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BÜCHER

„Die Welt muss Seele haben“

Die WPK-Tetralogie über den „fantastischen Menschen“ ist eine literarische Weltneuheit: Ein vierteiliger Zyklus über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Gott und der Welt in Form einer Erzählung („Unterschiedliche Auffassungen“), eines Schauspiels („Das Endprodukt“), eines Romans („Penelope 21“) und eines Sachbuchs („Die WPK-Balance“).

Der Weg aus der Knechtschaft I enthält die thematisch geordneten WPK-Blogs der Jahre 2008 bis 2012. Die Blogs drehen sich vor allem um die Fortsetzungsgeschichte des „Wunders Europa“ mit ihren zivilisatorischen Glanzleistungen: Griechische Antike, Christentum, Humanismus, Aufklärung, Menschenrechte, Sozialdemokratie und Ökoliberalismus.

Individuelle und kollektive Lebensqualität: Das permanente Reformprogramm.

 

Operation Transit – Die WPK-Bibel ist keine Übersetzung, sondern eine Übertragung der Bibel in die heutige Zeit. Die Grundlagen stellen die Herder-Kinderbibel und die „WPK-Philosophie“. Diese Philosophie wurde und wird in der WPK-Tetralogie und in den WPK-Blogs entwickelt. Die WPK-Bibel will das Christentum der Indifferenz, der Anfeindung, dem Fundamentalismus und der Infantilität entreissen (weg von Märchen, Schafen, Kindergärten und hohlem Kult). Der originalen Bibel wird die Kraft zurückgegeben, die Weltgeschichte zu antizipieren. 

Der Weg aus der Knechtschaft II enthält die thematisch geordneten WPK-Blogs der Jahre 2013 bis 2017. Darin integriert sind die beiden Erzählungen "Der Bürgerbrief" (an das Aussenministerium) und "Lehrer Lämpels Irrfahrt von Bologna nach Pisa" (gesponsert von der Pädagogischen Hochschule).

 
Leseprobe (Der fantastische Mensch)
Aus: Unterschiedliche Auffassungen / Das Alumnitreffen V16

 

Einige Minuten später stellte sich heraus, dass der gröbere Fluglärm Jakob Blättler zu verdanken war. Ausser Atem wie im Lehrbuch keuchte er durch das Gestrüpp und meldete, zuerst sei er von einer Grossspenderin aufgehalten worden, und dann sei der Cisalpino stehen geblieben. Also habe er kurzerhand einen Helikopter gemietet, und die Auslagen dafür werde er einem Konto seines Servitushilfswerks belasten («Augenschein»), denn das Endlager nebenan sei nun wirklich eine Riesensauerei, und er wäre zum Lunch eh nicht mitgekommen. Das Endlager eigne sich aber ausgezeichnet als Etappenort seines ersten Gesamtkunstwerks. Dieses definierte Blättler als aktives und kontemplatives «Welttheater», eine Abfolge von äusserst spektakulären, aber auch sehr meditativen, über die ganze Erde verstreuten und multimedial miteinander verflochtenen Inszenierungen. Ziel sei, dem Gesamtkunstwerk nach den griechischen Tragödien, den Wagneropern und dem Hollywoodkino ein revolutionäres neues Gerüst zu verpassen. Damit dieses Gerüst halte, benötige es ein solides geschichtliches Fundament. Deshalb plante Blättler in seinem «Welttheater» nicht nur zahlreiche Auftritte von Urvölkern, sondern auch die szenische Verarbeitung diverser Erzählungen aus der Bibel und anderen heiligen Schriften, den Rückgriff auf Archetypen wie Faust, Jedermann oder Don Juan sowie eine «Brüder-Grimm-Schlange», das heisst eine Grossfusion der zugkräftigsten Kindermärchen. Dann komme es zu einer Totalschau der gewaltigsten Künste und Kunstwerke aller Zeiten und zum dramatisierten Nachvollzug von Schlüsselereignissen der politischen Geschichte. Blättler regte sogar an, Physikbücher zu verfilmen oder „Sein und Zeit“ von Martin Heidegger; das habe seines Wissens bis jetzt noch niemand gewagt. Sein Gestaltungskonzept sei aber grundsätzlich demokratisch und fördere deshalb auch gastronomische Feste, Schrebergartenhäuschenoccasionsbörsen, Majoretten, die Kufsteiner Dorfspatzen, Reliquienverehrungen, Tarot, Schatzsuche und Laserstrahlhokuspokus. Das Drehbuch zu Harry Potters Karfreitag mit den verhexten kleinen afrikanischen Mädchen war bereits geschrieben. Zum Grand Design gehörten zudem unorthodoxe Neuauslegungen. Den „Rosenkavalier“ hätte Blättler gerne mal in einem richtigen Schlachthaus aufführen lassen, das „Endspiel“ in der Würstlistandallee vor einem englischen Fussballstadion usw. Als Generalmotto schlug er «Vielfalt in der Einheit» vor; es gehe ja letztlich darum, jedem Individuum eine Freude zu machen und gleichzeitig den Gemeinschaftssinn zu alimentieren. Das Gesamtkunstwerk habe zwar Millionen von Partikularfacetten, repräsentiere aber auch die Idee einer allen Erscheinungen übergeordneten Weltkultur. Analog hatte Blättler auch schon über die Entwicklung einer «Universalwissenschaft» nachgedacht, welche sämtliche Einzelwissenschaften unter einem Dach vereinigen würde. Individualismus und Spezialisierung seien zwar unaufhaltsam und positiv, aber wenn die integrierenden Werte und der gesellschaftliche Kitt zerbröckelten, sei der Spass bald einmal ziemlich kurzlebig. Das habe direkte Konsequenzen für die Her- und Darstellung des «Welttheaters», erläuterte Blättler, beide Prozesse müssten möglichst weit in alle Bevölkerungssegmente hineingetragen werden. Er sehe sich infolgedessen auch nicht mehr als Autor, sondern allenfalls noch als Initialzünder und Projektkoordinator. Darum führe er auf seiner Website eine Art Ideenbriefkasten zur Auffüllung des «Welttheater-Fasses». Ein Schüler habe ihm geschrieben, er sei bereits an der Komposition eines Trios für Putzfrau, Ferrari und Elektrosmog, der russische Präsident wolle einen internationalen Lach- und Heulwettbewerb veranstalten, und seine Ex von Bluejoy beantrage einen Geschlechterkampf, der auf einer Bühne beginne, das Publikum anstecke und sich schliesslich lawinenartig im ganzen Weltall verbreite. Ah ja, und jemand habe mal etwas von einem «Nirvana-Fuck» geschrieben; wahrscheinlich sei es Christoph Marthaler gewesen: 7’000 nackte Frauen hören wochenlang und andächtig den Reden von Hitler und anderen Grossmäulern zu. Er könnte noch über Hunderte solcher Inputs referieren, sagte Blättler, etwas mühsam werde es dann vielleicht sein, einen «roten Faden» hinzukriegen, aber für diese Büez besorge ihm Herr Pünktchen sicher die bestgeeignete Software. Selbstverständlich werde er die in den nächsten zehn Minuten auf seinem Handy haben, antwortete der, die Nummer habe er ja schon.

 

Nach der Uraufführung seines Gesamtkunstwerks wollte sich Blättler eine Weltreise gönnen, das heisst, er dachte vielmehr an eine Abfolge von zehn bis zwölf (Sub-)Kontinentaltouren. Unter den Titeln „Milione 20xx“ und „Blättlers Reisen“ würde er dann ein Erlebnistagebuch führen, seine Einträge mit Fotografien und Zeichnungen ausschmücken und für die Herausgabe in vier Sektionen aufteilen: «Natur» (ästhetisierend-nostalgisch, Lyrik), «Betonland» (abstrakt-mechanisch, Konstruktionen), «Menschliches» (kurze Spielszenen) und «Sammelsurium» (konventionelle Berichte).

 

Nach diesen Reisen und Tagebüchern wäre sein Lebensplan im Wesentlichen verwirklicht, hirnte Blättler laut, aber irgendwie passe diese Einstellung nicht zu ihm, und deshalb sollte er vielleicht doch noch ein zweites Gesamtkunstwerk ins Auge fassen, ein unendliches diesmal: „Ewiger Fluss“. Dieses könnte die gesammelten Werke der V16-Alumni in eine integrierte Form giessen und mit dem Rest der Welt, ja des Universums verschmelzen. Im Grunde genommen sei das Universum selber nichts anderes als ein fantastisches Gesamtkunstwerk, schrie Blättler in die Hütte, deshalb müsse man eigentlich gar nichts Besonders mehr kreieren, sondern einfach nur noch leben. Aber jetzt sei es höchste Zeit für ihn, den Helikopter wieder zu besteigen, denn um 20 Uhr beginne in London ein Fundraiserkongress über E-Donations, auf Wiedersehen. Über den Alumniköpfen krachten morsche Balken, in der Ferne heulte ein Wolf, und damit war die Stunde der wackeren Soldaten angebrochen, welche uns immer wieder daran erinnern, dass die Zivilisation alles andere als gesichert ist, wenn man einfach nur lebt.

 

 

 

 

Leseprobe (Der Weg aus der Knechtschaft I)
(235) Christentum, Menschenrechte und Demokratie

 

Die Behauptung, Aufklärung, Menschenrechte und Demokratie hätten dem Christentum zäh abgerungen werden müssen, hält sich hartnäckiger als je zuvor. Klar, wo einer nach dem andern konfessionslos wird, weil er statt Kirchensteuern zu bezahlen lieber einen Ferrari kauft oder ins Puff geht. Auf den ersten Blick hat es die Behauptung ja auch leicht. Sie kann sich auf den Absolutheitswahn der Päpste, auf die geradezu Ekel erregende Nähe der orthodoxen Patriarchen zur politischen Macht und natürlich auf unzählige abscheuliche Glaubenskriege und Verfolgungsjagden berufen. Was sich heute im Islam oder im Hinduismus abspiele, so der Tenor, hätten wir ein paar Jahrhunderte früher auch im Christentum gehabt. Auch dass Religion und Kirche nicht dasselbe sind, schmälert die Überzeugungskraft der Behauptung kaum, denn das eine ist ohne das andere ebenso wenig vorstellbar wie Hitler ohne die (damaligen) Deutschen.

 

Bleibt die Frage, warum sich Aufklärung, Menschenrechte und Demokratie ausgerechnet im christlichen Europa breitschlagen konnten und warum deren Ideale jetzt auf der ganzen Welt als Massstäbe für den gesellschaftlichen Fortschritt gelten. Eine erste Antwort dazu liefert Thomas Kuhn („Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“): «Wenn das Bewusstsein einer Anomalie beim Auftauchen neuer Phänomene eine Rolle spielt, sollte es niemanden verwundern, dass ein ähnliches, doch tieferes Bewusstsein eine Voraussetzung für jeden annehmbaren Wechsel in der Theorie ist. Für diesen Punkt, so glaube ich, ist die historische Evidenz völlig eindeutig. Der Zustand der Ptolemäischen Astronomie war vor der Veröffentlichung des Werkes von Kopernikus skandalös. Galileis Beiträge zum Studium der Bewegung hingen eng mit den Schwierigkeiten zusammen, welche die scholastischen Kritiker in der Theorie des Aristoteles entdeckt hatten. Newtons neue Theorie von Licht und Farbe entsprang der Entdeckung …» usw. Mit anderen Worten: Von nichts kommt nichts. Ein neues «Paradigma» fällt nicht vom Himmel, sondern entwickelt sich aus einem alten: Manchmal eher schleichend, manchmal eben «revolutionär». So sind sowohl Rationalismus als auch Empirismus von der scholastischen Dialektik nachgerade heraufbeschworen worden, und diese wiederum wurzelt direkt im frühchristlichen Mönchstum. Keine Weltreligion hat so viel Engagement für Bildung, Wissenschaft, schöne Künste und Architektur gezeigt wie die christliche, und deshalb konnten sich Humanismus, Renaissance und Reformation auch nur in Europa abspielen und nirgendwo sonst. Benedikt bei den Maya, Franziskus im Kongo, Luther auf Japanisch? Unvorstellbar.

 

Humanismus und Aufklärung waren übrigens nie explizit antichristlich, sondern höchstens antikirchlich. Die Unterscheidung ist wie gesagt etwas dünnhäutig, deswegen aber nicht völlig falsch. Voltaire wollte zwar die klerikale Niedertracht ausradieren, schrieb aber gleichzeitig, Gott müsste sofort erfunden werden, wenn es ihn nicht schon gäbe. Beethoven konnte problemlos in ein und demselben Atemzug die Neunte Symphonie und die Missa Solemnis komponieren. So viel «Sapere aude» wie bei Jesus war auch beim aufgeklärten Superstar Kant nie, und so viel Gedankenfreiheiten wie eben dieser Jesus erlaubte sich sogar der ganz schön verrückte Hegel nicht. Aber das ist noch nicht alles: Selbst Nietzsche hat seinen Gott resp. Jesus; er hat ihm einfach andere Namen gegeben (Zarathustra, Antichrist, Übermensch, Nietzsche …). Die Atheisten schliesslich sind ihrerseits ein Abklatsch des christlichen Gottes, was allein schon der Begriff beweist.

 

Abgesehen davon fällt es ohnehin schwer, in der gesamten Weltgeschichte einen freiheitlicheren prominenten Individualisten zu finden als Jesus. Er ist das Urbild des oppositionellen Querdenkers; kein Wunder, haben sie ihn dem Pöbel zum Frass vorgeworfen. Jahrhunderte vor Kant und Marx zeigte das Evangelium auf, was es mit dem kategorischen Imperativ auf sich hat und wie man aus den Letzten die Ersten macht. «Fraternité» und «Solidarité» sind keine Errungenschaften der Französischen Revolution, sondern des Neuen Testaments. Auch die Geschichtsschreibung ist vom Willen zur Macht vergiftet. Darum kennen wir die inquisitorischen Schweine halt viel besser als die unzähligen unbekannten christlichen Europäerinnen und Europäer, welche schon seit dem frühen Mittelalter dem Geist der kritischen Vernunft bzw. einer ökoliberalen und sozialdemokratischen Moderne gefolgt sind.

 

 

 

 

Leseprobe (Operation Transit)
(186) Ali Sigmund schimpft (Amos: Schwindler und Diebe!)

 

Unterdessen versuchten Judihui und seine Nachfolger, die britischen Inseln über die Runden zu wursteln. Am längsten und besten gelang das dem Regierungschef Blättler. Wie sein Übernamensgeber aus den „Unterschiedlichen Auffassungen“ war er in mentaler Hinsicht zwar ein Vollchaot, aber man hatte ihn sehr gern, weil er seine Schäfchen weitgehend gewähren liess.

 

Ali Sigmund gehörte zwar nicht direkt zu seinen Schäfchen. Das war ein kleiner Biobauer mit syrischen Wurzeln, der am «Ende der Welt» in einem bretonischen Kaff hauste und sich wahnsinnig Mühe gab, möglichst natürliche Produkte herzustellen. In seiner kargen Freizeit betrieb er autodidaktische Studien und spezialisierte sich auf Themen, die man gemeinhin unter der Gürtellinie ansiedelte. Seinen Nachbarn, die an seinem Verstand zweifelten, sagte er, er wolle diese Themen geistig überhöhen. (Darauf zweifelten sie aber einfach noch mehr an seinem Verstand.)

 

Einmal pro Monat begab sich Ali Sigmund jedoch nach London, stellte vor dem Haupteingang von Harrods einen Marktstand auf und wollte denen dort zeigen, wie man mit preisgünstigen Bioprodukten glücklich werden konnte. Obwohl er dafür nie eine Bewilligung einholte, liessen die Behörden auch ihn gewähren. Sie benutzten ihn als «Blitzableiter», wo man seinen Frust abreagieren oder eben bestätigen konnte, was er den Passanten dort predigte. Harrods sei im Besitz des organisierten Verbrechens, behauptete er, da drin würde man quasi bei jedem Gummibärchen schon übers Ohr gehauen, die Qualität der angebotenen Ware sei miserabel, von Kindersklaven und mit Giftstoffen fabriziert, man zwinge die Konsumenten, das masslos überteuerte Zeug per Wucherzins abzustottern, und deshalb sei bald jeder zweite nach einem Jahr bankrott und so weiter.

 

Die meisten Leute gingen aber achtlos an Ali Sigmunds Stand vorbei, auch jenes «Weib», das ihm jedes Mal sofort auffiel, weil es immer hässig war und entsprechend hässlich aussah und sich trotzdem regelmässig mit einer Unmenge von lieblich leuchtenden, formvollendeten Lifestyleartikeln eindeckte (oder umgekehrt). Er kannte sie nicht und nannte sie einfach Posh, bis er sie eines Tages anfuhr und ihr vorwarf, sie sei eine Kriegsgurgel. Jawohl, allein wegen den Frauen und ihren irrsinnigen Ansprüchen würden sich die Männer an allen Ecken und Enden ebenso irrsinnig bis aufs Blut bekämpfen. Früher hätten sie sich im Bann des «Ewigweiblichen» noch duelliert, heute seien sie dafür zu feig geworden, und daher engagierten sie nun Stellvertreter in Form von Soldaten, Söldnern, Killern oder auch Arbeitstieren.

 

Nach solchen Worten schaute Posh natürlich noch viel verzürnter aus ihrer Wäsche als sonst. «Er hat trotz seinen gescheiten Studien das System der Mann-Frau-Beziehungen überhaupt nicht begriffen», liess sie die Murdochpresse wissen, «ob Date, Beischlaf, Heirat, Ehe, Kinder, Scheidung, Erbschaft: Eine Frau, die auf einen Waschlappen setzt, ist nicht nur blöd, sondern auch verantwortungslos. Folglich geht es doch darum, aus jeder Situation möglichst viel herauszupressen. Man sieht ja immer wieder, was die auf Pump und ohne Reserven geführte Männerwirtschaft anrichtet, nämlich nacktes Chaos.» (Zum Zeitpunkt des Interviews befand sie sich gerade in einer Schwarzwaldklinik, wo sie sich im Rahmen ihrer Imagepflege auch ihren letzten Lachmuskel noch entfernen liess.)

 

Trotz dieser neofeministischen Retourkutsche liess Ali Sigmund aber nicht locker und beschimpfte beim Einpacken seiner ungewaschenen Rüben so ziemlich alles, was Rang und Namen hatte. Ohne Bestechung gehe beim Obersten Gericht gar nichts, meckerte er, die kirchlichen Würdenträger hätten bloss Kinderschändungen im Kopf, und der Präsident sei ein dummer Siech. Das war dann aber doch zu viel des Schlechten, und man wies ihn aus. In Frankreich sei eh alles schlimmer, beschieden sie ihm, er solle doch bitte dort weitersirachen, wenn es denn schon nötig sei.

Leseprobe (Der Weg aus der Knechtschaft II)
(405) Der Katalog der faulen Ausreden

 

Sie wissen noch nicht, wen Sie sicher nicht in das Bundesparlament wählen wollen? Dann hilft Ihnen vielleicht der Katalog der faulen Ausreden, wie sie mechanisch mobilisiert werden, wenn Kurskorrekturen angesagt wären. In der linken Spalte haben Sie die handelsüblichen Politikerphrasen, in der rechten die dazu passende dekodierte Auslegung.