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WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

15.01.2020

Sind Sie dick? Ja? Dann haben Sie es gut: Sie sind nicht nur «mehrheitsfähig», sondern voll im Megatrend. Der Schlankheitswahn sei geisteskrank, sagen und schreiben die Glücksphilosophen, der führe bloss in die Fress-Kotz-Hölle, zu anderen Magersüchten und in die Depression. Dagegen soll man zu «seiner Figur stehen», egal wie «scheinbar unförmig» die nun sei. Denn Schönheitsideale seien dem Wandel der Zeit unterworfen. Was heute gelte, sei morgen schon wieder Schrott. 

Gut, wenn das so ist, dann soll doch jeder fressen und saufen, was ihm gerade vor das Maul geklatscht wird. Pausenlos an jeder Strassenecke, im Tram, während der Arbeit, auf der Toilette, im Bett beim Fernsehen vor dem Einschlafen usw. Man soll sich die Lebensfreude nicht durch genussfeindliche Besserwisser zerstören lassen, sagen und schreiben sie. Und überhaupt: Den Hunger zu unterdrücken, sei ein Unsinn wider die Natur.

Doch wer diese Linie einschlägt, der soll dann bitte auch die Folgen seines Tuns aus dem eigenen Sack...

14.01.2020

Das müssen die Asylbewerber aus der «Dritten Welt» oder dem «globalen Süden» schon wissen: Sie können die «kulturellen Werte» ihrer Herkunftsgesellschaft in Europa nicht 1:1 weiterpflegen. Denn das würde ja bedeuten, dass sie die Sauerei, der sie den Rücken gekehrt haben, bei uns wieder einführen. Das liegt jedoch weder in unserem noch in ihrem eigenen Interesse. Dabei geht es nicht um Kochrezepte oder Volksmusik, sondern um zentrale Lebensthemen wie die Behandlung der Frauen durch die Männer oder die Einstellung zu Leistung und Zuverlässigkeit.

Darüber hinaus sollten sich eigentlich alle Immigranten überprüfbar als integrationswillig erweisen. Das gilt auch für die hochqualifizierten Fachkräfte aus der «Ersten Welt» oder dem «globalen Norden». Am besten läuft das über den Sprachunterricht. «Die Sprache ist das Haus des Seins». D.h. wer seinen Niederlassungsstatus behalten will, muss jedes Jahr einen immer schwieriger werdenden Nationalsprachtest bestehen (also meistens nicht Englisch)....

13.01.2020

Die Erpressungsmaschine, die wir im Einwurf 194 vorgestellt haben, kann, wenn ihre Besitzer das wollen, auch ein zweites Massengift absondern. Es nennt sich «Bürokratiemonster». Auch dieses Gift wird gerne gegen Reformprojekte versprüht, welche die Sozial- und die Umweltgesetzgebung modernisieren möchten. Als Zusatzstoff verwenden die Maschinisten dabei jeweils noch die Phrase, das bestehende System habe sich «grundsätzlich bewährt» und dürfe nicht wegen ein paar ärgerlichen Einzelvorkommnissen über den Haufen geworfen werden.  

Auch dieses Gift ist so wirksam und unglaubwürdig wie dasjenige mit den gefährdeten Arbeitsplätzen. Denn die grössten Bürokratiemonstren haben wir ganz klar bei den Steuern, den Sozialversicherungen, der Landwirtschaft und der Armee. Dazu kommen die «Kollateralschäden» des kleinkarierten Föderalismuswahns (Lasten- und Finanzausgleich, Regionalhilfe, gemeinsame Verantwortungen, Kantonskonferenzen, Konkordate, Zweckverbände, Vollzugsdelegation usw.) Diese Mon...

09.01.2020

Und Jesus ging in die Credit Suisse am Zürcher Paradeplatz hinein und trieb heraus alle Investmentbanker und Assetmanager und stiess um der Bonusfanatiker Tische und die Stühle der Verfolgungswahnsinnigen und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: «Dieses Haus soll ein Freiheits- und Solidaritätshaus heissen»; ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus. Und es gingen zu ihm alle Verlierer: Randständige, Ignorierte, Ausgegrenzte und Unterdrückte, und er sprach ihnen gut zu. Da aber die Chefideologen, die Chefjuristen, die Chefökonomen, ihre Befehlsgeber und ihre Arschlecker sahen seinen Auftritt und die Schülerinnen, die am Paradeplatz «Klimajesus» schrien, wurden sie entrüstet und sprachen zu ihm: Hörst du auch, was diese sagen? Jesus sprach zu ihnen: Ja! Habt ihr nie gelesen: «Aus dem Munde der jungen Frauen kommt die Wahrheit»? Und er liess sie da und ging zur Stadt hinaus.

Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Credit Suisse aber trachteten, wie sie ihn umbrächten. Denn sie fürc...

07.01.2020

Die aktuelle Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran ist nicht lustig. Aber sie hat immerhin den Vorteil, dass man wieder einmal klar erkennt, wo sich das Herz des Neofaschismus befindet, nämlich nicht in der ehemaligen DDR und auch nicht in Budapest, sondern im Weissen Haus.

Das Vierte Reich, das sind die USA. Den Genozid an den Indianern kennen wir schon lange, die Sauerei mit den afrikanischen Sklaven auch. Die Massenhinrichtung von rund 500'000 Irakern im Jahr 2003 konnten sie vorläufig noch vom kollektiven Bewusstsein fernhalten, und auch die beiden über Japan abgeworfenen Atombomben gelten immer noch nicht als Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Aber das wird sich möglicherweise rasch ändern, je nachdem, wie lange der unflätige Trump und seine vollgefressenen Ganoven noch weiterwüten dürfen.

Zum Vierten Reich gehört natürlich auch der Weltherrschaftsanspruch. Den hegen die Amerikaner mehr denn je. «America first» ist ja keine Selbstbescheidungsstrategie, sondern lediglich...

07.01.2020

Jedes grosse Reformprojekt wird jeweils mit der Behauptung vernichtet, es gefährde Millionen von Arbeitsplätzen. Es ist, als würde da regelmässig immer wieder die gleiche Giftmaschine angekurbelt. Giftmaschine deshalb, weil was die produziert, ist nichts als eine bodenlose Frechheit, eine Erpressung durch ewiggestrige Besitzstandswahrer. Und viele Leute sind leider immer noch so dumm oder so schwach, dass sie voll auf dieses Gift abfahren. 

Der Trick der Reformfeinde und ihrer Giftmaschine ist ganz einfach. Sie rechnen vor, mit welchen Kosten die vorgeschlagenen Reformen verbunden sind, und auf den ersten Blick stimmt ihre Rechnung sogar. Aber sie wiedergibt nicht die ganze Wahrheit, im Gegenteil. Entscheidend ist, was die Giftmaschine unterschlägt. Denn wenn Reformen breiten Bevölkerungssegmenten nachhaltig dienen, setzen sie enorme Energien frei, welche Arbeitsplätze überhaupt nicht gefährden, sondern geradezu aus dem Boden stampfen. Auch dazu können Rechnungen gemacht werden, aber vo...

06.01.2020

Die «Gelbwesten» (und ihre Geistesgenossen auf der ganzen Welt) fordern «Anschlüsse». Wegen der Globalisierung und der Digitalisierung gebe es immer mehr «Anschlussverlierer», sagen sie. Einverstanden, aber dann sollen sie nicht die Le Pen-Faschisten wählen, sondern die Grünen. So kriegen sie nämlich ihre «Anschlüsse». Doch sie wählen die Grünen nicht, und die Faschisten schliessen aus, nicht ein oder an. Das ist deren Grundauftrag. Mit anderen Worten: Die «Gelbwesten» sind entweder genauso ignorant und rücksichtslos wie ihre Feinde oder dann sind sie hoffnungslos masochistisch. Für nachhaltige Reformen taugt weder das eine noch das andere.

30.12.2019

Sommaruga will mehr Geld für die Bahn. Das macht Sinn. Aber ohne das Parlament geht das leider nicht, und jetzt sind wir gespannt. Die CVP blufft ja immer, sie sei eine Siegerpartei, weil sie allen «tragfähigen Lösungen» zustimmende Mehrheiten verschaffe. Ohne sie kämen «tragfähige Lösungen» erst gar nicht zustande. Was die CVP freilich nie sagt, dass die meisten «tragfähigen Lösungen» nicht zuletzt wegen ihrer angeborenen Reformaversion jeweils schon im Keim erstickt werden. Für die «tragfähigen Lösungen» ist man ja immer bloss, wenn es selbst mit dem schlechtesten Willen nicht mehr anders geht. Mal schauen, was sie nun mit dem Sommaruga-Vorstoss anrichtet. Wir tippen auf die klassisch profillose «Wischiwaschi-Forderung», dass die Beiträge an den Strassenverkehr gleichermassen aufgestockt werden. Ob so etwas im Zeitalter des Klimawandels effektiv noch «tragfähig» wäre, steht natürlich auf einem anderen Blatt. 

29.12.2019

Wissen Sie, was «wirtschaftsfreundlich» ist? Gut, Sie können es sich einfach machen und sich an den Multimilliardären orientieren. Die müssten es ja am besten wissen. Nun ist die Wirtschaft aber für alle da und nicht nur für die. Was deren Wirtschaft nützt, nützt der Wirtschaft von hungernden Migranten wahrscheinlich nicht gerade viel. Oder etwa doch? Sie sehen: Schon haben wir den Salat. 

Das Problem liegt darin, dass «wirtschaftsfreundlich» viel zu schnell mit «marktmächtig» gleichgesetzt wird. Deshalb gelten jene, welche gegen eine asoziale und unökologische Marktmacht antreten, als «wirtschaftsfeindlich», obwohl sie eigentlich für Solidarität und Wohlbefinden einstehen. Mit Wirtschaft hat das a priori gar nichts zu tun. Klar kann sich eine griffige Sozial- und Umweltpolitik negativ auf die Wirtschaft der Multimilliardäre auswirken, d.h. sie muss das sogar. Ob dann die Wirtschaft des Rests der Welt floriert, hängt jedoch davon ab, wie die potenziellen und realen Ressourcen umverteilt...

28.12.2019

Unseren Titel kennen Sie («Faust II», ganz am Schluss). Kürzlich hatten wir ein Wiedersehen mit Peter Shaffers «Amadeus». Ja, das ist Salieri gegen Mozart, wie er auch verfilmt wurde. Mit der «historischen Wahrheit» ist der Dichter zwar ziemlich frei umgegangen, aber das hat schliesslich auch Schiller so gemacht. Im Kern geht es indessen um die Mode und um das, was letztlich davon übrigbleibt.

Gemäss «Amadeus» wusste Salieri darüber sehr gut Bescheid. Andere sind in dieser Hinsicht weniger begabt, geschweige denn prophetisch gewesen. Sie küren irgendeine grölende Singer-Songwriterin, den Cristiano Ronaldo oder den Roger Federer zum grössten Supergenie aller Zeiten und glauben, eine dahergelaufene Influencerin mit ein paar Millionen Followern sei eine quasi unsterbliche Religionsstifterin. Aber das ist natürlich Quatsch. So viel Salieri erlauben wir uns auch: Schon in 20 Jahren wird kein Hahn mehr nach denen schreien.

Aber wer und was bleibt am Schluss wirklich auf ewig? Da wollen wir den...

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January 14, 2020

January 6, 2020

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