Einwurf 334: Einer mit viel Erfahrung


Sie bewerben sich für eine Führungsfunktion, haben unbestritten ein Riesenpotenzial, alles stimmt, und Sie sind auf keiner einzigen schwarzen Liste. Aber Ihnen fehlt die Führungserfahrung, und das Rennen macht schliesslich irgendeiner, der irgendwo schon mal ein bisschen geführt hat. Egal wie.

Mangel an Erfahrung ist auch sonst ein Killer. Wer nicht alles schon selber erlebt hat, taugt zu nichts. Über den Sachen zu stehen («Helicopter View»), hilft überhaupt nicht. D.h. auch über Selbstmord kann nur einer mitreden, der selber schon mal Selbstmord gemacht hat. Alles klar.

Warum sind so viele Konzernchefs «Nieten in Nadelstreifen»? Weil sie sich als nützliche Idioten (Direktionsassistenten, PWC/EY-Praktikanten, Kanzleianwaltsneulinge) in einen Weltkonzern eingeschlichen haben und in dieser Eigenschaft ein Projektli leiten durften. Von da an griffen die Seilschaftsautomatismen. Dabei führt jeder selbstbewusste Philosophiestudent besser als eine austauschbare geldgierige Windfahne. Den könnte man nach seinem Master sogar direkt als CEO einsetzen. Dann hätten wir auch dieses ewig lästige Reputationstheater nicht mehr. Aber es kommt noch dicker (siehe nächster Eintrag).

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