Einwurf 448: Little Brother


Die Furcht vor (staatlichen und privaten) Lauschangriffen und schwarzen Listen nimmt laufend zu. Das ist aber nicht gerechtfertigt. Warum man sich von diesen Angriffen und Listen nicht wahnsinnig machen lassen soll, erklären wir hier:


- Die Schnüffler sind charakterlose, widerliche Vollidioten, vor allem jene in den Geheimdiensten und mit diesen verbandelten Mafiastrukturen. Allein schon deswegen lohnt es sich gar nicht, krank zu werden - das wäre definitiv zu viel der Ehre. Im Klartext: Die Schnüffler sind krank, nicht die Beschnüffelten.

- Bei den Schnüfflern handelt es sich praktisch ausschliesslich um Männer. Von der besseren Hälfte der Menschheit ist also überhaupt nichts zu befürchten.

- Schnüffler sind per se konservativ, rassistisch, machistisch und reaktionär. Ihr Gesellschaftsmodell ist moralisch verwerflich, wirtschaftsfeindlich und hat keine Zukunft. Für produktiv, freiheitlich und solidarisch eingestellte Reformer/innen ist es daher geradezu ein Kompetenzausweis, wenn sie überwacht werden. Das ist auch der einzige Grund, warum man sich erkundigen mag, ob man selber überwacht wird oder nicht.

- Was die Schnüffler erfassen, ist zu mindestens 90% belangloser Scheiss («Schaut Porno, trinkt drei Bier, trifft sich mit SP-Magistraten und grünen Frauen»). Das wissen wir nicht nur von den berühmten «Cincera-Fichen», und das wird immer so sein. Sie wollen sich ja nicht vorwerfen lassen müssen, eine noch so bescheuerte Beobachtung verpasst oder verniedlicht zu haben.

- Die schiere Masse der Daten und ihres Aussagewerts verunmöglicht es auch den ausgeklügeltsten Algorithmen, eine solide «Terroristenjagd» durchzuführen. Meistens erwischt es daher die Falschen und die «Erfolge» verpuffen sehr schnell. Das ist zwar auch nicht schön, passt aber zur Dummheit und zur Rückständigkeit der Schnüffler.

- Je mehr Menschen in einem Überwachungssystem potenziell kriminalisiert werden, desto lächerlicher ist es. (Allein dort, wo sich die Schnüffler untereinander beschnüffeln, mag es noch einen gewissen «Unterhaltungswertssinn» haben.)

- Die Schnüffeleien der Angelsachsen, Israelis, Russen und Chinesen wenden sich schliesslich alle gegen sie selbst. Früher oder später bleibt kein organisiertes Verbrechen «unbestraft»; dazu ist der «nichtschnüffelnde» Mensch viel zu standhaft und zu clever. Beweise dafür sind längst vorhanden (Snowden, Wikileaks, Enthüllungsjournalismus, Whistleblower, Hacker.…).

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