Einwurf 275: Unkollegialer Ueli?


Ueli Maurer wird vorgeworfen, er sei unkollegial, weil er sich öffentlich von diversen «Coronaentscheiden» des Bundesrats, dem er ja selber angehört, distanziert. Die Kritik ist aber nur dann berechtigt, wenn er zu Ungehorsam aufruft und sich selber nicht an die Entscheide hält. Dass man ihm hingegen verbieten will, seine persönliche Meinung kundzutun, ist nichts anderes als ein Aufruf zu Intoleranz und Intransparenz.

Wenn es nach mir ginge, wäre Maurers SVP längst aus dem Bundesrat geflogen, und die anderen hätten zusammen eine grün-liberal-soziale Koalition (der «vernünftigen 70%») gebildet. Umso mehr habe ich mit allen Einwohnerinnen und Einwohnern dieses Landes das Recht, aus erster Hand zu erfahren, wie dessen Regierungsmitglieder ticken. Die von wichtigtuenden Journalisten gehätschelten Latrinenwege der «gut unterrichteten Kreise» und der «glaubwürdigen Insiderquellen» sind da eindeutig zweite Wahl, wenn überhaupt.

Eine Regierung, deren Mitglieder unterschiedliche Positionen vertreten, ist nicht automatisch führungsschwach. Führungsschwach ist aber auf jeden Fall ein Team, welches aus der Geheimniskrämerei eine Staatsreligion macht. So etwas kommt nie gut heraus.

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