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WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

29.11.2019

Hans: «Als Rentner hast du kaum mehr Zeit, gemeinsam Glühwein zu trinken, so viel Zeug musst du noch nachholen, das früher wegen der beruflichen Belastung nicht drinlag».

Fritz: «Ja, zumal früher der Glühwein wegen dem Networking auch noch zum Beruf gehörte, und wenn du wie ich jetzt jedes Jahr vier Monate lang auf Auslandreisen bist, wird es mit dem gemeinnützigen Engagement, den künstlerischen Aktivitäten, dem grossen Garten, dem Fitnesscenter, der Wandergruppe, dem Jassclub, dem Schachclub, den Sprachkursen, den Kochkursen, den Ehemaligenvereinen, den Rotariern, der Stiftung Wirtschaft und Umwelt, den Freunden der FDP, den Freunden der NZZ, dem Hund und den Enkeln besonders anstrengend, und dazu will meine Frau noch jede Woche in einem gediegenen Restaurant dinieren. Man spürt das Alter halt schon ein bisschen».

Peter: «Darum reise ich jetzt nur noch für zwei bis drei Wochen nach Skandinavien, auf dem Schiff, mit dem Zug, per Velo und zu Fuss. Dort musst du dich auch nicht ständig mit...

28.11.2019

Ernst hat einen Freund, der hat sich mit seiner Frau verkracht. Sie hat ständig blöd gemotzt, weshalb er ihr schliesslich davongelaufen ist und eine neue Frau gefunden hat. Mit der ging es dann aber auch nicht, und so ist er nun halt schon wieder «auf der Suche».

Weil Ernst manchmal auch Krach hat mit seiner Frau, hat ihm das zu denken gegeben. Denn schon mehr als einmal wäre er ihr auch am liebsten davongelaufen. Doch das bringt ja nichts, wenn man nachher wie sein Freund bloss im Seich landet, mit dem ganzen Kollateralkarsumpel wohlverstanden: Kinder, Sozialleben, Häuser, Finanzen, Anwälte, Psychiater usw.

Eine Auswechslung lohnt sich logischerweise nur, wenn die neue Partnerin mindestens so gut ist wie die bisherige, und Ernsts Anforderungen sind nicht ohne. Von seiner Partnerin erwartet er zwar keine Perfektion, aber selbstbewusst, intelligent, kritisch, tolerant, schön, herzlich, unternehmungslustig, munter, körperlich fit und psychisch stabil sollte sie schon sein. Eine fettleibige...

27.11.2019

Die «Achsenzeit» (Karl Jaspers) ist eine historische Epoche, welche die menschliche Entwicklung mindestens so stark geprägt hat wie das Neolithikum und die industrielle Revolution. Sie erstreckt sich auf die Jahre 800 bis 200 vor Christus; ich würde sie aber auf das ganze erste Jahrtausend vor Christus ausweiten und so auch Jesus selber noch mit einbeziehen.

«Unsere asiatische Zukunft» heisst ein neuer Buchbestseller. Darin wird kolportiert, die asiatischen Werte würden das 21. Jahrhundert ebenso markant prägen wie die amerikanischen das 20. und die europäischen das 19. Auf Anhieb tönt das zwar nicht schlecht, aber den chinesischen Überwachungstotalitarismus und die indische Grausamkeitskultur schreibt man so nicht einfach weg (und den islamischen Fundamentalismus erst recht nicht). Wenn menschliche Entwicklung aber mit Frieden und Wohlstand gleichsetzt wird, kann die Welt, die Asiaten selber inbegriffen, durchaus von Asien lernen. Für Konfuzius zum Beispiel liegt der Schlüssel für die...

26.11.2019

Bundesratsgequassel ohne Ende: Es ist kaum mehr auszuhalten. Daher äussern wir selber uns nur heute nochmals dazu und dann ist garantiert Schluss. 

Das Gequassel ist völlig unverhältnismässig. Denn längst ist klar: Was gegenwärtig und in absehbarer Zukunft in der Schweiz geschieht, wird eh von «fremden» Ministern und Direktoren in der OECD und vor allem in der EU entschieden, sei es über Bankgeheimnis, Währung, Schengen oder Personenfreizügigkeit. Hinzu kommt der «Zwang zur Europarechtskompatibilität» in Hunderten von anderen, weniger bekannten Geschäften. Die SVP hat schon Recht, doch ist das, was sie kritisiert, völlig in Ordnung. Nur Idioten sperren sich freiwillig ein. Einziges Problem dabei: Keine Mitbestimmung. Die Benelux-Staaten machen es seit Jahrzehnten besser. Weder der niederländische Konzernstandort noch der belgische (Extrem-)Föderalismus sind in der Union untergegangen. Auch der Kleinstaat Luxemburg nicht, und weil sie von Anfang an aktiv dabei waren, haben sich Belgien u...

25.11.2019

Der «LGBTI-Komplex» stiftet Verwirrung, zumal da ständig noch neue Abkürzungen hinzukommen, «A» («Asexuell») zum Beispiel oder «Q» («Queer»). Zeit also, für ein bisschen Ordnung zu sorgen.

Sicher ist, dass die Menschheit nur Bestand hat, wenn Männer und Frauen Kinder zeugen, egal ob «natürlich» oder «künstlich». Niemand ist von einem so genannten «dritten Geschlecht» gezeugt worden und kann somit auch nicht einem «dritten Geschlecht» angehören. Und wie soll sich dieses «dritte Geschlecht» eigentlich vermehren können? Homo- und bisexuelle Menschen haben kein «drittes Geschlecht», sondern sind entweder Männer oder Frauen, denen heterosexuelle Beziehungen keine Erfüllung bringen oder gänzlich missfallen. Auch Transsexuelle können hetero-, homo- oder bisexuell sein, nur wechseln sie irgendwann mal ihr Geschlecht, von Mann zu Frau oder von Frau zu Mann, je nachdem.

Etwas komplizierter wird es bei den Intersexuellen. Auch die sind aber weder «geschlechtslos» noch «geschlechtsneutral», sondern...

22.11.2019

Anscheinend gehört es zum Leben im Mittleren Osten, dass man ununterbrochen Sauereien veranstaltet. Spätestens seit 9/11 vergeht kein Tag, an dem wir nicht eine oder mehrere Meldungen über Mord und Totschlag über uns ergehen lassen müssen. Der absolute Tiefpunkt war bis jetzt wohl der von mächtigen Saudi-Arabern mitfinanzierte Islamische Staat, aber man kann sich schwer vorstellen, dass sich solche «Experimente» nicht wiederholen werden. Die Sauereien im Irak, in Syrien, in Libyen und in Afghanistan werden nie mehr aufhören, ebenso wird Israel ewig das Leid der Holocaust-Opfer missbrauchen und sich weiterhin alles erlauben, was ein einigermassen zurechnungsfähiger Gott verboten hat. Man muss da realistisch bleiben.

Manchmal denkt man wirklich, im Mittleren Osten sei die Atombombe nicht das Problem, sondern die Lösung. Man könnte fürs Erste ja mal nur den Kern anvisieren und ehemaligen Kulturnationen wie Ägypten, Iran oder Türkei nochmals eine Chance geben. (Wenn präzis gearbeitet wird,...

20.11.2019

Was wir in den Einwürfen 57, 92 und 139 insinuiert hatten, ist jetzt Mainstream: Ignazio Cassis soll raus aus dem Aussenministerium und wenn möglich gleich auch aus der Landesregierung. Sicher ist, dass selbst Ueli Maurer kein schlechterer Aussenminister wäre. Und als ob er seine Unfähigkeit gleich selber noch bekräftigen müsste, hat Cassis darauf gesagt, er gehe sehr gerne zur Arbeit und man habe eben etwas gegen die Tessiner. Während der Rassismusvorwurf so ziemlich die faulste Ausrede ist, die man überhaupt mobilisieren kann («Lernen von Netanyahu»), ist das «gerne arbeiten» schlicht und einfach dumm («Lernen von Federer»). Wo bitte ist da ein qualitativ überzeugendes Argument? Eigentlich müsste er ja wenigstens zugeben, dass ihm die SVP seinen Job vermasselt, aber dazu ist er zu feige, und das spürt man sogar physisch.

Wetten, dass Herr Cassis im Dezember aber trotzdem wiedergewählt wird und Aussenminister bleibt. Die Sauhäfeli-Sauteckeli-Besitzstandswahrer werden schon dafür sorgen...

20.11.2019

Wenn wir die Sexualität entsorgen würden, hätten wir sicher weniger Probleme auf der Welt. Denn wer den wahren Konfliktursachen auf den Grund geht, merkt bald, dass bis jetzt gar nie um Rohstoffe, Arbeitssklaven, schräge Götter oder schwachsinnige Ideologien, sondern letztlich immer von Männern um Frauen gestritten worden ist. Seit der Ilias wissen wir das eigentlich schon längst; Goethe und Freud hätten das ebenfalls unterschrieben. Auch religiöse Machthaber haben das gecheckt, nur haben sie darauf falsch reagiert.     

Mit dem Feminismus kommt nun noch der Kampf zwischen den Geschlechtern hinzu: Männer gegen Frauen. Früher mussten sich die Frauen widerwillig hinlegen, heute hingegen ist schon ein «böser Blick» eine Vergewaltigung und eine Penetration erst recht. Mit «MeToo» haben wir uns einen zusätzlichen flächendeckenden Konfliktherd eingehandelt. Schuld daran sind aber weder Feministinnen noch Machos, sondern wiederum die Sexualität und die damit verbundenen Triebe....

19.11.2019

In den Feuilletons erscheinen seit Jahrzehnten immer wieder Beiträge zur «Legitimationskrise» der Geisteswissenschaften. Das ist nicht weiter verwunderlich, wo diese Geisteswissenschaften doch überhaupt nichts nützen und eh bloss von dummen Frauen und faulen Männern studiert werden. Doch was sind denn eigentlich Geisteswissenschaften? Im Umfeld des legendären Wiener Kreises haben sie ja schon mal behauptet, Wissenschaft sei ausschliesslich Naturwissenschaft und Mathematik, allenfalls noch Medizin und Psychiatrie oder Geografie, und damit basta. (Heute kämen da wohl noch die Informatik und die Ökologie hinzu.) Ganz falsch ist diese Position nicht, nur geraten bei ihr gleich auch noch die Jurisprudenz, die Ökonomie und die übrigen Sozialwissenschaften unter die Räder. Zu denen kann man aber durchaus auch die Geschichts-, Sprach-, Bildungs- und Kommunikationswissenschaften zählen, weiter Fächer oder Disziplinen wie Politologie, Soziologie, Ethnologie, Anthropologie usw., und statt von Soz...

18.11.2019

Evo Morales ist wie Robert Mugabe einer von denen, welche sich als Hoffnungsträger Respekt verschaffen und lebenswichtige Reformen durchsetzen. Aber dann treten sie nicht mehr ab, werden arrogant und korrupt und ramponieren so aus eigener Kraft ihren guten Ruf, ohne dass der «böse Feind» auch nur einen kleinen Finger rühren muss. (Daneben gibt es bekanntlich noch jene, welche zwar gehen müssen, sich dann aber wie Tony Blair, Barack Obama oder Joschka Fischer vom «bösen Feind» übertölpeln oder gar einkaufen lassen.)

In der Schweiz sorgt das «System» dafür, dass es nicht so weit kommen kann. Es finden so zwar keine Reformen statt, aber die haben wir bekanntlich gar nicht nötig. Dafür können sich auch die notorischen Sesselkleber nicht in kriminelle Monstren verwandeln. Das höchste ihrer Gefühle bleibt somit eine Fossilienexistenz im Ständerat.

Die meisten Ständeräte sind früher schon jahrelang im Nationalrat und/oder in irgendeiner Kantonsregierung gehockt. Mitglieder einer «Chambre de ré...

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