Einwurf 406: Erdogan und der Völkermord


Nochmals Erdogan: Nein, der Typ passt uns gar nicht, und als kurdische Frau wäre ich längst eine Terroristin, welche ihn auf der Abschussliste hat. Nun hat er aber gesagt, die Moraltanten, welche die Türkei des Völkermords bezichtigten, sollen erst einmal vor den eigenen Haustüren wischen. Und in diesem Punkt sind wir natürlich voll bei ihm (und bei den Chinesen, die wegen den Uiguren am Pranger stehen).


Das Thema des historischen Völkermords an den Armeniern ist natürlich alles andere als neu, unlängst aber wieder in den Schlagzeilen gewesen, weil die Amerikaner sich dazu geäussert haben. Denn weil die Amerikaner und ihre Dollarbonzen (siehe jetzt gerade wieder Bill Gates) hoffnungslos überbewertet werden (bzw. sich selber hoffnungslos überbewerten), erzeugen sie automatisch auch regelmässig den grössten Lärm. (Dabei sind wir immerhin bald 8 Milliarden Menschen in 11 (Sub-)Kontinenten und rund 200 Nationen, und die Vermögen von Gates, Bezos usw. sind im Vergleich zum Weltvermögen ein Mückenscheiss und etwa so nichtswertig wie 300 Millionen Likes unter 100 Milliarden.)


Dazu nur noch das: Es gibt weder ein angelsächsisch oder amerikanisch noch ein zionistisch, israelisch oder jüdisch gepachtetes Massenverbrechen- oder Holocaust-Deutungsmonopol. Völkermord ist Völkermord, «Geostrategie» hin oder her.

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