Einwurf 392: Olympiaden- und WM-Boykott


In den vergangenen Wochen hat sich der Druck auf die Veranstalter von sportlichen Grossanlässen verstärkt. Im Fokus befinden sich namentlich China und Katar. Die wehren sich jetzt mit dem Hinweis auf das Integrationspotenzial solcher Anlässe, und zumindest theoretisch liegen sie nicht falsch. Es ist ja auch nicht so, dass die Kritiker alle wunderbar saubere Westen tragen. Als Amerikaner etwa würde ich den Mund halten, selbst wenn ich Joe Biden wäre, der sich jetzt immerhin die Mühe nimmt, aus der Geschichte zu lernen.


Vielleicht müsste man sich fortan jeweils auf jene Veranstalter konzentrieren, welche doch konstant über eine einigermassen akzeptable Nachhaltigkeitsbilanz aufweisen. Grossmächte fallen so natürlich von vornherein weg, totalitäre Herrschaften ohnehin. Auf der anderen Seite könnte man sich problemlos einfach alle vier Jahre wieder in Griechenland treffen. Weitere relativ sichere Destinationen wären Skandinavien, Kanada, Neuseeland, Ghana, das südliche Afrika, Uruguay, Jordanien oder Kambodscha.


Man kann den Hebel natürlich auch anderswo ansetzen, bei der Gigantomanie zum Beispiel.


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