Einwurf 425: Mr. Wrong und die Folgen


Die vielen Ehe- oder Partnerschaftsscheidungen, heisst es, gingen auf das Konto von Frauen, die nun einfach mal die Nase voll hätten und sich diesen Schritt mittlerweile halt auch materiell leisten könnten.


Früher (und oft auch heute noch) war es eben so, dass die an sich wirklich besten Frauen zwar durchaus die «richtigen» Partner anvisierten, aber weil bei diesen der Testosterondruck eben nicht gerade überbordet («Spätzünder»), haben sie dann halt einen von denen genommen, die ihnen so nett den Hof gemacht haben. Zumal die äusserlich oft auch viel attraktiver und die viel besseren Tänzer waren (Dorffest oder Disco, egal) als die «richtigen» mit ihren grossartigen «inneren Werten», mit denen sie irgendwo etwas tüftelten, kreierten oder philosophierten. Die «Triebtäter» hingegen spürten natürlich, dass ihre Halbwertszeiten schnell ablaufen und «stachen voll zu», solange noch mehr drin lag als eine ihnen angemessene graue Maus. (Dass Mädels auf Jungs zugehen würden, ist ja heute noch unwahrscheinlich, auch wenn sich die Gründe dafür gewandelt haben mögen.)

Den wirklich besten Frauen ist dann aber ziemlich schnell klar geworden, dass der nett hofierende «Triebtäter» keine nachhaltige Lösung sein konnte. Entweder «tanzte» er ständig fremd und/oder er mutierte zu einem unausstehlichen Rüpel. Im besten Fall verharrte er einfach dumm in seiner «Kultur» und schwieg vor sich hin. Die glücklichen unter diesen Frauen haben die Kurve noch rechtzeitig erwischt und sind wieder ausgestiegen, bevor Kinder entstanden. Die anderen aber haben «an der Beziehung gearbeitet» und/oder knallhart «durchgelitten», bis eben der Trennungsentscheid unumgänglich wurde. Je nachdem wollten sie nachher von Männern gar nichts mehr wissen, oder sie gerieten «fehlcodiert» vom Regen in die Traufe, oder sie fanden den «Richtigen» schliesslich doch noch - auffallend oft in der Form eines ebenfalls geschiedenen oder verwitweten, früher oder später pflegebedürftigen, dafür aber vermögenden Opas. «Win-win» sagt man dem.


Was jetzt mit dem Neo-Feminismus und der LGBTI-Welle auf dieser «Nähe-und-Distanz-Bühne» passieren wird, wissen wir noch nicht so recht. Vielleicht bleibt alles beim Alten, vielleicht aber auch gar nicht.

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