WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

07.08.2020

Über den «schlechten Sport» haben wir schon viel und genug geschrieben. Dazu nur das noch: Infantino hat den richtigen Namen. Elefantös ist er in seinen Ansprüchen, infantil in seinem Benehmen.

Es gibt aber auch den «guten Sport». Etwa so: Sie sind eine Frau, Sie sind dick und hässlich (oder Sie meinen es wenigstens) und Sie suchen seit Jahren vergebens einen Lebens- oder wenigstens einen Sexpartner. Was tun? Abmagerungskuren? Schönheitschirurgie? Heroisch zum Dick- und Hässlichsein stehen? No way: Velofahren und Joggen! Genau das machen heute die attraktivsten Frauen, die es gibt.

Vereinsfest, Disco, Beachparty, Tinder: Just forget that. Ausstellungen, Ballett, Schauspielhaus: Ach, wie nett. Allein schon Wanderwege eröffnen heute viel bessere Perspektiven. Die richtigen «Models» aber, nach denen sich die Köpfe umdrehen, die pedalen wie Windsbräute die Alpe d’Huez hinauf, natürlich ohne dämliche Hilfsmotörli, und nachher sprinten sie locker durch die abgründigsten Bergwälder.

(Aus der Bed...

06.08.2020

Die freien Künstler/innen jammern, sie würden durch die Netze der staatlichen Corona-Krisenprogramme fallen, obwohl auch die Kultur überlebenswichtig und somit «systemrelevant» sei. Damit haben sie natürlich vollkommen Recht. Schon die «Normalzustandsbehauptung», erst müsse die Wirtschaft funktionieren, damit für den Staat und vor allem für die Kunst und dergleichen überhaupt Geld vorhanden sei, ist höchstens die halbe Wahrheit. Ich würde sogar sagen, sie sei total falsch. Es ist nämlich genau umgekehrt, und das kann ziemlich einfach nicht nur «rational», sondern auch «empirisch» bewiesen werden: Dort, wo Bildung und Ethik am Boden sind, funktioniert die Wirtschaft garantiert nicht. Denn für eine nachhaltige monetäre Wertschöpfung braucht es eine zivilisierte und vertrauensvolle Kooperation, die man nicht im BWL-Studium lernt (und im MBA-Studium erst recht nicht), sondern nur durch unablässige innere Einkehr und ein unbeugsames Flair für Solidarität. Bis heute hat das keiner besser ges...

05.08.2020

Mit der «Teileroberung» von Hongkong haben die Chinesen offengelegt, dass sie mittlerweile genau so frech geworden sind, wie man ihnen das schon lange vorgeworfen hat. Auch verbal greifen sie immer öfter zum Zweihänder, lesen vor allem den Amerikanern die Leviten und haben dabei erst noch Recht. Das machen sie an sich richtig, denn sonst getraut sich ja niemand, dem «Vierten Reich» den Tarif durchzugeben. Blöd ist nur, dass die Chinesen auch auf dem politischen Parkett die äusserst gelehrigen Schüler spielen und nun drauf und dran sind, auf dieses «Vierte» ein «Fünftes» folgen zu lassen. Vom Genozid bis hinab zur Adipositas machen sie den Amerikanern nämlich einen Schurkenstaaten-Seich nach dem anderen nach, und seit in Washington der Oberschurke Trump regiert, geschieht das logischerweise schon bald im Twittertakt*. Auch die engen Verbindungen von Firmen wie Huawei und TikTok mit den Geheimdiensten überraschen keinen, der das Weltgeschehen einigermassen eigenständig beobachtet. Der gr...

04.08.2020

Vom amerikanischen Schriftsteller David Foster Wallace («Infinite Jest») gibt es einen Essay mit dem Titel «Roger Federer as Religious Experience». Den kann man in einer Kompilation lesen, die «Der Spass an der Sache» heisst und mit über 1000 Seiten sowohl vom Umfang als auch vom Konzept her durchaus das Zeug zu einer heiligen Schrift hat.

Nur wird mit Federer kein Jahrtausendgenie wie Leonardo, Shakespeare, Leibniz, Mozart oder Einstein gefeiert (von Jesus, Buddha und Co. reden wir erst gar nicht), sondern eben ein hundsgewöhnlicher Bällelibueb, der dazu noch sein Geld primär als Werbepuppe verdient und nicht als Sportler. Die Frage sei erlaubt: Ist das jetzt geisteskrank oder degeneriert oder beides zusammen? Der Schriftsteller hat immerhin - nicht unbedingt spassig - Selbstmord begangen, und dass er in den USA gelebt hat, beantwortet die Frage nochmals zu mindestens 25%. Zu Indien hätte er zwar noch besser gepasst, denn dort muss man nicht einmal ein Bällelibueb sein, um ein Gott ode...

04.08.2020

Es gibt wohlmeinende Politiker, welche dem Bundesanwalt den freundschaftlichen Rat geben, sich nun endlich ruhig zu verhalten, um seine künftige Berufslaufbahn nicht auf das Spiel zu setzen. Aber die haben ja keine Ahnung. Der muss sich überhaupt keine Sorgen machen. Je blöder er sich aufführt, desto weniger. Denn erstens ist er Jurist, und Juristen sind nie arbeitslos, egal wie kriminell sie sind. Und zweitens beweist er mit seinem Theater, dass er sich als oberster Weltkonzernwachhund geradezu aufdrängt. Denn dafür sind genau die Eigenschaften gefragt, die er besitzt und ausspielt: Ableugnen, Absitzen, Verdrängen, Verschweigen, Vergessen, Nichtstun. Notfalls kauft man Kläger mit einem Vergleich, und wenn auch das nicht funktioniert, aktiviert man milliardenschwere Kriegskassen.  

Jene Politiker, die ihn im letzten Jahr wider besseres Wissen nochmals gewählt haben, funktionieren übrigens auch so. Statt als Wachhunde empfehlen sie sich über das Parlament einfach gleich als Hündeler (Ver...

03.08.2020

Spätestens seit diesem bewegten Jahr 2020 wissen wir nun, warum fremde Richter nichts wert sind: Sie sind zu intelligent. Es braucht da nämlich dringend Personal, welches das Holocaustdenkmal nicht kennt. Am besten kennt es auch den Holocaust selber nicht. Oder es ist zwar im Bild, tut aber je nach Börsenstand oder sexueller Notlage alles als Verschwörungstheorie, Terroristenfantasie oder kommunistische Propaganda ab, was nicht in die Parteilinie passt. So wie Donald Trump das vormacht, und kein einziger Chinese könnte das besser als der.    

Mit der Holocaustdenkmalgeschichte hat die «SVP-Elite» ihren ultimativen Dumm- und Falschheitsbeweis geliefert, ein praktisch unüberbietbares Meisterstück. Kürzlich ist zudem bekannt geworden, dass man sich auf einen «Ehrenkodex» einschwören muss, wenn man von ihr gefördert werden will. Da wird dir dann so eine Art Schauprozess gemacht. Lernen von Stalin. Stalin? War das nicht der Allerböseste von allen Kommunisten aller Zeiten? Eben nich...

16.07.2020

Follower, Likes, Influencer, Shitstorms ….: Wie wichtig oder gar weltbewegend ist das alles überhaupt? Die Frage ist die Antwort: Nichts als kurzlebiger angelsächsischer Dünnschiss. Das Ganze geht denn auch total an uns vorbei, und wir leben trotzdem hervorragend, oder wohl gerade deswegen. Government by Twitter? Freedom by Facebook? Just forget it, die «Resultate» sprechen für sich. Liebe Hacker: Hört auf mit euren dämlichen Sticheleien und wischt doch diesen Social Media-Plunder ganz einfach vollständig weg.

15.07.2020

Nein, das hier ist keine Metzgerei, sondern, wie Sie sehen, eine Sexpuppenfabrik. In Japan fahren sie anscheinend schon massenhaft auf diese Puppen ab. Männliche Puppen sieht man gerade nicht, aber die gibt es da sicher auch. Interessant wären natürlich Nahaufnahmen der zentralen Zonen. So könnte man auch verifizieren, ob die Vagina schön nass und der Penis schön hart werden, wenn man sie erregt und mit ihnen kopuliert.

Die Puppen haben den Vorteil, dass sie unkompliziert sind, nie blöd tun, nichts Dummes sagen, immer gut riechen und keine Krankheiten übertragen. Zudem richten sich ihr Aussehen und ihre Körpermasse ganz nach dem Geschmack der Konsumentinnen und Konsumenten. Sie sind eine kostengünstige Alternative zum Puff, eine willkommene Abwechslung zum Pornofilm und ein ideales Instrument der Belästigungs- und Vergewaltigungsprävention. Die Einsamkeit bringt man mit einer Puppe zwar nicht ganz weg, dafür sind auch Geschlechtskrankheiten, Verhütung und Menstruation kein Thema. Und we...

13.07.2020

Es gibt verschiedene Gründe für einen schlechten Schlaf: Ehekrach, Krach mit dem Chef, schlechtes Gewissen, schweres Nachtessen, kranker Hund…. Also frisst man Schlaftabletten, und weg ist der Ärger. (Auch gegen Krebs gibt es Tabletten.)

Es sei denn, man gehört zu denen, welche «wenig Schlaf brauchen». Das sind ja auch diejenigen, welche jedes erdenkliche Hindernis souverän auf ihre eigene Art aus dem Weg räumen. Die Art nennt sich Bluffsack, Dampfwalze, Choleriker, Egomane, Narzisst oder Autist oder gleich alles zusammen. Die erhalten dann ab und zu auch eine herrliche Schlafkur in einem Luxusresort verordnet, zu Lasten der Krankenkasse natürlich. Aber tauschen wollen wir trotzdem nicht, gell?        

13.07.2020

Während sich die meisten Leute einigermassen gefasst auf das neue «Leben mit Corona» eingestellt haben, kann man das von den Partyveranstaltern nicht behaupten. Sie sind diejenigen, welche nun seit Wochen schon mit Abstand am negativsten, destruktivsten und aggressivsten auffallen, egal ob auf Mallorca, in Belgrad oder im «Ausgangsviertel» von Zürich. In der «Dritten Welt» steuern Millionen dem Hungertod entgegen und auch in Europa grassieren rund herum Arbeitslosigkeit, Armut und Existenznöte. Das hält die Partyveranstalter aber nicht davon ab, ungebremst über alle Medien die Sau rauszulassen, als gehe es um den Dritten Weltkrieg. Dabei ist ihr «Geschäft» das absolute Gegenteil von «systemrelevant»; auf der Rangliste der lebensnotwendigen Dienstleistungen belegt es ganz klar den allerletzten Platz.

Die Nachfrage sei gewaltig, sagen sie, die ganze Welt sehne sich nach Treffen und Feiern und halte es ohne diesen Riesenspass fast nicht mehr aus. Das ist natürlich ein totaler «Fake». Träfe...

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