WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

Neue Geschichten aus dem echten Leben: Die Fortsetzung der WPK-Tetralogie in der Gestalt von Wochenblogs (bis 2017) und Einzeleinwürfen (ab 2018). Hier werden heilige Kühe geschlachtet und durch unterwerfungsresistente Paradiesvögel ersetzt: Für Leute, denen sperriges Zeug Freude macht und die mithelfen wollen, von Gesinnungsdiktatoren und ihren „nützlichen Idioten“ kultivierte Tabus in heisse (oder kalte) Luft aufzulösen. Wir übertreiben nie, sondern denken bloss dort zu Ende, wo andere längst kalte Füsse gekriegt haben.

Einwurf 316: Die Jahrhunderthalbzeiten der Weltgeschichte

Ein zugegeben ziemlich summarischer und eurozentrischer Blick auf die Weltgeschichte der so genannten Neuzeit legt nahe, dass die erste Hälfte eines Jahrhunderts jeweils von kriegerischen Fanatikern beherrscht war, während es in der zweiten dann eher versöhnlich zu und her ging. Im 16. Jahrhundert hatten wir vorerst einmal das Jeder-gegen-Jeden-Chaos rund um Kaiser Karl V. Die Habsburger führten nicht nur gegen die Franzosen Krieg, sondern gleich auch noch gegen die Türken. Dazu kamen die Reformationswirren, der ewige Krach mit den Fürsten, die Bauernaufstände und der Völkermord in Lateinamerika. Schliesslich stabilisierte sich die Lage, woran auch die grossen Seeschlachten im Osten und im W

Einwurf 315: Unter Verrätern

Trump: Du bist ein Verräter. Bolton: Ist das jetzt ein Selbstgespräch? Trump: Wie kommst du denn darauf? Bolton: Weil du ein Verräter bist, nicht ich. Trump: Wie kommst du denn darauf? Bolton: Du hast dein Land verraten. Trump: Eben nicht ich, sondern du. Bolton: Wie kommst du denn darauf? Trump: Du schreibst dummes Zeug. Bolton: Egal, aber es stimmt. Trump: Egal, aber das macht man nicht. Bolton: Doch, das macht man, wenn die nationale Sicherheit auf dem Spiel steht. Trump: Nein, das macht man nicht, weil man erst so die nationale Sicherheit auf das Spiel setzt. Bolton: Mit der Wahrheit? Trump: Mit Lügen. Bolton: Du hast gelogen. Was soll ich denn gelogen haben? Trump: Alles, und überhaupt

Einwurf 314: Frau Jäger

Bis heute morgen habe ich nicht gewusst, wer Frau Jäger ist. Aber schliesslich lebe ich ja auch hinter dem Mond, und was die geniale geistige, intellektuelle, künstlerische, kreative und innovative Elite-Avantgarde unserer «Wendezeit» im Moment gerade verrichtet, geht völlig an mir vorbei. Immerhin weiss ich jetzt, dass Frau Jäger eindeutig dazugehört, und klar, ohne die fantastischen Social Media wie Twitter, Instagram, Facebook und Co. geht gar nichts. Als Influencerin ist Frau Jäger bei mehreren Grosskonzernen unter Vertrag. Damit hat sie denn auch das Zeug zur Multimilliardärin und wird Roger Federer wohl bald als oberste nationale Werbepuppe ablösen. Politisch korrekt muss sie nicht sei

Einwurf 313: Fort Trump

Als Kompensation zu einem amerikanischen Truppenrückzug aus Deutschland ist das «Fort Trump» in Polen wieder in die Schlagzeilen geraten. Das macht durchaus «Sinn», und wir hätten dafür auch einen für Operationen zur Schaffung und zum Unterhalt von «Dreckslöchern» massgeschneiderten Standortvorschlag. Er beginnt mit A. und befindet sich in der Nähe von Krakau. Den Segen der (neuen und alten, lebendigen und toten) Päpste haben sie auf sicher, und jenen der Russen- und Kommunistenhasser erst recht. Wir warten jetzt nur noch darauf, dass Trump die Novemberwahlen wegen seiner Coronasauerei auf unbestimmte Zeit vertagt. Dann steht dem Bau seines Forts nichts mehr entgegen.

Einwurf 312: Das Selfie zum Bloomsday

Bis vor kurzem bluffte ich jeweils damit, dass mein Geburtstag mit dem Bloomsday zusammenfiel, und dazu erst noch mit dem Geburtstag von Jürgen Klopp. Dann habe ich aber festgestellt, dass ich von einem monströsen Gruselkabinett umzingelt bin. Vorgestern hatte Donald Trump Geburtstag, und das ausgerechnet noch an meinem Hochzeitstag. Gestern war Xi Jinping an der Reihe, und der hat sogar denselben Jahrgang wie ich. Am 19. Juni folgt Boris Johnson, und am gleichen Tag kam nicht nur eine meiner Grossmütter zur Welt; das war auch der Tag, an dem ich meine Frau zum ersten Mal sah. Obwohl Putin erst im Oktober «feiert»: Mehr Pech geht kaum noch. Aber immerhin hat der liebe Gott dafür gesorgt, das

Einwurf 311: Bulimie im Bundesgericht

Der Bundesgerichtspräsident macht sexistische Sprüche. Das darf er natürlich nicht. Aber adipöse und magersüchtige Richter/innen sind ein Thema, welches in geeigneter Form unbedingt behandelt werden muss. Das Geschlecht ist egal - es geht um die institutionelle Glaubwürdigkeit. Wer anderen die Leviten liest, sich selber aber nicht im Griff hat, wird nicht ernst genommen, Paragraphen hin oder her.

Einwurf 310: Endlösung Selbstzerfleischung

Wenn sich die amerikanischen Waffennarren mit ihren Knarren gegenseitig umbringen, ist das zwar nicht gerade vorbildlich, aber letztlich spricht doch mehr dafür als dagegen. Denn eine elegantere Methode, diese globalen Unruhestifter loszuwerden, kann man sich gar nicht vorstellen. Einfach bloss zuschauen. Bolton gegen Trump: Fantastisch! Für die gegenwärtige amerikanische Misere sind auch Friedrich Hayek und Milton Friedman in hohem Masse mitverantwortlich. Mit ihren Theorien und Expertisen haben sie massgeblich dazu beigetragen, dass die Sondermüllmischung aus Fettsäcken, Drogensüchtigen, Klimakillern, Fake News-Kotzern, Twitter-Scheissern, Ghettomilliardären, Justizimperialisten, Atombombe

Einwurf 309: Denkmäler stürzen und ersetzen

Kolumbus: Denkmal bitte stehen lassen. Magellan, Livingstone, Stanley, Humboldt, Darwin und (vor allem) Nansen: Ebenfalls stehen lassen. Die haben keine grossflächigen Völkermorde veranstaltet, Wagner und Nietzsche auch nicht. Es gibt bessere Ziele: Cortés und Pizarro zum Beispiel, oder die Monarchen, in deren Dienst solche Leute standen. Ferry, Rhodes und Churchill sind auch nicht schlecht. Churchills Heiligenschein nervt schon seit Jahrzehnten. Wenn er sich nicht an Hitler hochgeschaukelt hätte, wäre er heute wohl nur noch als Kolonialist bekannt. Ein Riesenschwein war der belgische König Leopold II. Seine Hinterfotzigkeiten wirken bis heute nach. Wegen dem hätte man auch in Brüssel eigent

Einwurf 308: Der Corona-Paradigmawechsel

Vor Corona war die «Welt» überdreht, aufgekratzt oder gar durchgeknallt. Jetzt wird sie hoffentlich ein bisschen besonnener. «Zurück zur Normalität» ist Schwachsinn. Was abnormal war, soll nicht normal werden, und vielen scheint das nun doch irgendwie einzuleuchten. Erste positive Schritte «vorwärts zur Vernunft» zeichnen sich denn auch ab, zum Beispiel in der EU («Schuldengemeinschaft») und beim Klimaschutz. Sogar die Geizkragensekte unserer Nation, der Ständerat, ist jetzt für (sagen wir mal einigermassen akzeptable) CO2-Abgaben. Und die «Ehe für alle» wird urplötzlich zur Selbstverständlichkeit. Nur die eidgenossenschaftsfeindlichen Brunnenvergifter von der SVP wollen weiterhin «täubele».

Einwurf 307: Die Neiddebatte

Wenn Sie sich für eine Sozialreform einsetzen, welche von Multimillionären ein paar Opfer abverlangt, können Sie sicher sein, dass man Ihnen vorwirft, sie seien bloss neidisch. Mit Verlaub: Neidisch auf wen? Auf Raffgierige? Auf Klimakiller? Auf Charakterlumpen? So ein Seich – wer möchte denn da schon «tauschen»? Oder andersherum: Neidisch veranlagt sind bloss diejenigen, welche solche Vorwürfe überhaupt kolportieren. Wer alle seine Tassen im Schrank hat, kommt erst gar nicht darauf.

Einwurf 306: Post ab mit Trump

Trump will die staatliche Post abschaffen. Das ist keine Überraschung, denn er will sowieso alles abschaffen, was nach Staat riecht. Darüber kann man sich zwar ärgern, aber man kann sich darüber auch amüsieren. Denn konsequent zu Ende gedacht, müsste er ja auch die Regierung und damit sich selber abschaffen, und das wäre dann wohl die mit Abstand am wenigsten blöde Aktion seiner ganzen oberblöden Twitterkarriere.

Einwurf 305: Caster Semenya

Weil wir dieses Jahr keine Olympiade haben, gibt es nun auch keine Caster-Semenya-Diskussionen. Es heisst, ihre «Männlichkeit» benachteilige ihre Mitstreiterinnen, und deswegen findet seit mehreren Jahren schon ein riesiges medizinjuristisches Affentheater statt. Aber ihre Konkurrentinnen sollen nicht so blöd tun, zumal sich ohnehin jede Zweite illegal dopt. Abgesehen davon sind ja eh alle anders: Die eine misst 190 cm, die andere 150, der BMI schwankt zwischen 18 und 28, ähnlich die Waist-to-Hip-Ratio. Die eine ist asexuell, die andere hat schon zwei Kinder, die eine war noch nie krank, die andere ist das ständig, die eine lacht viel, die andere heult viel und eine dritte macht gleich beide

Einwurf 304: Fotografie heute

Früher habe ich mir beim Fotografieren jeweils viel Mühe gegeben, richtige kleine «Kunstwerke» zu kreieren. Seit aber jeder Idiot jeden Tag mit seinem Handy mehrere Tausend Bildli «knipst» und auf debile Internetplattformen schiebt, habe ich damit aufgehört. Wer heute fotografiert, beteiligt sich nur noch an der Produktion von wertlosem industriellem Sondermüll. Die Fotokunst ist im Eimer, und wo es sie noch gibt, wird sie gar nicht mehr wahrgenommen. Tempi passati, addio.

Einwurf 303: Impfzwang

Das Recht, eine Impfung zu verweigern, sollte wohl respektiert werden. Im Gegenzug muss man sich aber sehr gut überlegen, was das für die Krankenkassen bedeutet. Es geht natürlich nicht, dass die Solidarität unter den Versicherungsnehmern durch grobfahrlässige Unterlassungen missbraucht wird.

Einwurf 302: Das Zitat

«Die grösste Arbeit der Menschen ist die Bodenbestellung. Je mehr das Klima dazu verleitet, diese Arbeit zu fliehen, desto mehr müssen Religion und Gesetze sie dazu ermuntern. Die Gesetze der Inder geben den Boden den Fürsten und nehmen den Privatpersonen den Sinn für das Eigentum. Dadurch vermehren sie noch die schlimmen Auswirkungen des Klimas, das heisst die naturgegebene Trägheit». (Montesquieu, Vom Geist der Gesetze, 1748, also vor 272 Jahren) Wenn Sie Nachhilfe brauchen, hier ein paar Stichworte: Wirtschaftsethik, Erderwärmung, Auswanderungsströme, chinesischer Landraub in Afrika, kriminelle Waldrodungen in Brasilien, Vermögenskonzentration, Massenelend.

Einwurf 301: Abkürzungsgrammatik

Sie sind bestens ausgebildete, hochqualifizierte Radiojournalistinnen und reden von GVs, von AKWs, von KMUs und von RAVs. In der Sache versteht man sie schon, aber woher um Himmels willen kommen diese «s» nach den Abkürzungen? Also, wir üben den Plural. Die Generalversammlung – Die Generalversammlungs. Das Atomkraftwerk – Die Atomkraftwerks. Das Unternehmen – Die Unternehmens. Das Vermittlungszentrum - Die Vermittlungszentrums. Kein Wunder, kommen wir im PISA-Ranking nicht mehr vom Fleck. Wenn selbst die bestens ausgebildeten, hochqualifizierten…..

Einwurf 300: Sport und Politik

Wenn es ein Sportler wagt, sich für Menschenrechte und Umweltschutz stark zu machen, gibt es sofort grosse Diskussionen. Er kriegt Probleme auf allen Ebenen, es drohen Boykotte, Klagen, Gerichtsverfahren, Sanktionen, Ausschlüsse, Verteufelungen usw. Der Sport müsse politisch neutral bleiben, heisst es jeweils von «oben». Aber das ist Verhältnisblödsinn: Der ganze organisierte Sport ist hochgradig politisch und in dieser Hinsicht auch alles andere als zimperlich. Olympiaden und Weltmeisterschaften sind hemmungslose Nationalismus-Orgien: Flaggen, Hymnen, Medaillenspiegel bis zur Vergasung. Die Sportler treten im Namen von Ländern auf, welche totalitäre Diktaturen sind, Konzentrationslager führ

Einwurf 299: Utopien, Visionen, pragmatische kleine Schritte und Pflästerlipolitik

Sie sagen, Utopien und Visionen seien etwas für den Psychiater, «pragmatisch» müsse man sein, nur die «Politik der kleinen Schritte» bringe etwas. Was sie nicht sagen: Es kommt natürlich darauf an, worum es geht. Denn wenn die «Gegner», egal auf welchem Gebiet, mit mutigen «unternehmerischen» Pilotprojekten aufwarten, hat man im Gegensatz zu den eigenen Glaubensbekenntnissen gar keine Freude daran. Dann heisst es nur noch, das sei «Pflästerlipolitik» und das Problem müsse in einem globalen Rahmen gelöst werden. («Ich nicht, der andere auch».) Also mit Trump, Putin, Xi Jinping, Australien, Israel, Saudi-Arabien und Iran: Utopischer und visionärer geht nicht mehr, und jetzt braucht es tatsächl

Einwurf 298: Die Nazisau im Weissen Haus

Die aktuellen Unruhen beweisen es endgültig: Trump ist mit Abstand der schlechteste Präsident der USA, den man sich vorstellen kann. Sein Coronamanagement ist eine einzige Katastrophe, seine Volkswirtschaft ist am Boden, er hasst und vergiftet nicht nur seine eigene Bevölkerung, sondern die ganze Welt. Er will ganz klar nur noch Krieg, und deshalb muss dieses unflätige Schwein endlich weg, je früher, desto besser, am besten gleich noch heute abend. NAZIS RAUS! NIE WIEDER! FREIHEIT! (Dem Vernehmen nach hat er sich letzte Woche schon mal kurz in seinem Führerbunker verschanzt, probehalber. Trotzdem müssen die MeToo-Frauen, welche jetzt Joe Biden möglicherweise sogar zu Recht angreifen, wissen,

Einwurf 297: Demonstrationen und Demonstrationen

Mit oder ohne Corona: Es gibt Demonstrationen und Demonstrationen, und je nachdem muss sich der Staat so oder anders verhalten. Diejenigen, welche für das Faustrecht und somit auch für den Faschismus, den Rassismus und die grenzenlose Abzockerei und Ausbeutung demonstrieren, muss er verbieten und zerschlagen. Diejenigen jedoch, die sich für den humanen (ökologischen, sozialen, kulturellen) Fortschritt einsetzen, muss er nicht nur gewähren lassen, sondern sogar aktiv unterstützen. Rechtsextreme Arschlöcher und kritische «Klimajugendliche» gleich zu behandeln ist unüberbietbarer Schwachsinn. Die Behörden seien «auf einem Auge blind» ist ein dummer Spruch von rücksichtslosen Egoisten; «richtig

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