Einwurf 385: Unamerikanisch?

Aktualisiert: Jan 15


Joe Biden, aber auch Emmanuel Macron, nennen den Sturm auf das Kapitol in Washington «unamerikanisch». Falscher geht nicht: Das ist Amerika, wie es leibt und lebt, wilder Westen pur. Solche Schweinereien haben sie bis jetzt einfach im Ausland gemacht. Clinton und Obama liebten das so heiss wie Reagan und die Familie Bush. Nun gilt jedoch auch hier «America first».


Eher unamerikanisch und daher umso erfreulicher ist der Wahlsieg eines gesellschaftskritischen schwarzen Pfarrers über eine raffgierige und herrschsüchtige blonde Trumphexe in Georgia. Der hat dann zwar sofort wieder den längst abgelutschten Spruch vom «Ich bin für alle da» abgesondert, aber das wird er wohlweislich nicht sein. Denn wer Nazipack «versteht» und/oder «vertritt», gehört selber dazu.


Nachtrag vom 15. Januar: Vielen Dank, Megan Rapinoe, für die Bestätigung unserer «These».


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