Einwurf 499: Ukraine

Aktualisiert: 16. Jan.


Wegen der Ukraine ist gerade wieder sehr viel Lärm. Als ob es darum ginge, die Menschheit zu retten, indem man wegen der Ukraine gegen die Russen einen Krieg führt. Sowas interessiert bloss Waffenhersteller und sonst niemanden.


Zudem hat Putin sowohl geografisch als auch geschichtsphilosophisch eindeutig die besseren Karten als der so genannte «Westen». Denn dass die Russen und die Ukrainer tiefgründig europäische Werte teilen, ist seit Peter dem Grossen je nachdem Wunschdenken oder Mythos. Die «russische Seele» tickt völlig anders. Die Ostslawen, die orthodoxe Kirche, Grossgrundbesitzer, Oligarchen, Tataren und Sibirien haben mit Deutschland, Frankreich, England und Co. nichts zu tun. Im gleichen Zug kann man sich denn auch wirklich die Frage stellen, warum sich Russland, Weissrussland und die Ukraine nicht wenigstens in einer Art «eurasiatischen Union» zusammenschliessen sollen.


Die Amerikaner haben dort jedenfalls rein gar nichts zu suchen. Sie sollen ihren eigenen adipösen Saustall ausmisten, statt unnötig mit dem Feuer zu spielen und dem Rest der Welt «vatikanisch» vorzudiktieren, was man unter Demokratie (sprich: Geldherrschaft, Klimakollaps, evangelikale Sektiererei, Staatsterrorismus, NSA und Facebook) zu verstehen hat. Die Sauereien, die dabei herauskommen, kennen wir mittlerweile ganz genau: Iran, Palästina, Irak, Syrien, Libyen, Afghanistan, Jemen, Kosovo, Kuba, Chile, Nicaragua, Venezuela, Brasilien, Honduras….. Solche Schicksale gönnen wir den Ukrainern definitiv nicht. Dagegen ist Putin direkt ein («Putin»-)Engelchen. Das zuzugeben ist zwar nicht einfach, aber es gibt keine bessere Lösung. Es sei denn, sie kommt – wie überall – aus dem «innersten Kern» der einheimischen Bevölkerung und von Menschenrechtsaktivisten und nicht von Waffen-Lobbyisten und anderen destruktiven «Schockstrategen» von der anderen Seite der Weltkugel.


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