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WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

01.04.2020

Es gibt Unwörter des Jahres, aber es gibt auch Unwörter des Jahrzehnts und des Jahrhunderts, Dauerunwörter. «Innovativ» ist so eines, «kontraproduktiv» ein anderes, und auch «unternehmerisch» gehört in diesen Topf.

Was «innovativ» ist, wissen wir inzwischen sehr gut, nämlich nur das, was technisch neu ist. Politische Reforminitiativen oder künstlerische Kreativitätsschübe sind nie innovativ, sondern bestenfalls utopisch und/oder verrückt.

«Kontraproduktiv» ist einfach erklärt: So benennt man alle Ideen und Aktionen, die man nicht will, obwohl man so tut, als finde man sie «grundsätzlich» gar nicht so schlecht.    

Aber was ist «unternehmerisch»? Der «Duden» sagt trocken: «Einen Unternehmer betreffend, ihm gemäß, zu ihm gehörend». Wir wollen da etwas «empirischer» sein. Demnach ist «unternehmerisch» vor allem «regulationsavers», d.h. die optimalen «Rahmenbedingungen» (auch so ein fürchterliches Unwort) sind: Keine Steuern, keine Qualitätsnormen, keine Arbeitsgesetze, keine Umwelt...

29.03.2020

Als wir die ewige Top Ten-Rangliste der Wissenschafter aufstellten (Einwurf 222), hatten wir nur einen einzigen Ökonomen darauf (Dennis Meadows), und den eigentlich primär als Ökologen und als Repräsentanten der Interdisziplinarität des Club of Rome. Auch Karl Marx war ein Ökonom, aber ihn schoben wir den Philosophen zu, so wie wir den Urwalddoktor Albert Schweitzer wegen seiner Ethik in der Religion versorgten.

Bei den Ökonomen im engeren Sinn führen wir diese vier zuoberst: Keynes, Smith, Piketty und Sen. Wie Marx ist auch Smith in der humanistisch-aufklärerischen Geistestradition zu Hause. Statt von den Russen und den Chinesen wurde Smith einfach von den Angelsachsen missbraucht. Nie im Leben würden wir daher selbst unter den Top Ten Extremisten wie Hayek oder Friedman klassieren. Das waren im besten Fall Schönwetterprofessoren und im schlechtesten Faschismuspromotoren (Pinochet, Thatcher). Was deren Theorien wert sind, sieht man gerade jetzt mit dem «Prüfstein Corona»: Absolut krise...

27.03.2020

Coronavirus: Anscheinend wollen verschiedene Unternehmen jetzt die Dividenden 19 kürzen und das den bevorstehenden Generalversammlungen so vorschlagen. An sich macht das keine Freude, denn man bestraft damit bloss die Investoren mit langfristigen Anlagehorizonten. Ich kann aber damit leben, wenn gleichzeitig die variablen Vergütungen blockiert und die fixen von VR und GL bei maximal CHF 1 Mio. für Vorsitzende und bei CHF 0.5 Mio. für alle anderen gedeckelt werden.    

«Am gleichen Strick ziehen» heisst «Opfersymmetrie» in allen Bereichen und auf allen Ebenen: Solange die Besitzer von «nicht überlebensnotwendigen Hunden» jeden Tag mehrmals im Quartier oder im Dorf herumspazieren dürfen, lasse ich mich als (mittlerweile wohl schon immunisierter) Rentner auch nicht von meinen wöchentlichen Einkäufen und Waldläufen abhalten.

19.02.2020

Wenn an kommerzielle Firmen ethische Forderungen gestellt werden, reagieren sie immer gleich: Gesetzliche Vorschriften werden kategorisch abgelehnt, aber auf freiwilliger Basis, sagen sie, würden sie schon längst an der besten aller Welten arbeiten. Klar meinen sie damit auch weiterhin zu mindestens 95% Gewinnmaximierung und Shareholder Value (also die Hayek-Friedman-Ideologie), auch wenn sie das jetzt wohlweislich nicht mehr so schnell und offen zugeben.

Theoretisch ist das «Trickle-down» zwar grossartig, denn wozu brauchen wir überhaupt einen Staat, der nichts als eine schmarotzende Mittelsmann-Funktion ausübt? Die Wirklichkeit sieht aber anders aus; das weiss und/oder spürt jeder Idiot. Wenn die Freiwilligkeit wirklich funktionieren würde, wären wir schon längst im Garten Eden. Das Gegenteil ist der Fall. Die Freiwilligkeit hat uns eine Weltsauerei nach der anderen beschert, vor allem die angelsächsische. Deren Rivalen haben sie dann einfach mehr oder weniger schweinisch nachgeäfft:...

18.02.2020

Wegen dem Corona-Virus heisst es nun, es seien bald zu wenig Medikamente verfügbar. Es geht aber um mehr als um Medikamente aus China, es geht um den Billigimport generell.

Die Seuche ist zwar keine Strafe Gottes, hat aber doch auch ihre positiven Seiten. Vielleicht bringt sie uns zur Erkenntnis zurück, dass wir nicht immer sofort jede Menge von irgendwelchem neuem Zeug haben müssen und wenn möglich noch gratis. Vielen tut es sicher auch einmal gut, seriös zu lernen, mit Knappheiten umzugehen, auf die natürliche Umwelt zu achten und die (eigenen und fremden) Nerven zu schonen. Und die globalen Zocker sollen endlich aufhören, sich mit asiatischen Sklavenheeren goldene Nasen zu verdienen.

Würden sich die Leute vernünftiger verhalten, gäbe es die Pharma-, die IT-, die Finanz- und alle anderen «-Riesen» erst gar nicht. Ständig wird über Stress, Dreck und Ungerechtigkeit gejammert. Das Virus hat nun das Zeug, hier korrigierend einzuwirken: Entschleunigend, ressourcenschonend und empathisch. 

05.02.2020

Wissen Sie, was Konzernökologie ist? Keine Sorge, die gibt es gar nicht. Die Unternehmer im Dienst (oder im Würgegriff) der Finanzoligarchen sagen nämlich, für den Umwelt- und Klimaschutz sei die Politik zuständig. Dafür brauche es nationale Gesetze und internationale Vereinbarungen, die für alle gleichermassen gelten. In der Politik aber geschieht auch nichts, denn jene Politiker, welche gerne etwas tun würden, werden von den Konzernchefs abgelehnt. Die seien zu «interventionistisch», sagen sie, und sorgen über ihre Lobbyisten und andere nützliche Idioten dafür, dass grüne Programme chancenlos bleiben und die grüne Konkurrenz dadurch auch kein Geld verdienen kann. So funktioniert «Konzernverantwortung».       

29.12.2019

Wissen Sie, was «wirtschaftsfreundlich» ist? Gut, Sie können es sich einfach machen und sich an den Multimilliardären orientieren. Die müssten es ja am besten wissen. Nun ist die Wirtschaft aber für alle da und nicht nur für die. Was deren Wirtschaft nützt, nützt der Wirtschaft von hungernden Migranten wahrscheinlich nicht gerade viel. Oder etwa doch? Sie sehen: Schon haben wir den Salat. 

Das Problem liegt darin, dass «wirtschaftsfreundlich» viel zu schnell mit «marktmächtig» gleichgesetzt wird. Deshalb gelten jene, welche gegen eine asoziale und unökologische Marktmacht antreten, als «wirtschaftsfeindlich», obwohl sie eigentlich für Solidarität und Wohlbefinden einstehen. Mit Wirtschaft hat das a priori gar nichts zu tun. Klar kann sich eine griffige Sozial- und Umweltpolitik negativ auf die Wirtschaft der Multimilliardäre auswirken, d.h. sie muss das sogar. Ob dann die Wirtschaft des Rests der Welt floriert, hängt jedoch davon ab, wie die potenziellen und realen Ressourcen umverteilt...

12.12.2019

Hat ein Chef zehn Leute in seinem Team, sind ihm sicher fünf davon fachlich überlegen, vielleicht nicht durchs Band, aber doch in mehreren betrieblich wichtigen Angelegenheiten. Wie soll er sich nun verhalten? Wenn er eine Führungspumpe ist, dann hat er grundsätzlich zwei Optionen: Nachgeben und Platz machen oder Mobben und Hinausekeln. Option 1 ist aber masochistisch und funktioniert normalerweise nur, wenn er von seinem eigenen Vorgesetzten desavouiert wird. Option 2 hingegen ist zwar infantil und «alte Schule», leider aber nach wie vor sehr populär. Das Motto ist «Teile und herrsche», d.h. man hetzt die Cracks aufeinander los, indem man ihnen zum Beispiel identische Aufträge erteilt, ohne dass sie das merken. Oder man gibt ihnen für ein und dasselbe Geschäft unterschiedliche Anweisungen usw.  

       

Wenn der Chef keine Führungspumpe ist, dann weiss er, dass seine Rolle nicht darin besteht, überall der fachlich Beste zu sein (das geht ja gar nicht), sond...

10.10.2019

Die G-20 und die OECD wachsen über sich hinaus: Sie schlagen vor, kommerzielle Unternehmen nicht nur dort zu besteuern, wo sie produzieren, sondern auch dort, wo sie verkaufen. Das ist sensationell, denn wer schon immer gegen die Entwicklungshilfe war, müsste nun eigentlich sofort auf diesen Zug springen. Und wer schon immer dafür war, erst recht. Denn es gibt – abgesehen von obligatorischen Mädchenschulen mit feministischen Lehrerinnen - keine bessere Entwicklungshilfe als ein gerechtes Steuersystem mit Blockchain-basiertem AIA. D.h. wenn sich die OECD und die G-20 mit ihren Vorschlägen weltweit durchsetzen, dann kann man die «traditionelle» Entwicklungshilfe problemlos abschaffen. Pflästerlizeug weg, Korruptionsfutter weg, Steueroasen weg, Bürokratiemonstren weg, Terrorismus weg, Migrationsdramen weg, Umweltversauung weg: Was will man noch mehr?    

25.09.2019

Jetzt wissen wir endlich, warum Herr Thiam und seine Kaste jedes Jahr mindestens 10 Millionen absahnen müssen. Denn die Überwachung und Verfolgung neidischer Feinde ist nicht gratis, und von denen gibt es bekanntlich Unmengen. Auch die grossen Bäume, die man seinen Nachbarn vor die Nase pflanzt, kosten viel Geld, wie überhaupt alle Rechnungen, die man seit dem Kindergarten mit sich herumschleppt.

Also Eltern, schaut genau hin, wie sich euer Sohn am Sandhaufen aufführt. Früh übt sich…., denn wenn auch er einmal ein Konzernchef werden und 10 Millionen einsacken soll, dann geht das nur, indem ihm schön gezeigt wird, wie man den anderen Bubeli dort möglichst viel Dreck in die Augen schleudert.      

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