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WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

10.10.2019

Die G-20 und die OECD wachsen über sich hinaus: Sie schlagen vor, kommerzielle Unternehmen nicht nur dort zu besteuern, wo sie produzieren, sondern auch dort, wo sie verkaufen. Das ist sensationell, denn wer schon immer gegen die Entwicklungshilfe war, müsste nun eigentlich sofort auf diesen Zug springen. Und wer schon immer dafür war, erst recht. Denn es gibt – abgesehen von obligatorischen Mädchenschulen mit feministischen Lehrerinnen - keine bessere Entwicklungshilfe als ein gerechtes Steuersystem mit Blockchain-basiertem AIA. D.h. wenn sich die OECD und die G-20 mit ihren Vorschlägen weltweit durchsetzen, dann kann man die «traditionelle» Entwicklungshilfe problemlos abschaffen. Pflästerlizeug weg, Korruptionsfutter weg, Steueroasen weg, Bürokratiemonstren weg, Terrorismus weg, Migrationsdramen weg, Umweltversauung weg: Was will man noch mehr?    

25.09.2019

Jetzt wissen wir endlich, warum Herr Thiam und seine Kaste jedes Jahr mindestens 10 Millionen absahnen müssen. Denn die Überwachung und Verfolgung neidischer Feinde ist nicht gratis, und von denen gibt es bekanntlich Unmengen. Auch die grossen Bäume, die man seinen Nachbarn vor die Nase pflanzt, kosten viel Geld, wie überhaupt alle Rechnungen, die man seit dem Kindergarten mit sich herumschleppt.

Also Eltern, schaut genau hin, wie sich euer Sohn am Sandhaufen aufführt. Früh übt sich…., denn wenn auch er einmal ein Konzernchef werden und 10 Millionen einsacken soll, dann geht das nur, indem ihm schön gezeigt wird, wie man den anderen Bubeli dort möglichst viel Dreck in die Augen schleudert.      

16.09.2019

Es gibt keine Wahlen und keine Abstimmungen, an denen die von Wirtschaftsverbänden beauftragten Parteipolitiker nicht von «Arbeitsplätzen» palavern, und wer das am besten macht, steht am Ende praktisch immer auf der Siegerseite. Dabei sind aber ein paar wesentliche Nuancen zu beachten:

  1. Nazi- und Mafiaarbeitsplätze: Das sind Jobs für waschechte Machos, zum Beispiel in der Waffen-, der Bau- und der Autoindustrie, im Rohstoffgeschäft, in der Landwirtschaft usw. Oder sonst irgendein Furz im Dunstkreis der (staatlichen und privaten) organisierten Kriminalität, wo die Umwelt, die Gesundheit, die Menschenrechte und die Bildung draufgehen. (So wie es legale und illegale Drogen gibt, gibt es auch legale und illegale Nazi- und Mafiaarbeitsplätze.)

  2. Bullshitjobs (nach der Definition von David Graeber): Das sind hoffnungslos überbezahlte Jobs für angeblich höchstqualifizierte Führungskräfte, die irgendeine Charge ausüben, deren Sinn sie selber nicht einsehen. Sie werden mit dem Verkauf von...

21.06.2019

Affentheater um die Konzernverantwortungsinitiative (KOVI): Wie damals schon bei der Abzockerinitiative weiss das Parlament auch hier nicht, was es damit anfangen soll. Aber das passt zu diesem Parlament. Es lehnt alles ab, was vernünftig ist und ist somit überhaupt nichts wert. Reine Geldverschwendung für ewiggestriges, wirkungsloses Geschwätz. Siehe Gender, siehe Umwelt, siehe Energie, siehe Europa, siehe Altersvorsorge, siehe Krankenversicherung, siehe alles.

Wer «Klagewellen» befürchtet oder gar an sich zieht, ist selber schuld. Man muss nur mal genau hinschauen, woher diese Kritik an der KOVI immer wieder kommt: Aus jenen Kreisen nämlich, die tatsächlich Dreck am Stecken haben. Je lauter sie lamentieren, desto verdächtiger machen sie sich. Das ist ja wohl logisch. Der Migros wird jedenfalls nichts passieren und dem Hausarzt erst recht nicht. (Abgesehen davon hätten die genannten Kreise eh genug Geld, um aufwändige «Klagewelle-Prozesse» zu führen. Sie machen dann wenigstens nichts D...

13.05.2019

Im Einwurf 125 haben wir die grossen Herausforderungen der Gegenwart aufgezählt. Vielleicht sind es sogar doppelt so viele. Wie auch immer, das ist sicher: In deren Bewältigung wird nicht investiert. Stattdessen werden IT-, Finanz- und Pharmaprodukte oder auch neue Ess- und Trinkwaren erfunden, deren Mehrwert bzw. Grenznutzen in zunehmendem Mass verschwindet und auf die negative Seite ausschlägt. Das ist vor allem dann der Fall, wenn man über das BIP hinausbilanziert, was im Kontext der genannten Herausforderungen eh unabdingbar ist (Rohstoff- und Energiebedarf, Abfallbewirtschaftung, Kollateralschäden wie Hungersnöte, Massenepidemien, Krebs- und Kreislaufkrankheiten, Demenz, soziale Unruhen, ethnische Spannungen, religiöse Auseinandersetzungen usw.). Solche Überlegungen werden aber nicht gemacht. Lieber setzt man Abermillionen von «hochtalentierten und -qualifizierten Fachkräften» mit völlig überrissenen Fantasielöhnen für irgendwelche «Bullshitjobs» (David Graeber) ein, damit sie sin...

28.10.2018

Wenn man Unternehmer und Politiker fragt, wie die Wirtschaft «gefördert» werden soll, dann palavern sie von Globalisierung, freien Märkten, Rahmenbedingungen, Infrastruktur, Innovation, Digitalisierung, Spitzentechnologien, attraktiven Arbeitsplätzen, niedrigen Steuern und unbürokratischen Prozessen. Die übliche Phrasendrescherei. Gesellschaftliche und ökologische Verantwortung kommen da praktisch nie vor, und das macht doch misstrauisch. Denn hinter dem Palaver steckt das McKinsey-Rezept, das die ganze Welt verseucht und das von PWC, KPMG, EY und Co. munter auf die Spitze getrieben wird: Möglichst niedrige Löhne, möglichst keine Steuern, möglichst keine Gesetze, dafür jede Menge Nazi-Produkte (Waffen, Drogen, dreckige Energie, noch dreckigere Rohstoffe usw.). Die Reputation der Kundschaft ist egal (siehe soeben wieder McKinsey und Saudi-Arabien im Fall Kashoggi), Hauptsache, sie zahlt und dient der Forcierung einer angelsächsisch geprägten, selbstherrlich abgeschotteten «Parallelwelt»...

05.10.2018

Wissen Sie, wer oder was «wirtschaftsfreundlich» ist? Die Frage stellt sich deshalb, weil die Antwort, die man normalerweise darauf erhält, komplett falsch ist. «Wirtschaftsfreundlich» wird nämlich meistens mit «marktfreundlich» und «bürgerlich» oder «politisch rechts» gleichgesetzt. Als wären alle anderen automatisch «wirtschafts- und marktfeindlich», «nichtbürgerlich» oder «politisch links».

Über den Unterschied zwischen «Bourgeois» und «Citoyen» äussern wir uns hier jetzt nicht mehr; das macht jeder Volkssoziologe an jedem Kirchgemeindevortrag. «Wirtschaftsfeindlich» dagegen kann ja eigentlich gar niemand sein, der nicht gerade Selbstmordgedanken mit sich herumträgt. Auch «politikfeindlich» geht nicht, denn auch «nicht-politisch» kann man nicht sein. «Diktaturfeindlich» müsste es allenfalls heissen.

Analog: «Wirtschaftsfreundlich» heisst im Alltagsjargon faktisch nichts anderes als «abzocker- und heuschreckenfreundlich». Denn wer kommerzielle Unternehmen mit ökologischen, sozialen und...

24.09.2018

Die Food-Initiativen sind vom Tisch. Nun sagt Schlafminister Schneider-Ammann, damit sei der Weg für Freihandelsabkommen mit USA und Mercosur geebnet. Das macht durchaus «Sinn», denn wenn es nach ihm und seinen Drahtziehern ginge, hätten wir nur noch Gentechnologie, Chemieberge und Klimavernichtungsplunder auf dem Teller. Zum Glück sind vorläufig noch Alternativen zu haben.

17.08.2018

Die «Konzernverantwortung» erhält wohl bald eine eigene gesetzliche Grundlage. Wir sind gespannt, wie die Banken hier dann angefasst werden. Bei denen geht es in ihrer «Wert- oder Lieferkette» ja nicht nur um Investitionen und Kredite, sondern vor allem auch um die Vermögensverwaltung. Für «Potentatengelder» und die Geldwäscherei haben wir bekanntlich schon jetzt einigermassen valable Sonderregelungen, Kapital- oder Steuerflucht sind auch nicht mehr so einfach wie früher. Aber konsequent zu Ende gedacht, müsste im Rahmen der «Sorgfaltspflicht» ja auch überprüft werden, ob anvertraute (institutionelle und private) Vermögen weder durch Korruption, Drogen-, Waffen- oder Menschenhandel noch durch Sklavenarbeit und Umweltvergiftung zustande gekommen sind. Dasselbe gilt natürlich auch für die Versicherungsbranche hinsichtlich ihrer Prämienzahler. Man kann ja nicht einen Lift- oder einen WC-Hersteller zu akribischen Kunden- und Lieferantenassessments zwingen und gleichzeitig die Finanzbranche...

01.06.2018

Nationalistischer Protektionismus ist wirtschaftsfeindlich, keine Frage. Er bremst, stoppt oder senkt das Wachstum und treibt die Preise hoch. Aus ökologischer Sicht ist das aber gar nicht so schlecht, denn der Wachstumswahn macht schliesslich alle kaputt. Nur muss man diesen neuen Protektionismus nun sozialverträglich umsetzen. Die Nationalisten können und wollen das nicht. Als Historiker wissen wir, dass sie auf Handelskriege setzen. Es sind zum Glück aber nicht alle so, und aus Erfahrungen darf man bekanntlich klug werden. Wichtig ist, dass man «unten» richtig reagiert und als Produzent und Konsument lokale und regionale Märkte wiederbelebt. Auf überflüssigen amerikanischen Plunder wie Coca Cola, Hollywood, Hedge Funds oder Facebook kann man nämlich sehr gut verzichten, ohne dass die Lebensqualität im Geringsten darunter leidet.  

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