amerikaner haben sich dazu durchgerungen, wenigstens bezüglich Afghanistan, etwas spät zwar und nur dank kritischen Medien und unbestechlichen Gerichten, aber immerhin. (Joschka Fischer wird keine Freude haben.)

10.12.2019

Die Denkfabrik «Avenir Suisse» hat eine Kantonsrangliste herausgegeben, welche ihren hauseigenen «Freiheitsindex» widerspiegelt. Wenn man diese Rangliste anschaut, stellt sich allerdings rasch einmal die Frage, ob man sie überhaupt ernst nehmen kann. Oder Fragen wie: Was verstehen die eigentlich unter Freiheit? Was bezwecken sie mit ihrem Index? Werden da Äpfel mit Birnen verglichen? usw.

Der Reihe nach: Gemacht hat das Rennen der Kanton Schwyz, zuunterst im Reich des Bösen schmort zum wiederholten Mal der Kanton Genf. Aber die sind dort anscheinend so blöd, dass ihnen das gefällt, denn sonst wären sie ja längst ausgewandert. Überhaupt fällt auf, dass die Kantone mit den grossen Zentren, ausgenommen Basel, durchwegs die untere Ranglistenhälfte zieren, wo es nach Diktatur stinkt. Dabei waren wir doch stets davon ausgegangen, dass Stadtluft frei mache, den Ideenaustausch vorantreibe, die Wissenschaft, die Industrie, den Wohlstand und die Demokratie. Weder der Traktor noch das Frauenstimmr...

04.12.2019

Die Sozialdemokraten sind im freien Fall. Daran werden auch die neuen Führungskräfte in Deutschland nichts ändern können. Am ehesten schafft wohl «Frauenpower» noch den Turnaround, aber «Frauenpower» haben wir nun auch bei den Grünen. Dabei haben die Sozialdemokraten seit Jahrzehnten ein attraktives «Grundprogramm», die soziale und ökologische Marktwirtschaft. Dagegen kann ausserhalb des faschistischen Lagers eigentlich niemand etwas haben. Ihr Problem liegt offensichtlich in der praktischen Umsetzung.

Am «Niedergang» des Industrieproletariats und der Gewerkschaften liegt es nicht; die Sozialdemokratie ist schon längst «mittelständisch». Sie ist vielmehr das Opfer ihres eigenen Erfolgs: Fast alle anderen sind inzwischen auch Sozialdemokraten, sogar die Konservativen. Dort schleppen sie zudem keine «sowjetischen Altlasten» mit sich herum, welche zu Recht immer noch nachwirken. Je «etatistischer» nämlich die Lösungsvorschläge der Sozialdemokraten daherkommen, desto stärker melden sich die...

02.12.2019

Als die Ständeräte noch lauter altgeborene Neandertaler waren, haben sie sich die Regel verpasst, wonach ein Neugewählter während seiner ganzen ersten Session das Maul halten muss. Diese Regel missachtet aber nicht nur den «Wählerwillen», sondern ist ein sackgrober Verstoss gegen die Meinungsäusserungsfreiheit überhaupt und müsste sofort abgeschafft oder zumindest angefochten werden.

Wenn schon Zensur, dann macht man das über eine strenge Amtszeitbeschränkung. Die trifft aber nicht diejenigen, welche für frischen Wind sorgen, sondern eben die Neandertaler selber und ist sogar ein fürsorglicher Akt. Denn dadurch wird für sanfte Landungen in jenen ausweglosen Sackgassen gesorgt, in die sie sich von ihrer zweiten bis hin zur siebenundvierzigsten oder achtundfünfzigsten Session ungebremst hineinpalavert haben.     

(Nb: Am besten schafft man die Parlamente gleich vollständig ab, entmachtet die Parteien, demokratisiert die Exekutiven und Judikativen und flankiert diese auf alle...

26.11.2019

Bundesratsgequassel ohne Ende: Es ist kaum mehr auszuhalten. Daher äussern wir selber uns nur heute nochmals dazu und dann ist garantiert Schluss. 

Das Gequassel ist völlig unverhältnismässig. Denn längst ist klar: Was gegenwärtig und in absehbarer Zukunft in der Schweiz geschieht, wird eh von «fremden» Ministern und Direktoren in der OECD und vor allem in der EU entschieden, sei es über Bankgeheimnis, Währung, Schengen oder Personenfreizügigkeit. Hinzu kommt der «Zwang zur Europarechtskompatibilität» in Hunderten von anderen, weniger bekannten Geschäften. Die SVP hat schon Recht, doch ist das, was sie kritisiert, völlig in Ordnung. Nur Idioten sperren sich freiwillig ein. Einziges Problem dabei: Keine Mitbestimmung. Die Benelux-Staaten machen es seit Jahrzehnten besser. Weder der niederländische Konzernstandort noch der belgische (Extrem-)Föderalismus sind in der Union untergegangen. Auch der Kleinstaat Luxemburg nicht, und weil sie von Anfang an aktiv dabei waren, haben sich Belgien u...

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January 14, 2020

January 6, 2020

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