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WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

30.04.2018

Die Bauern (männlichen Geschlechts) machen es uns nicht leicht. Ja, es gibt auch hier erfreuliche Ausnahmen, wir kennen solche persönlich, aber die weltweit «mehrheitsfähigen Bauernregeln» sind immer noch diese da:

  1. Wir vergiften Pflanzen, Böden und die Luft; Umweltschützer sind Idioten

  2. Wir quälen Tiere; Tierschützer sind noch grössere Idioten

  3. Wir produzieren ungesundes Zeug, das bald keiner mehr kauft (Fleisch, Milch, Weizen); Veganer und Allergiker sind degenerierte homosexuelle Mimosen

  4. Wir rennen zum Staat, wenn uns das Geld ausgeht, und erhalten es auch

  5. Wir finden unseren Beruf den besten der Welt und lamentieren trotzdem rund um die Uhr

  6. Wir haben starke Ehefrauen und Familienmütter, faktisch lauter Feministinnen, aber wer das offen ausspricht, kommt auf eine schwarze Liste

  7. Wir sind konsequent gegen die Konkurrenz und den Freihandel

  8. Wir hassen die Städter mit ihren Hochschulen und Kulturinstituten

  9. Wir sympathisieren mit braunen Bewegungen

  10. ...

30.04.2018

Neben den «Unwörtern des Jahres» gibt es auch «Zeitlose Unwörter», zum Beispiel den «Kompromiss». Offiziell gilt ein Kompromiss als das Nonplusultra demokratischer Problemlösung, aber wer gegenüber dem professionellen Geschwafel von Parlamentariern immun ist, merkt schnell, dass ein Kompromiss praktisch immer ein intransparenter Kuhhandel ist. Die richtige Problemlösung dagegen heisst Profil, Konkurrenz, Toleranz und Offenlegung. Kuhhändel bewähren sich nie, profilierte Konkurrenzlösungen aber entweder sehr gut oder dann halt überhaupt nicht. Das schafft sofort klare und verständliche Verhältnisse: Erfolge sind direkt und unverblümt nachweisbar und Misserfolge werden ebenso direkt und unverblümt offensichtlich. Szenario 1 bedeutet «Weiter so», und mit Szenario 2 weiss man ganz genau, was warum schieflief und kann dann umso besser «korrigieren».  

Ein anderer Dauerbrenner unter den zeitlosen Unwörtern ist das «Missverständnis»: Das Wort kommt immer dann auf, wenn jemand offensichtlich ge...

30.04.2018

«Blockchain» ist wie «App» ein Riesenbluff: Man würde glauben, die Welt sei neu erfunden worden, dabei geht es auch hier lediglich um einen zusätzlichen technischen Effizienzschub. Auch mit Sinn und Ethik hat das Ganze a priori nichts zu tun; Sinn und Ethik sind und bleiben technikneutral. 

Technikneutralität heisst: Alle können davon profitieren oder eben auch nicht: Wirtschaft, Politik, Kultur. Siehe Google und Facebook. Je nach der ethischen Grundeinstellung der Nutzniesser und ihrer «Verfassungspraxis» hat eine (alte oder neue) Technik positive oder halt negative gesellschaftliche Folgen. «Direkte Wege» senken Kosten und eliminieren schmarotzende Mittelsmänner oder lästige Polizisten, sie ermöglichen aber auch direkte Manipulationen und eine weitere Beschleunigung von Monopolisierungssogs («Trickle-up-Effekte», «Matthäus-Prinzip»). Die lästige Polizei ist dann zwar weg, der gute Lehrer, der «Freund und Helfer», aber auch. Mitunter sogar die Feuerwehr. Auf Deutsch: Je mehr Blockchain...

30.04.2018

Der Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt ist nicht mehr das, was er einmal war. Die Printmedien schrumpfen wie Ballone, in die man mit einer Stecknadel hineinsticht, und online können die Abokündigungsverluste nicht mehr wettgemacht werden. Im Internet gibt es zu viele Gratisangebote für eine Masse, der die Qualität komplett wurscht ischt. Die findet Facebook-Influencer und Twitter-Diarrhö viel geiler als Leitartikel der «New York Times» oder Gastphilosophen von «Le Monde», und das haben natürlich auch die berühmten «Werber» schon längst gemerkt. 

Das Resultat sind Konzentrationsprozesse und grossflächig identische Kopfblätter, denen man zentrale Mantelseiten überstülpt. Das ehemalige «Lokalblättli» überlebt dann allenfalls noch als Wurmfortsatz. Typisch ist in dieser Hinsicht der Tamedia-Konzern, der sein Geld im Übrigen auch mit ganz anderen Geschäften noch macht als mit Zeitungen und Zeitschriften.

Die Reduktion der Medienvielfalt ist aber gar nicht so übel, solange das «Ober-Kopfblatt» w...

26.04.2018

Ein «disruptives» Ereignis wird gerne mit der «Verdigitalisierung» in Verbindung gebracht. Disruption findet aber auch im Verkehr statt, vor allem durch den «Stau». Am Morgen wird im «Stau» schon seit Jahrzehnten die beste Arbeitszeit sinnlos verbraten und am Abend die beste Familienzeit: Wirtschaftliche und gesellschaftliche Disruption.

      

Das erkennt man am unmittelbarsten in den hoffnungslos zersiedelten und phänomenal draufloswachsenden Megacities von Schwellenländern ohne effiziente ÖV-Systeme. Nehmen Sie als Beispiel Kapstadt: Wenn die Entwicklungstrends ungebremst so weiterwuchten wie bisher, hocken die dort bald den ganzen Tag nur noch im Auto. Wohin also noch investieren ausser in die Autoindustrie und in den Strassenbau? Jedenfalls nicht in ein einigermassen human funktionierendes Familienleben….  

26.04.2018

Kennen Sie den? Was ist der Unterschied zwischen einer geschützten Werkstatt und einem Parlament? Es gibt keinen: Je beschränkter die Insassen sind, desto patriotischer, nationalistischer und faschistischer verhalten sie sich. Sie unterscheiden sich allenfalls noch darin, dass sich die einen ihrer Beschränkung bewusst sind und die anderen nicht, aber das gilt für beide Orte.

Vielleicht sind Sie jetzt entsetzt, aber die Frage ist nicht, ob solche Witze politisch korrekt sind, sondern wo sich die Wurzeln des Rechtsextremismus befinden. Klar gibt es da noch andere als «genetische»….

26.04.2018

Querdenker werden in den Himmel gelobt und die «Fehlertoleranz» gilt als megasexy. Mehrwerte schaffende Innovation braucht kritische und kreative Persönlichkeiten mit grossen Aktionsspielräumen. Das ist längst bewiesen.

Im Alltag sieht es aber anders aus; man kennt das von den Copy Paste-Leitbildern: Verpackungsrhetorik, Ablenkungsmanöver, Schall und Rauch. Denn wer wirklich quer und nicht nur an überflüssigen technischen Quark («Waste Economy») denkt, wird rasch einmal als «teamunfähig» und «chefallergisch» ausgegrenzt. Bis er schliesslich zum Whistleblower mutiert und freigestellt wird. Das «Vertrauen» sei nicht mehr da, heisst es dann. «Selbsterfüllende Prophezeiung» sagt man dem, und die «Fehlertoleranz» ist gaaaanz weit weg. Querdenkerkultur als Ausmistungsmethode…..

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