WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

05.08.2020

Mit der «Teileroberung» von Hongkong haben die Chinesen offengelegt, dass sie mittlerweile genau so frech geworden sind, wie man ihnen das schon lange vorgeworfen hat. Auch verbal greifen sie immer öfter zum Zweihänder, lesen vor allem den Amerikanern die Leviten und haben dabei erst noch Recht. Das machen sie an sich richtig, denn sonst getraut sich ja niemand, dem «Vierten Reich» den Tarif durchzugeben. Blöd ist nur, dass die Chinesen auch auf dem politischen Parkett die äusserst gelehrigen Schüler spielen und nun drauf und dran sind, auf dieses «Vierte» ein «Fünftes» folgen zu lassen. Vom Genozid bis hinab zur Adipositas machen sie den Amerikanern nämlich einen Schurkenstaaten-Seich nach dem anderen nach, und seit in Washington der Oberschurke Trump regiert, geschieht das logischerweise schon bald im Twittertakt*. Auch die engen Verbindungen von Firmen wie Huawei und TikTok mit den Geheimdiensten überraschen keinen, der das Weltgeschehen einigermassen eigenständig beobachtet. Der gr...

04.08.2020

Es gibt wohlmeinende Politiker, welche dem Bundesanwalt den freundschaftlichen Rat geben, sich nun endlich ruhig zu verhalten, um seine künftige Berufslaufbahn nicht auf das Spiel zu setzen. Aber die haben ja keine Ahnung. Der muss sich überhaupt keine Sorgen machen. Je blöder er sich aufführt, desto weniger. Denn erstens ist er Jurist, und Juristen sind nie arbeitslos, egal wie kriminell sie sind. Und zweitens beweist er mit seinem Theater, dass er sich als oberster Weltkonzernwachhund geradezu aufdrängt. Denn dafür sind genau die Eigenschaften gefragt, die er besitzt und ausspielt: Ableugnen, Absitzen, Verdrängen, Verschweigen, Vergessen, Nichtstun. Notfalls kauft man Kläger mit einem Vergleich, und wenn auch das nicht funktioniert, aktiviert man milliardenschwere Kriegskassen.  

Jene Politiker, die ihn im letzten Jahr wider besseres Wissen nochmals gewählt haben, funktionieren übrigens auch so. Statt als Wachhunde empfehlen sie sich über das Parlament einfach gleich als Hündeler (Ver...

03.08.2020

Spätestens seit diesem bewegten Jahr 2020 wissen wir nun, warum fremde Richter nichts wert sind: Sie sind zu intelligent. Es braucht da nämlich dringend Personal, welches das Holocaustdenkmal nicht kennt. Am besten kennt es auch den Holocaust selber nicht. Oder es ist zwar im Bild, tut aber je nach Börsenstand oder sexueller Notlage alles als Verschwörungstheorie, Terroristenfantasie oder kommunistische Propaganda ab, was nicht in die Parteilinie passt. So wie Donald Trump das vormacht, und kein einziger Chinese könnte das besser als der.    

Mit der Holocaustdenkmalgeschichte hat die «SVP-Elite» ihren ultimativen Dumm- und Falschheitsbeweis geliefert, ein praktisch unüberbietbares Meisterstück. Kürzlich ist zudem bekannt geworden, dass man sich auf einen «Ehrenkodex» einschwören muss, wenn man von ihr gefördert werden will. Da wird dir dann so eine Art Schauprozess gemacht. Lernen von Stalin. Stalin? War das nicht der Allerböseste von allen Kommunisten aller Zeiten? Eben nich...

04.07.2020

Trump zeigt immer mehr sein wahres Gesicht. Nun beschimpft er alle, welche gegen die «amerikanische Geschichte» Sturm laufen. Er hätte geradesogut sagen können, er hasse die Indianer und die Afroamerikaner. Denn schliesslich verlangen die eine neue Sicht der widerlichen Dinge, die früher passiert sind und auch heute noch passieren.

Von Trump ist man sich ja schon einiges gewohnt; zusätzliche Aufregung lohnt sich deswegen kaum mehr. Zumal seine Fans alle ohne Masken zu seinen Rallies rennen. Wenn sie sich so gleich selber auslöschen, umso besser. Sie sind eh unbrauchbarer rechtsextremer Abfall.

(Was macht eigentlich der Vizepräsident, ausser einfach blöd danebenstehen? Kann man den nicht einsparen? Offensichtlich geht es ja auch ohne «First Lady-Querschüsse».)

Auch unser Trump Blocher zeigt sein wahres Gesicht. Ausgerechnet jetzt, in einer Wirtschaftskrise und eine halbe Ewigkeit nach seiner Abwahl als Bundesrat, fordert er eine millionenhohe Altersrente. Dabei war er bloss vier Jahre lang...

02.07.2020

Die akademische Welt ist erstaunt, dass der Rechtsextremismus aus dem Coronavirus und den davon abgeleiteten wirtschaftlichen Nöten wenig bis gar kein Kapital schlagen kann. Schon wieder so ein «Gesetz», das nicht «funktioniert» (wie jenes von der Hyperinflation nach einer grossen Geldschwemme)!

Aber manchmal lernt man halt doch aus der Geschichte. Heute wissen wir, was nach der Weltwirtschaftskrise in den Dreissiger Jahren passiert ist, und aufgeweckte Beobachter mobilisieren sofort, wenn sich die braune Brut wieder bemerkbar macht. Ob ihre Kräfte letztlich ausreichen, steht noch offen. Aber im Zuge von Corona war es bis jetzt so, und das sind doch mal wieder «good News».

19.06.2020

Trump: Du bist ein Verräter.

Bolton: Ist das jetzt ein Selbstgespräch? 

Trump: Wie kommst du denn darauf?

Bolton: Weil du ein Verräter bist, nicht ich.

Trump: Wie kommst du denn darauf?

Bolton: Du hast dein Land verraten.

Trump: Eben nicht ich, sondern du.

Bolton: Wie kommst du denn darauf?

Trump: Du schreibst dummes Zeug.

Bolton: Egal, aber es stimmt.

Trump: Egal, aber das macht man nicht.

Bolton: Doch, das macht man, wenn die nationale Sicherheit auf dem Spiel steht.

Trump: Nein, das macht man nicht, weil man erst so die nationale Sicherheit auf das Spiel setzt.

Bolton: Mit der Wahrheit?

Trump: Mit Lügen.

Bolton: Du hast gelogen. Was soll ich denn gelogen haben?

Trump: Alles, und überhaupt ist das gar nicht wichtig. Die Illoyalität ist das Verbrechen.

Bolton: Die Illoyalität zu einem Lügner?

Trump: Finnland gehört zu Russland, fertig Schluss.

Bolton: Das ist falsch.

Trump: Wenn ich sage, es sei wahr, dann ist das so. Ich bin der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Bolton: Das solltest du sein,...

18.06.2020

Als Kompensation zu einem amerikanischen Truppenrückzug aus Deutschland ist das «Fort Trump» in Polen wieder in die Schlagzeilen geraten. Das macht durchaus «Sinn», und wir hätten dafür auch einen für Operationen zur Schaffung und zum Unterhalt von «Dreckslöchern» massgeschneiderten Standortvorschlag. Er beginnt mit A. und befindet sich in der Nähe von Krakau. Den Segen der (neuen und alten, lebendigen und toten) Päpste haben sie auf sicher, und jenen der Russen- und Kommunistenhasser erst recht. Wir warten jetzt nur noch darauf, dass Trump die Novemberwahlen wegen seiner Coronasauerei auf unbestimmte Zeit vertagt. Dann steht dem Bau seines Forts nichts mehr entgegen.

14.06.2020

Kolumbus: Denkmal bitte stehen lassen. Magellan, Livingstone, Stanley, Humboldt, Darwin und (vor allem) Nansen: Ebenfalls stehen lassen. Die haben keine grossflächigen Völkermorde veranstaltet, Wagner und Nietzsche auch nicht. Es gibt bessere Ziele: Cortés und Pizarro zum Beispiel, oder die Monarchen, in deren Dienst solche Leute standen. Ferry, Rhodes und Churchill sind auch nicht schlecht. Churchills Heiligenschein nervt schon seit Jahrzehnten. Wenn er sich nicht an Hitler hochgeschaukelt hätte, wäre er heute wohl nur noch als Kolonialist bekannt. Ein Riesenschwein war der belgische König Leopold II. Seine Hinterfotzigkeiten wirken bis heute nach. Wegen dem hätte man auch in Brüssel eigentlich schon längst ein Holocaust-Denkmal aufstellen müssen. «Bloss» wegen Anne Frank und anderen Juden waren seine einem alttestamentarisch-fundamentalistischen Protestantismus zugeneigten niederländischen Nachbarn aber nicht besser. Sie pflegten ihren eigenen kolonialen Wahnsinn, und dazu gehörten n...

10.06.2020

Trump will die staatliche Post abschaffen. Das ist keine Überraschung, denn er will sowieso alles abschaffen, was nach Staat riecht. Darüber kann man sich zwar ärgern, aber man kann sich darüber auch amüsieren. Denn konsequent zu Ende gedacht, müsste er ja auch die Regierung und damit sich selber abschaffen, und das wäre dann wohl die mit Abstand am wenigsten blöde Aktion seiner ganzen oberblöden Twitterkarriere. 

05.06.2020

Sie sagen, Utopien und Visionen seien etwas für den Psychiater, «pragmatisch» müsse man sein, nur die «Politik der kleinen Schritte» bringe etwas. Was sie nicht sagen: Es kommt natürlich darauf an, worum es geht. Denn wenn die «Gegner», egal auf welchem Gebiet, mit mutigen «unternehmerischen» Pilotprojekten aufwarten, hat man im Gegensatz zu den eigenen Glaubensbekenntnissen gar keine Freude daran. Dann heisst es nur noch, das sei «Pflästerlipolitik» und das Problem müsse in einem globalen Rahmen gelöst werden. («Ich nicht, der andere auch».) Also mit Trump, Putin, Xi Jinping, Australien, Israel, Saudi-Arabien und Iran: Utopischer und visionärer geht nicht mehr, und jetzt braucht es tatsächlich den Psychiater.

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