Einwurf 297: Demonstrationen und Demonstrationen


Mit oder ohne Corona: Es gibt Demonstrationen und Demonstrationen, und je nachdem muss sich der Staat so oder anders verhalten. Diejenigen, welche für das Faustrecht und somit auch für den Faschismus, den Rassismus und die grenzenlose Abzockerei und Ausbeutung demonstrieren, muss er verbieten und zerschlagen. Diejenigen jedoch, die sich für den humanen (ökologischen, sozialen, kulturellen) Fortschritt einsetzen, muss er nicht nur gewähren lassen, sondern sogar aktiv unterstützen. Rechtsextreme Arschlöcher und kritische «Klimajugendliche» gleich zu behandeln ist unüberbietbarer Schwachsinn. Die Behörden seien «auf einem Auge blind» ist ein dummer Spruch von rücksichtslosen Egoisten; «richtig hinschauen» müsste es heissen. Wer die Versammlungs- und die Meinungsäusserungsfreiheit und die Grundrechte überhaupt nur dazu missbraucht, sie dem Rest der Welt bei der erstbesten Gelegenheit wegzunehmen, verdient sie nicht. (So war es absolut richtig, die «frei gewählten» ägyptischen Muslimbrüder zum Teufel zu jagen. Nur hätten sie dann den Teufel nicht durch einen Beelzebuben ersetzen sollen.)

Man muss auch klar zwischen primitivem Vandalismus und gezielten Anschlägen auf den Totalitarismus unterscheiden. Vandalismus ist weder links noch grün, sondern lupenrein faschistisch. Das Engagement für den humanen Fortschritt dagegen ist das nie, auch dann und vor allem dann nicht, wenn es nach unzähligen und ewigdauernden, aber immer wieder völlig ergebnislosen friedlichen Befreiungsversuchen halt einfach nicht mehr anders geht als gewalttätig.

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