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WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

06.12.2019

Am 29.11.2019 hat es ein Journalist des «Tages-Anzeigers» gewagt, das Wort «obszön» mit Roger Federer in Verbindung zu bringen. Das geschah vor dem Hintergrund einer Serie von «Showspielen» in Lateinamerika und war für mich so etwas wie ein längst fälliger Befreiungsschlag aus einem totalitären Würgegriff. Der Text macht nämlich (durchwegs seriös) auf die Abgründe aufmerksam, welche sich hinter Federers «Teflonauftritten» auftun. Ergänzend dazu noch das: Kürzlich habe ich in Tokio ein wenig im peppig aufgemachten Flagship-Store von Uniqlo «herumgewühlt». Die Qualität der Klamotten dort ist sehr gut, die Preise sind aber so niedrig, dass man sich kaum vorstellen kann, keine (Festland-)Sklavenarbeit in den Fingern zu haben.

Federer zu kritisieren ist natürlich Gotteslästerung, und wenn es um Religion geht, hört der Spass auf. Das lehren uns nicht nur der Islamische Staat und die jüdischen Siedler in Palästina. Kein Wunder, hat der «Tages-Anzeiger» schon am 30.11.2019 postwendend und vorso...

03.12.2019

Beat Feuz findet Winterolympiaden in Asien nicht so toll (Interview im «Tages-Anzeiger» vom 29.11.). Wir auch nicht. Wir finden sogar, dass man die Skiweltmeisterschaften ersatzlos abschaffen und stattdessen den Weltcupsiegern der einzelnen Disziplinen die Weltmeistertitel verleihen sollte. In der Formel I ist das seit Urzeiten selbstverständlich, und so gäbe es auch im Skisport diese schrägen Wind-und-Wetter-Zufallsweltmeister nicht mehr, die ihre Titel nachher jahrelang bestätigen wollen und dabei elendiglich scheitern.

Für den Olympiasieg hinwiederum könnte man im Olympiajahr das aus anspruchsvollen «Klassikern» erzielte Punktetotal nehmen. Bei der Herrenabfahrt zum Beispiel wären das Kitzbühel, Wengen, Garmisch, Bormio und Val d’Isère, wobei Kitzbühel dreifach und Wengen doppelt gewichtet würden. Für die Goldmedaille bräuchte es aber mindestens einen Sieg an einer dieser Stationen. (D.h. wer nie gewinnt und trotzdem am meisten Punkte hat, kriegt «bloss» die silbrige. So ähnlich müss...

01.10.2019

Die Fussballerin des Jahres ist endlich einmal wieder eine richtig sympathische Spitzensportlerin. Denn sie unterscheidet sich wohltuend von den anderen 99%, welche bloss Doping fressen, ihren Körper zugrunde richten, die geistige Verblödung in Kauf nehmen, mit hässlichen Rennwagen herumfurzen, Steuern hinterziehen, kitschige Werbungslawinen lostreten, schwachsinnige Interviews geben und/oder patriotisch-nationalistische Scheisse absondern.

Spitzensportler gelten als Vorbilder. Das ist natürlich ein Quatsch, denn was die (siehe oben) im Kopf haben, bringt, im Gegensatz zur Gesinnungsethik von Gandhi, Snowden und Co., dem Normalo überhaupt nichts. Aber wenn es denn schon ein Vorbild braucht, dann ein solches wie Megan Rapinoe. Sie steht voll und ganz zu ihren Werten, sie hat Rückgrat, sie lässt sich weder kaufen noch verbiegen, sie hat Fantasie und Humor, sie ist intelligent, gesellschaftskritisch und sozialkompetent und sie hat auch ästhetisch einen verdammt guten Geschmack. Was will ma...

27.05.2018

Das Beste, was einer wie er nach einer derartigen Katastrophe gegen Real Madrid machen kann, ist, sofort zurückzutreten, ein Jahr lang ins Kloster zu gehen und dann in der untersten Amateurliga wieder ganz von vorn zu beginnen: Busse tun, sich Dilettanten anerbieten, Sicherheit zurückgewinnen, Heldenstatus aufbauen und am Schluss doch noch die Champions League gewinnen, egal mit wem.

Ja, Karius hat einen Riesenmist gebaut, aber seine Vorderleute hätten halt auch Tore schiessen oder ihren Schlussmann besser abschirmen müssen. Und IQ-EQ-XQ-Jahrtausendgenies wie Lothar Matthäus tun jetzt wohl sehr sehr sehr gut daran, endlich für immer und ewig ihr konkurrenzlos höchstbegabtes Maul zu halten. Es ist ganz einfach nichts wert.

14.03.2018

Viele schimpfen, dass die Winterolympiaden nicht mehr in «traditionellen» Wintersportorten durchgeführt werden, sondern irgendwo in einer asiatischen Pampa mit einem totalitären politischen Umfeld.  

An diesem Ärger sind die Sportler und ihre Verbände aber selber schuld. Denn sobald sie eine konsequent eingehaltene Obergrenze von 50 Wettbewerben beschliessen, bin ich sofort wieder für Winterolympiaden, auch in der Schweiz. Werden neue Wettbewerbe eingeführt, muss man halt mit alten abfahren, und innerhalb von einzelnen Sportarten ist sowieso ein Abbau von Wettbewerbsorgien angesagt. (Typische Beispiele: Eisschnelllauf, Ski nordisch und Ski alpin.) Ausserdem müssten alle jemals ertappten «Dopingsünder» unwiderruflich-lebenslänglich von sämtlichen Olympiaden ausgeschlossen werden, und dafür bräuchte es selbstverständlich ein transparentes, flächendeckendes und kompromissloses Präventions- und Kontrollsystem. Unter Prävention verstehe ich unter anderem auch die Androhung von ruinösen...

18.02.2018

Federer hier, Federer dort, Federer oben, Federer unten, Federer hinten, Federer vorn, Federer links, Federer rechts. Federer historisch, Federer ausserirdisch, Federer total.

Ja, er ist immer nett, er hat die beste Familie, er macht alles richtig, er ist perfekt. Ja, er ist der Einzige, der kein Doping nimmt und er ist auch der Einzige, der sein Geld verantwortungsvoll anlegt. Ja, er ist ein Botschafter und ein Vorbild. Ja, er ist Jesus Christus.

Aber nun reicht’s langsam. Was ist eigentlich sein Job? Genau: Bälleli über ein Netz schlagen. Fertig.

08.02.2018

Vom Sport lernen? Ja, das kann man: Wie man andere betrügt und wie man von anderen betrogen wird. Auch zur Korruption und zur Abzockerei liefert der Sport herausragende Fallstudien.

Die bevorstehende Olympiade macht keine Freude. Wir werden erstmals keinen einzigen olympischen Wettkampf mehr am Fernsehkasten mitverfolgen.

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