WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

03.04.2020

(Fortsetzung von 253) Freitagnachmittag im Sihlwald und auf dem Horgenberg: Papi mit Kindern, so weit die Augen reichen: Vitaparcours, Finnenbahn, Velo fahren, Verstecken spielen, Bächli stauen, Steckli sammeln, Fürli machen, Wurst braten, Tschüttele, Rutze. Ab und zu einfach mal ein Telefon. «So tun als ob» ist immer noch besser als totale Funkstille (die eh keiner mehr aushält).

31.03.2020

Heute abend im Sihlwald und auf dem Horgenberg: Frauen, so weit die Augen reichen, die jungen im Sportdress und die alten mit einem Hund. Ab und zu auch noch ein verlorener Mann auf einem Velo, ein junger ohne, ein alter mit Motor.

29.11.2019

Hans: «Als Rentner hast du kaum mehr Zeit, gemeinsam Glühwein zu trinken, so viel Zeug musst du noch nachholen, das früher wegen der beruflichen Belastung nicht drinlag».

Fritz: «Ja, zumal früher der Glühwein wegen dem Networking auch noch zum Beruf gehörte, und wenn du wie ich jetzt jedes Jahr vier Monate lang auf Auslandreisen bist, wird es mit dem gemeinnützigen Engagement, den künstlerischen Aktivitäten, dem grossen Garten, dem Fitnesscenter, der Wandergruppe, dem Jassclub, dem Schachclub, den Sprachkursen, den Kochkursen, den Ehemaligenvereinen, den Rotariern, der Stiftung Wirtschaft und Umwelt, den Freunden der FDP, den Freunden der NZZ, dem Hund und den Enkeln besonders anstrengend, und dazu will meine Frau noch jede Woche in einem gediegenen Restaurant dinieren. Man spürt das Alter halt schon ein bisschen».

Peter: «Darum reise ich jetzt nur noch für zwei bis drei Wochen nach Skandinavien, auf dem Schiff, mit dem Zug, per Velo und zu Fuss. Dort musst du dich auch nicht ständig mit...

18.03.2019

Kevin hat geträumt, Yannick sei mit einer Reisegruppe unterwegs gewesen, irgendwo in einer mehrere komische Nationen abdeckenden Dritteweltpampa, und sein Bus habe wie erwartet stets dort angehalten, wo es eine Chauffeur-Kneipe und einen Souvenirshop gab. Alles andere wären schliesslich kriminelle Handlungen gegenüber der einheimischen Bevölkerung gewesen. Immerhin konnte man diesen Orten davon ausgehen, dass die Toiletten etwas weniger dreckig waren als in einem indischen Slum.   

Nun seien aber in Yannicks letztem Reiseland die Touristen-Toiletten mitten in die Kleiderabteilungen von Supermärkten integriert worden. Wer sich erleichtern wollte, musste also in so einen Laden gehen, wo sie die Schüsseln zwischen den Auslagen aufgestellt hatten. Der Laden habe dann immer fürchterlich gestunken, dagegen seien die SBB-WC Pfirsichpuderdosen. Auf eine Art selbstverständlich und doch auch wieder erstaunlich, denn ausser Yannick habe sich gar niemand auf diese Schüsseln gesetzt. Yanni...

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