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WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

04.12.2019

Die Sozialdemokraten sind im freien Fall. Daran werden auch die neuen Führungskräfte in Deutschland nichts ändern können. Am ehesten schafft wohl «Frauenpower» noch den Turnaround, aber «Frauenpower» haben wir nun auch bei den Grünen. Dabei haben die Sozialdemokraten seit Jahrzehnten ein attraktives «Grundprogramm», die soziale und ökologische Marktwirtschaft. Dagegen kann ausserhalb des faschistischen Lagers eigentlich niemand etwas haben. Ihr Problem liegt offensichtlich in der praktischen Umsetzung.

Am «Niedergang» des Industrieproletariats und der Gewerkschaften liegt es nicht; die Sozialdemokratie ist schon längst «mittelständisch». Sie ist vielmehr das Opfer ihres eigenen Erfolgs: Fast alle anderen sind inzwischen auch Sozialdemokraten, sogar die Konservativen. Dort schleppen sie zudem keine «sowjetischen Altlasten» mit sich herum, welche zu Recht immer noch nachwirken. Je «etatistischer» nämlich die Lösungsvorschläge der Sozialdemokraten daherkommen, desto stärker melden sich die...

02.12.2019

Als die Ständeräte noch lauter altgeborene Neandertaler waren, haben sie sich die Regel verpasst, wonach ein Neugewählter während seiner ganzen ersten Session das Maul halten muss. Diese Regel missachtet aber nicht nur den «Wählerwillen», sondern ist ein sackgrober Verstoss gegen die Meinungsäusserungsfreiheit überhaupt und müsste sofort abgeschafft oder zumindest angefochten werden.

Wenn schon Zensur, dann macht man das über eine strenge Amtszeitbeschränkung. Die trifft aber nicht diejenigen, welche für frischen Wind sorgen, sondern eben die Neandertaler selber und ist sogar ein fürsorglicher Akt. Denn dadurch wird für sanfte Landungen in jenen ausweglosen Sackgassen gesorgt, in die sie sich von ihrer zweiten bis hin zur siebenundvierzigsten oder achtundfünfzigsten Session ungebremst hineinpalavert haben.     

(Nb: Am besten schafft man die Parlamente gleich vollständig ab, entmachtet die Parteien, demokratisiert die Exekutiven und Judikativen und flankiert diese auf alle...

26.11.2019

Bundesratsgequassel ohne Ende: Es ist kaum mehr auszuhalten. Daher äussern wir selber uns nur heute nochmals dazu und dann ist garantiert Schluss. 

Das Gequassel ist völlig unverhältnismässig. Denn längst ist klar: Was gegenwärtig und in absehbarer Zukunft in der Schweiz geschieht, wird eh von «fremden» Ministern und Direktoren in der OECD und vor allem in der EU entschieden, sei es über Bankgeheimnis, Währung, Schengen oder Personenfreizügigkeit. Hinzu kommt der «Zwang zur Europarechtskompatibilität» in Hunderten von anderen, weniger bekannten Geschäften. Die SVP hat schon Recht, doch ist das, was sie kritisiert, völlig in Ordnung. Nur Idioten sperren sich freiwillig ein. Einziges Problem dabei: Keine Mitbestimmung. Die Benelux-Staaten machen es seit Jahrzehnten besser. Weder der niederländische Konzernstandort noch der belgische (Extrem-)Föderalismus sind in der Union untergegangen. Auch der Kleinstaat Luxemburg nicht, und weil sie von Anfang an aktiv dabei waren, haben sich Belgien u...

22.11.2019

Anscheinend gehört es zum Leben im Mittleren Osten, dass man ununterbrochen Sauereien veranstaltet. Spätestens seit 9/11 vergeht kein Tag, an dem wir nicht eine oder mehrere Meldungen über Mord und Totschlag über uns ergehen lassen müssen. Der absolute Tiefpunkt war bis jetzt wohl der von mächtigen Saudi-Arabern mitfinanzierte Islamische Staat, aber man kann sich schwer vorstellen, dass sich solche «Experimente» nicht wiederholen werden. Die Sauereien im Irak, in Syrien, in Libyen und in Afghanistan werden nie mehr aufhören, ebenso wird Israel ewig das Leid der Holocaust-Opfer missbrauchen und sich weiterhin alles erlauben, was ein einigermassen zurechnungsfähiger Gott verboten hat. Man muss da realistisch bleiben.

Manchmal denkt man wirklich, im Mittleren Osten sei die Atombombe nicht das Problem, sondern die Lösung. Man könnte fürs Erste ja mal nur den Kern anvisieren und ehemaligen Kulturnationen wie Ägypten, Iran oder Türkei nochmals eine Chance geben. (Wenn präzis gearbeitet wird,...

20.11.2019

Was wir in den Einwürfen 57, 92 und 139 insinuiert hatten, ist jetzt Mainstream: Ignazio Cassis soll raus aus dem Aussenministerium und wenn möglich gleich auch aus der Landesregierung. Sicher ist, dass selbst Ueli Maurer kein schlechterer Aussenminister wäre. Und als ob er seine Unfähigkeit gleich selber noch bekräftigen müsste, hat Cassis darauf gesagt, er gehe sehr gerne zur Arbeit und man habe eben etwas gegen die Tessiner. Während der Rassismusvorwurf so ziemlich die faulste Ausrede ist, die man überhaupt mobilisieren kann («Lernen von Netanyahu»), ist das «gerne arbeiten» schlicht und einfach dumm («Lernen von Federer»). Wo bitte ist da ein qualitativ überzeugendes Argument? Eigentlich müsste er ja wenigstens zugeben, dass ihm die SVP seinen Job vermasselt, aber dazu ist er zu feige, und das spürt man sogar physisch.

Wetten, dass Herr Cassis im Dezember aber trotzdem wiedergewählt wird und Aussenminister bleibt. Die Sauhäfeli-Sauteckeli-Besitzstandswahrer werden schon dafür sorgen...

18.11.2019

Evo Morales ist wie Robert Mugabe einer von denen, welche sich als Hoffnungsträger Respekt verschaffen und lebenswichtige Reformen durchsetzen. Aber dann treten sie nicht mehr ab, werden arrogant und korrupt und ramponieren so aus eigener Kraft ihren guten Ruf, ohne dass der «böse Feind» auch nur einen kleinen Finger rühren muss. (Daneben gibt es bekanntlich noch jene, welche zwar gehen müssen, sich dann aber wie Tony Blair, Barack Obama oder Joschka Fischer vom «bösen Feind» übertölpeln oder gar einkaufen lassen.)

In der Schweiz sorgt das «System» dafür, dass es nicht so weit kommen kann. Es finden so zwar keine Reformen statt, aber die haben wir bekanntlich gar nicht nötig. Dafür können sich auch die notorischen Sesselkleber nicht in kriminelle Monstren verwandeln. Das höchste ihrer Gefühle bleibt somit eine Fossilienexistenz im Ständerat.

Die meisten Ständeräte sind früher schon jahrelang im Nationalrat und/oder in irgendeiner Kantonsregierung gehockt. Mitglieder einer «Chambre de ré...

10.10.2019

Man hat zurzeit den Eindruck, in der ganzen Welt werde gewählt. Auch in der Schweiz wird gewählt, und ehrlich gesagt, wir sind ganz froh, dass wir uns am 19. Oktober und den Wochen darnach dann am anderen Ende der Welt aufhalten werden. So haben wir wenigstens diese endlosen Reportagen und Kommentare nicht um die Ohren, die so tun, als ginge es um das Schicksal der Menschheit. Dabei wird sich wie immer so gut wie nichts verändern. Nicht einmal die blödsinnigsten SVP-Plakate haben die Gemüter gross beschäftigt. Sie sind voll ins Leere gelaufen, im Grunde genau das, was sie verdient haben. Auch die anderen Plakate sind zum Gähnen. Alle sehen gleich aus, sie lachen gleich, sie haben die gleichen Glatzen, Brillen und Krawatten (Männer) und die gleichen aristokratischen Frisuren und weissen Zähne (Frauen). Wen man leider nie sieht: Die charakterlich sauberen und in ihrer Wertehaltung transparenten parteilosen «Randfiguren», welche zweifellos die Besten wären. Stattdessen haben wir wieder ha...

29.09.2019

Das ist mittlerweile sonnenklar: Donald Trump hetzt alle aufeinander los, damit letztlich jeder Einzelne auf ihn angewiesen ist. Darum unterhält er auf den Latrinenwegen auch ausgezeichnete Beziehungen zu jenen Schurken, welche er vordergründig als Erzfeinde bezeichnet, und alle fallen darauf herein. «Teile und herrsche» nennt man das, oder besser noch: «Twitterterrorismus».

Besonders stark wirkt Trumps Spaltpilzgift jetzt in Grossbritannien. Wegen dem Brexit versinkt das Land in einem tiefen Morast und schafft es nicht mehr, sich daraus zu befreien. Dabei gibt es hier nur eine Lösung: Die Brexit-Abstimmung wiederholen. Die Leute sollen die Gelegenheit erhalten, sich die nationalistische Vergiftung wieder abzustreifen, die man ihnen aufgeschwatzt hat, und in der EU zu bleiben. Oder sie bestätigen, dass sie diese Vergiftung tatsächlich wollen, treten definitiv aus und geniessen den tiefen Morast. Durch einen vertragslosen Brexit natürlich, denn die EU bewegt sich zu Recht nicht mehr. Die...

26.09.2019

Aufgrund eines Gerichtsurteils dürfen die britischen Parlamentarier jetzt wieder in ihrem Unterhaus herumblöken («Nnjääää!»). Es ist ja schön, wenn die Gerichte noch wirkungsvoll für Ordnung sorgen können, doch als Boris Johnson die «Mutter aller Parlamente» in die Zwangsferien geschickt hat, war das nicht unbedingt sein schlechtester Entscheid. Diese Abgeordneten haben ja jahrelang ganz klar vordemonstriert, wie unfähig sie sind, ihr Land aus der Brexit-Kloake wieder heraus zu lotsen, wohin auch immer.

Aber das hat man halt von der kindischen Parteienwirtschaft, und was in Grossbritannien jetzt vorgeht, spielt sich auch in vielen anderen Staaten ab. Man merkt es einfach nicht so schnell, es sei denn, es komme, wie manchmal in Italien, gleich zu einer Schlägerei. In Israel wählen sie ja bald alle 3 Monate ein neues Parlament. Auch das ist ein Kasperletheater, worauf man lieber verzichten würde. In Österreich wird es kaum viel besser herauskommen, und wie das Parlament in der Schweiz die...

17.09.2019

Das Parlament will den Zivildienst unattraktiv machen. Aber das schafft es nicht, und erst recht nicht, wenn es die Diensttage erhöht. Denn dadurch fördert es genau das, was es eigentlich gar nicht will, was aber total gut ist, nämlich einen Zivildienst, der der Gesellschaft echt etwas bringt. Logisch: Je länger die Einsätze in den Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereichen dauern, desto professioneller werden sie.  

Typisch Parlament: Es will, völlig realitätsfern, eine der nachhaltigsten gesellschaftspolitischen Innovationen der jüngsten Zeit einfach wieder vernichten. Auch typisch Parlament: Wenn es um die Armee geht, verwandeln sich die grössten Marktfanatiker null Komma plötzlich in stalinistische Staatsmonopolisten. Wenn Sie mich fragen: Solche Leute sind schizophren und damit eine grosse Gefahr für die öffentliche Ordnung. Anscheinend wird man am einfachsten dann Parlamentarier, wenn man geisteskrank ist. («Es geht nicht an», «Das kann es nicht sein», «Das ist kontraproduktiv»,...

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