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WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

20.11.2019

Wenn wir die Sexualität entsorgen würden, hätten wir sicher weniger Probleme auf der Welt. Denn wer den wahren Konfliktursachen auf den Grund geht, merkt bald, dass bis jetzt gar nie um Rohstoffe, Arbeitssklaven, schräge Götter oder schwachsinnige Ideologien, sondern letztlich immer von Männern um Frauen gestritten worden ist. Seit der Ilias wissen wir das eigentlich schon längst; Goethe und Freud hätten das ebenfalls unterschrieben. Auch religiöse Machthaber haben das gecheckt, nur haben sie darauf falsch reagiert.     

Mit dem Feminismus kommt nun noch der Kampf zwischen den Geschlechtern hinzu: Männer gegen Frauen. Früher mussten sich die Frauen widerwillig hinlegen, heute hingegen ist schon ein «böser Blick» eine Vergewaltigung und eine Penetration erst recht. Mit «MeToo» haben wir uns einen zusätzlichen flächendeckenden Konfliktherd eingehandelt. Schuld daran sind aber weder Feministinnen noch Machos, sondern wiederum die Sexualität und die damit verbundenen Triebe....

19.11.2019

In den Feuilletons erscheinen seit Jahrzehnten immer wieder Beiträge zur «Legitimationskrise» der Geisteswissenschaften. Das ist nicht weiter verwunderlich, wo diese Geisteswissenschaften doch überhaupt nichts nützen und eh bloss von dummen Frauen und faulen Männern studiert werden. Doch was sind denn eigentlich Geisteswissenschaften? Im Umfeld des legendären Wiener Kreises haben sie ja schon mal behauptet, Wissenschaft sei ausschliesslich Naturwissenschaft und Mathematik, allenfalls noch Medizin und Psychiatrie oder Geografie, und damit basta. (Heute kämen da wohl noch die Informatik und die Ökologie hinzu.) Ganz falsch ist diese Position nicht, nur geraten bei ihr gleich auch noch die Jurisprudenz, die Ökonomie und die übrigen Sozialwissenschaften unter die Räder. Zu denen kann man aber durchaus auch die Geschichts-, Sprach-, Bildungs- und Kommunikationswissenschaften zählen, weiter Fächer oder Disziplinen wie Politologie, Soziologie, Ethnologie, Anthropologie usw., und statt von Soz...

18.11.2019

Evo Morales ist wie Robert Mugabe einer von denen, welche sich als Hoffnungsträger Respekt verschaffen und lebenswichtige Reformen durchsetzen. Aber dann treten sie nicht mehr ab, werden arrogant und korrupt und ramponieren so aus eigener Kraft ihren guten Ruf, ohne dass der «böse Feind» auch nur einen kleinen Finger rühren muss.

In der Schweiz sorgt das «System» dafür, dass es nicht so weit kommen kann. Es finden so zwar keine Reformen statt, aber die haben wir bekanntlich gar nicht nötig. Dafür können sich auch die notorischen Sesselkleber nicht in kriminelle Monstren verwandeln. Das höchste ihrer Gefühle bleibt somit eine Fossilienexistenz im Ständerat.

Die meisten Ständeräte sind früher schon jahrelang im Nationalrat und/oder in irgendeiner Kantonsregierung gehockt. Mitglieder einer «Chambre de réflexion» nannten sie sich zu Furglers und Auberts Zeiten mal noch, aber heute kann da von intellektuellen Höchstleistungen keine Rede mehr sein. Dafür haben sie einen «riesigen Erfahrungssch...

10.10.2019

Man hat zurzeit den Eindruck, in der ganzen Welt werde gewählt. Auch in der Schweiz wird gewählt, und ehrlich gesagt, wir sind ganz froh, dass wir uns am 19. Oktober und den Wochen darnach dann am anderen Ende der Welt aufhalten werden. So haben wir wenigstens diese endlosen Reportagen und Kommentare nicht um die Ohren, die so tun, als ginge es um das Schicksal der Menschheit. Dabei wird sich wie immer so gut wie nichts verändern. Nicht einmal die blödsinnigsten SVP-Plakate haben die Gemüter gross beschäftigt. Sie sind voll ins Leere gelaufen, im Grunde genau das, was sie verdient haben. Auch die anderen Plakate sind zum Gähnen. Alle sehen gleich aus, sie lachen gleich, sie haben die gleichen Glatzen, Brillen und Krawatten (Männer) und die gleichen aristokratischen Frisuren und weissen Zähne (Frauen). Wen man leider nie sieht: Die charakterlich sauberen und in ihrer Wertehaltung transparenten parteilosen «Randfiguren», welche zweifellos die Besten wären. Stattdessen haben wir wieder ha...

10.10.2019

Die G-20 und die OECD wachsen über sich hinaus: Sie schlagen vor, kommerzielle Unternehmen nicht nur dort zu besteuern, wo sie produzieren, sondern auch dort, wo sie verkaufen. Das ist sensationell, denn wer schon immer gegen die Entwicklungshilfe war, müsste nun eigentlich sofort auf diesen Zug springen. Und wer schon immer dafür war, erst recht. Denn es gibt – abgesehen von obligatorischen Mädchenschulen mit feministischen Lehrerinnen - keine bessere Entwicklungshilfe als ein gerechtes Steuersystem mit Blockchain-basiertem AIA. D.h. wenn sich die OECD und die G-20 mit ihren Vorschlägen weltweit durchsetzen, dann kann man die «traditionelle» Entwicklungshilfe problemlos abschaffen. Pflästerlizeug weg, Korruptionsfutter weg, Steueroasen weg, Bürokratiemonstren weg, Terrorismus weg, Migrationsdramen weg, Umweltversauung weg: Was will man noch mehr?    

02.10.2019

Live aus dem Berglandwirtschaftseinsatz: Das Purebüebli kommt nach Hause und sagt, in der Schule müssten sie jetzt die Römer durchackern, dabei seien die doch schon längst ausgestorben. So etwas mache keinen Sinn. 

Aus der Sicht eines Kindes tönt das genial, aber die Lehrpersonen sollten ihren Schülerinnen und Schülern natürlich schon erklären können, weshalb der Geschichtsunterricht Sinn macht. Es geht darin ja um nichts mehr und nichts weniger als um die Herleitung unserer Existenz, unserer Prägung und unserer Identität. Und da spielen die Römer selbstverständlich eine zentrale Rolle. Die Methode, den Geschichtsunterricht mit dem Urknall zu starten, ist aber völlig veraltet. Man muss das Ganze vielmehr vom Schwanz her aufzäumen, also von der Gegenwart, mit der man wenigstens einigermassen vertraut ist. Etwa so: Frankreich, Deutschland, Italien, Grossbritannien, Spanien, Polen, Griechenland, Österreich, Schweiz usw.: Was ist der Charakter dieser Staaten und wie kamen sie dazu? Was sind...

01.10.2019

Die Fussballerin des Jahres ist endlich einmal wieder eine richtig sympathische Spitzensportlerin. Denn sie unterscheidet sich wohltuend von den anderen 99%, welche bloss Doping fressen, ihren Körper zugrunde richten, die geistige Verblödung in Kauf nehmen, mit hässlichen Rennwagen herumfurzen, Steuern hinterziehen, kitschige Werbungslawinen lostreten, schwachsinnige Interviews geben und/oder patriotisch-nationalistische Scheisse absondern.

Spitzensportler gelten als Vorbilder. Das ist natürlich ein Quatsch, denn was die (siehe oben) im Kopf haben, bringt, im Gegensatz zur Gesinnungsethik von Gandhi, Snowden und Co., dem Normalo überhaupt nichts. Aber wenn es denn schon ein Vorbild braucht, dann ein solches wie Megan Rapinoe. Sie steht voll und ganz zu ihren Werten, sie hat Rückgrat, sie lässt sich weder kaufen noch verbiegen, sie hat Fantasie und Humor, sie ist intelligent, gesellschaftskritisch und sozialkompetent und sie hat auch ästhetisch einen verdammt guten Geschmack. Was will ma...

29.09.2019

Das ist mittlerweile sonnenklar: Donald Trump hetzt alle aufeinander los, damit letztlich jeder Einzelne auf ihn angewiesen ist. Darum unterhält er auf den Latrinenwegen auch ausgezeichnete Beziehungen zu jenen Schurken, welche er vordergründig als Erzfeinde bezeichnet, und alle fallen darauf herein. «Teile und herrsche» nennt man das, oder besser noch: «Twitterterrorismus».

Besonders stark wirkt Trumps Spaltpilzgift jetzt in Grossbritannien. Wegen dem Brexit versinkt das Land in einem tiefen Morast und schafft es nicht mehr, sich daraus zu befreien. Dabei gibt es hier nur eine Lösung: Die Brexit-Abstimmung wiederholen. Die Leute sollen die Gelegenheit erhalten, sich die nationalistische Vergiftung wieder abzustreifen, die man ihnen aufgeschwatzt hat, und in der EU zu bleiben. Oder sie bestätigen, dass sie diese Vergiftung tatsächlich wollen, treten definitiv aus und geniessen den tiefen Morast. Durch einen vertragslosen Brexit natürlich, denn die EU bewegt sich zu Recht nicht mehr. Die...

26.09.2019

Aufgrund eines Gerichtsurteils dürfen die britischen Parlamentarier jetzt wieder in ihrem Unterhaus herumblöken («Nnjääää!»). Es ist ja schön, wenn die Gerichte noch wirkungsvoll für Ordnung sorgen können, doch als Boris Johnson die «Mutter aller Parlamente» in die Zwangsferien geschickt hat, war das nicht unbedingt sein schlechtester Entscheid. Diese Abgeordneten haben ja jahrelang ganz klar vordemonstriert, wie unfähig sie sind, ihr Land aus der Brexit-Kloake wieder heraus zu lotsen, wohin auch immer.

Aber das hat man halt von der kindischen Parteienwirtschaft, und was in Grossbritannien jetzt vorgeht, spielt sich auch in vielen anderen Staaten ab. Man merkt es einfach nicht so schnell, es sei denn, es komme, wie manchmal in Italien, gleich zu einer Schlägerei. In Israel wählen sie ja bald alle 3 Monate ein neues Parlament. Auch das ist ein Kasperletheater, worauf man lieber verzichten würde. In Österreich wird es kaum viel besser herauskommen, und wie das Parlament in der Schweiz die...

26.09.2019

Wissen Sie, wann die Gleichstellung von Mann und Frau wirklich erreicht ist? Wir haben da einen ganz einfachen und bestens messbaren Lösungsvorschlag: Wenn die Verurteilungsraten für egal welche Verbrechen haargenau dieselben sind (also 1 zu 1 oder je 50%). Viel Vergnügen beim Philosophieren.      

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November 18, 2019

September 26, 2019

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