Einwurf 435: Schlechte Chefs, gutes System


Das politische System der Schweiz kriegt immer wieder Bestnoten; daran hat auch der gigantische aktuelle Reformstau wenigstens vorläufig nichts geändert. Erstaunlich ist dabei, dass unsere Regierungsmitglieder grossmehrheitlich Nieten sind. Ein Blick nach Deutschland macht direkt eifersüchtig. Die haben dort jetzt gleich vier Kanzlerkandidaten (Laschet, Baerbock, Scholz, Söder) welche allen unseren obersten «Magistraten» (Bundesräten) haushoch überlegen sind. Aber vielleicht ist auch das ein Schweizer Erfolgsrezept: Je weniger die Chefs taugen, desto grösser ist der Spielraum der Untertanen. Noch besser wäre zwar: «Gute Chefs, gutes System», aber eine Vision ist bekanntlich nichts wert, wenn sie sich in der Lebensrealität nicht durchsetzen lässt.

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