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Einwurf 136: Europa und das braune Pack

24.07.2019

Bei den Europawahlen haben die «Guten» zwar etwas an Terrain eingebüsst, sie sind den «Schlechten» aber immer noch haushoch überlegen. Die grossen vier «Fraktionen der Vernunft» sollten nun jedoch ein gemeinsames Aktionsprogramm auf die Beine stellen und konsequent aufhören, das braune Pack irgendwie «in die Verantwortung einbinden» zu wollen. Das wird nie funktionieren, das ist nichts als Kapitulation und Selbstmord. Die Vernünftigen müssen sich vielmehr untereinander zusammenraufen und das braune Pack gnadenlos anfassen, auch rhetorisch, denn die beinharte Sprache ist die einzige, die es versteht.

 

Europa ist Vielfalt in der Einheit und Einheit in der Vielfalt. Will heissen: Magna Carta und Goldene Bulle, Menschenrechte und Föderalismus, Demokratie und Rechtsstaat, Pluralismus und Toleranz. Aber man lässt sich nicht alles gefallen. Mit einer derartigen, weltweit einmaligen USP darf man nicht fahrlässig umgehen. Allein mit ihr gibt es «kreative Genies» wie Shakespeare, Kant, Newton oder Einstein und nicht bloss «innovative Bastler und Krämer» wie Gates, Jobs, Zuckerberg oder Bezos. (Ohne Europa wären die USA nichts. Die verdanken ihre Macht bloss den rechtsextremen Patrioten, die hier ständig für Hass, Krieg und Auswanderung sorgten.)

   

Aus diesem Grund müssen die Nazis jetzt definitiv raus aus den europäischen Institutionen. Boris Johnson soll sich mit den Amerikanern und den Australiern amüsieren, solange er das kann, und die allergrössten Scharfmacher dürfen ihre Arbeit gerne in Saudi-Arabien, in Syrien und in Israel erledigen, wenn es denn sein muss. Wenn sie sich mit ihresgleichen in Apartheidwüsten messen wollen, dann bitte schön.

 

Die UNO- und EU-Chefs dagegen müssen aufpassen, nicht als Feiglinge durchgereicht zu werden. Gerade von ihnen erwarten wir eine eiserne Antinazidisziplin und ein herzhaftes Engagement für die internationale Kooperation. Im Grunde riskieren sie ja gar nichts, denn selbst wenn man sie deswegen zum Teufel jagt, haben sie sich Profil und Respekt verschafft, und dann soll mal einer kommen, der es besser kann. Orban? Strache? Salvini? Le Pen? Wilders? Farage? Blocher? Wer da nicht laut herauslacht, dem ist wirklich nicht zu helfen. Ein Mensch kann lange leben, einzelne Organe aber sind schnell tot. Der «harte Brexit» wird es beweisen. Die Ukraine macht es bereits vor. (Wissen Sie noch, was die GUS einst war bzw. was nicht?)

 

Alles klar? Nicht unbedingt: Als Ulrike Guérot kürzlich in Zürich war, ging es unter anderem um das «schlechte Personal» in der EU. Klar, auch in Brüssel haben wir es mit Leuten zu tun, welche sich durch die Parlamente hochgeschnorrt haben. Sie sind weder repräsentativ noch herausragend, sondern oft genug bloss geltungssüchtige und gleichzeitig masochistische Parteisoldaten. Aber das ist jetzt ein anderes Thema.

 

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