WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

31.03.2020

Heute abend im Sihlwald und auf dem Horgenberg: Frauen, so weit die Augen reichen, die jungen im Sportdress und die alten mit einem Hund. Ab und zu auch noch ein verlorener Mann auf einem Velo, ein junger ohne, ein alter mit Motor.

30.03.2020

Das ist die Frage der Stunde: Wie wird die Welt nach der Coronakrise weiterticken? Das weiss bis dato niemand, aber was wir sicher schon lange nicht mehr wollen, sind die kasinokapitalistischen, herrenrassenfaschistischen, hurranationalistischen, massenkriegsmilitaristischen, verblödungsideologischen, totalitärtechnologischen, suizidalökologischen, kulturimperialistischen, plastikkitschvergifteten, sektenverfressenen, twitterterroristischen, drogenkriminellen, unethischen, unsolidarischen, raffgierigen, rücksichtslosen, burnoutmobbinggestressten, bullshitleistungsversessenen, atemloshysterischen, permahektischen, schiesswütigen, amokwahnsinnigen, infantilen, lärmigen, geschwätzigen, arroganten, snobistischen Egotrip-Schweinereien aus den USA und allen anderen Schurkenstaaten und Dreckslöchern, welche nun jahrzehntelang diesem extremistisch-fäkalischen angelsächsischen Geschäftsmodell nachgegeifert haben. Vielleicht erhalten wir dabei mit der Corona-Krisenerfahrung endlich etwas mehr Un...

29.03.2020

Coronavirus: Viel Zeit, um alte Filme auszugraben. Aber wer schaut welche Filme? Wir haben soeben den «Musterwaggis» HD Läppli durchgelitten. (Er nervt durchs Band, nicht nur seine Offiziere.)

Die Frauen wählen nicht nach Themen, sondern nach Schauspielern. Gute Schauspieler heisse auch gute Filme, sagen sie. Bei gewissen Typen mag das stimmen (Nicholson, Penn, Hanks, Damon), bei anderen eher nicht (Cruise, Stallone, Schwarzenegger, Willis), bei wieder anderen weiss man aus verschiedenen Gründen nicht so recht (Redford, Brando, Clooney, de Niro, di Caprio, Pitt) ….

Im Zweifelsfall bleibt nach wie vor der Grosse Preis von Spanien 1969 mit Hill, Rindt, Brabham, Ickx, Hulme, McLaren, Stewart, Beltoise, Rodríguez, Siffert, Courage, Oliver, Surtees und Amon: Weltmeister bis zur Vergasung. Wenn die keine Siebensiechen waren, wer denn sonst? Dazu Drama, was das Zeug hält, auch ohne Startnummer 13 und (zufällig) ohne einen einzigen Toten!      

29.03.2020

Als wir die ewige Top Ten-Rangliste der Wissenschafter aufstellten (Einwurf 222), hatten wir nur einen einzigen Ökonomen darauf (Dennis Meadows), und den eigentlich primär als Ökologen und als Repräsentanten der Interdisziplinarität des Club of Rome. Auch Karl Marx war ein Ökonom, aber ihn schoben wir den Philosophen zu, so wie wir den Urwalddoktor Albert Schweitzer wegen seiner Ethik in der Religion versorgten.

Bei den Ökonomen im engeren Sinn führen wir diese vier zuoberst: Keynes, Smith, Piketty und Sen. Wie Marx ist auch Smith in der humanistisch-aufklärerischen Geistestradition zu Hause. Statt von den Russen und den Chinesen wurde Smith einfach von den Angelsachsen missbraucht. Nie im Leben würden wir daher selbst unter den Top Ten Extremisten wie Hayek oder Friedman klassieren. Das waren im besten Fall Schönwetterprofessoren und im schlechtesten Faschismuspromotoren (Pinochet, Thatcher). Was deren Theorien wert sind, sieht man gerade jetzt mit dem «Prüfstein Corona»: Absolut krise...

29.03.2020

Coronavirus: Die halbe Welt macht Home Office und andere hängen jetzt erst recht ständig in allen Medien. Gleichzeitig verschieben die Behörden die Abstimmungen vom 17. Mai. Das ist Unsinn, zumal man weiss, dass eh praktisch alle per Post abstimmen. Den Behörden geht es bloss darum, dass die Parteien ihre bescheuerte Propaganda nicht mehr grossflächig herumschütten können: Mit aggressiven, ganze Landschaften verunstaltenden Verblödungsplakaten oder über Standaktionen und Podiumsgeschwätz mit profilierungssüchtigen Selbstdarstellern. Als ob die im Briefkasten an sich explizit unerwünschten debilen Flyer (die man jetzt immerhin als Notschissipapier benützen kann), die nicht minder schwachsinnigen Anzeigen in den Medien und das Radio- und TV-Palaver mit den eben genannten nervtötenden, besserwissenden Parteienoberlehrern nicht längst genug wären. So hätten wir endlich einmal wenigstens ein bisschen freier und ferner von käuflichen Idioten entscheiden können. Mit Geist vor Geld. Die Bürger...

27.03.2020

Trump setzt ein Kopfgeld von $15 Mio. für Maduro aus; der andere sei ein Drogenhändler, sagt der mit der roten Krawatte. Das kann man durchaus machen, zumal es wahrscheinlich auch stimmt. Aber man sollte da die Grössenverhältnisse nicht aus den Augen verlieren, und die sagen uns, dass man im Gegenzug mindestens $150 Mio. auf Trump selber setzen müsste. Denn gegen die monströsen Sauereien, welche dieser zusammen mit seinen Verbündeten auf der ganzen Welt anrichtet, ist das «Handwerk» von Maduro direkt niedlich. (Jüngstes Beispiel: Kosovo.) Abgesehen davon können Drogen nur produziert und gehandelt werden, wenn man sie auch konsumiert, zum Beispiel in den USA. D.h. selbst wenn Trump Maduro kriegt, profitiert einfach ein anderer Gauner davon. Wir kennen das aus der Terroristenszene. Wird dort ein «Chef» eliminiert, taucht nachher garantiert ein noch viel grösserer Bösewicht auf. «Bumerang» nennt man das.

27.03.2020

Coronavirus: Anscheinend wollen verschiedene Unternehmen jetzt die Dividenden 19 kürzen und das den bevorstehenden Generalversammlungen so vorschlagen. An sich macht das keine Freude, denn man bestraft damit bloss die Investoren mit langfristigen Anlagehorizonten. Ich kann aber damit leben, wenn gleichzeitig die variablen Vergütungen blockiert und die fixen von VR und GL bei maximal CHF 1 Mio. für Vorsitzende und bei CHF 0.5 Mio. für alle anderen gedeckelt werden.    

«Am gleichen Strick ziehen» heisst «Opfersymmetrie» in allen Bereichen und auf allen Ebenen: Solange die Besitzer von «nicht überlebensnotwendigen Hunden» jeden Tag mehrmals im Quartier oder im Dorf herumspazieren dürfen, lasse ich mich als (mittlerweile wohl schon immunisierter) Rentner auch nicht von meinen wöchentlichen Einkäufen und Waldläufen abhalten.

26.03.2020

Damit das ein für allemal klar ist: Die Parlamente sollen jetzt das Maul halten und ihre Coronasessionen wieder abblasen. Sie können ja nur zwei Dinge machen: Den Regierungen mit einer Riesenverspätung in den Rücken fallen oder abnicken, was längst schon beschlossen worden ist. Das eine ist destruktives Chaosmanagement, das andere ist überflüssige Geldverschwendung, und beides ist gerade jetzt in höchstem Mass unerwünscht.

(In den USA mussten die Demokraten direkt mit der Verwaltung verhandeln, weil die republikanischen Trumpmarionetten unfähig waren, vernünftigen Programmen zuzustimmen.)

26.03.2020

Der rechtsextreme australische Massenmörder von Christchurch gibt zu, schuldig zu sein und bewusst geknattert zu haben. Das ist schon fast wohltuend konsequent. Er schliesst sich damit «würdig» den IS-Terroristen an, die auch nie behaupten, sie hätten bei ihren Untaten psychische Probleme gehabt und seien daher unschuldig. Das ist stimmt bei keinem von denen. Natürlich sind sie alle krank, aber nicht im Sinn von «unzurechnungsfähig», sondern weil sie bestens organisiert und sehr gezielt Leben vernichten. Von Zufällen und Kontrollverlust kann da keine Rede sein, nie. Da gibt es nur eines: «Lebenslänglich», und zwar richtig, also bis zum Tod. Man kann ihnen dafür erlauben, nachträglich noch sich selbst zu beseitigen, wenn sie das wollen.

25.03.2020

Im Nachhinein ist man immer klüger, oder auch nicht. So werden Platon und Aristoteles als Demokratiefeinde heruntergemacht, weil sie eine «Geistesaristokratie» bevorzugten. Auch Hobbes und vor allem Rousseau geraten regelmässig ins Fadenkreuz der globalen Abzockerkaste, welche Professoren, Parteien und Parlamentarier einkauft (oder zur Selbstverleugnung nötigt). Sie wirft denen vor, dem Totalitarismus unserer Massengesellschaften den roten Teppich ausgelegt zu haben. (Dass sie selber daran die Hauptschuld trägt, verdrängt sie natürlich gern.) Die Diskussion ist so alt wie bekannt.   

Damit es zu keinen «Hitler-Referenden» kommt, muss man aber weder Platon noch Rousseau verteufeln, sondern ganz einfach 1. die Regierungen und ihre «mächtigen Beamten» direkt und ohne «finanzvatikanisch» orchestrierte propagandistische Störmanöver wählen können und 2. Staatsverfassungen und Völkerrechtsverträge mit unverrückbaren und zwingend anwendbaren Grundrechtskatalogen installieren....

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