Einwurf 326: Der Bundesanwalt ist Weltkonzernklasse


Es gibt wohlmeinende Politiker, welche dem Bundesanwalt den freundschaftlichen Rat geben, sich nun endlich ruhig zu verhalten, um seine künftige Berufslaufbahn nicht auf das Spiel zu setzen. Aber die haben ja keine Ahnung. Der muss sich überhaupt keine Sorgen machen. Je blöder er sich aufführt, desto weniger. Denn erstens ist er Jurist, und Juristen sind nie arbeitslos, egal wie kriminell sie sind. Und zweitens beweist er mit seinem Theater, dass er sich als oberster Weltkonzernwachhund geradezu aufdrängt. Denn dafür sind genau die Eigenschaften gefragt, die er besitzt und ausspielt: Ableugnen, Absitzen, Verdrängen, Verschweigen, Vergessen, Nichtstun. Notfalls kauft man Kläger mit einem Vergleich, und wenn auch das nicht funktioniert, aktiviert man milliardenschwere Kriegskassen.

Jene Politiker, die ihn im letzten Jahr wider besseres Wissen nochmals gewählt haben, funktionieren übrigens auch so. Statt als Wachhunde empfehlen sie sich über das Parlament einfach gleich als Hündeler (Verwaltungsräte).

Nb: Die Rückverwandlung der Bundesanwaltschaft in ein Bundesamt ist ein Unsinn. Die muss ja auch gegen Bundesbeamte vorgehen können, und mit der Zentralbank macht man das auch nicht. Dafür sollten sie dem Bundesanwalt jetzt eine machtvolle Aufsichtsbehörde verpassen und ihn durch das Volk wählen lassen. Also weder durch die Regierung noch durch das Parlament, denn das Risiko, dass sich der gleiche Fehlentscheids-Schlamassel nun zum vierten Mal hintereinander ereignet, ist sehr hoch. «Geht nicht» gibt’s nicht, jedenfalls sicher nicht hier.

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