Einwurf 509: Kasachstan


Nun sind die Russen in Kasachstan einmarschiert und beweisen damit einmal mehr, dass ihnen «europäische Werte» völlig egal sind. Sie machen dort ja nichts anderes als ein heruntergekommenes System von korrupten Oligarchen vor dem Kollaps zu bewahren. Das ist zwar durchaus konsequent, denn so ein System haben sie selber ja auch.


Bekanntlich gab und gibt es immer noch so genannte Meinungsführer, die sagen, man soll die Russen nicht aus dem Europarat schmeissen, weil sie sonst noch viel undemokratischer würden als sie es bereits sind. Aber das ist reines Wunschdenken. Sie shoppen seit Jahrhunderten schon europäisches Knowhow, aber was sie damit anrichten, ist purer Totalitarismus (wie Massenversklavung und Sowjetdiktatur). Gut, auch da waren sie durchaus gelehrige Schüler, doch in Europa haben nun immerhin satte Bevölkerungssegmente schon seit vielen Jahrzehnten bis Jahrhunderten verinnerlicht, dass Christentum auch mit gegenseitigem Respekt zu tun hat und dass Karl Marx im Grunde ein Humanist war. (Dessen Revolutionen und Diktaturen werden ja bloss dann «geschichtsnotwendig», wenn die Herrschaften unvernünftig sind.)


Auch die USA haben sich zu Kasachstan gemeldet, aber die sind nun wirklich die Allerletzten, die dort «mitguseln» sollen, und sei es nur schon aus rein geografischen Gründen. Zudem hat der Fall Afghanistan erst gerade wieder ganz klar bewiesen, dass die amerikanische «Sicherheit» überhaupt nichts wert ist, vor allem jetzt, wo sie voll darauf aus sind, sich intern zu zerfleischen. Eine derart psychotische «Partnerin» würde ich jedenfalls nicht heiraten wollen. Dass solche Lotterbettgenossen den Polen und den Ukrainern total egal sind, überrascht zwar nicht. Baerbock hingegen müsste sich nun möglichst schnell hinter Macron aufreihen. Denn der und seine Frau wissen weit herum am besten, was solide Bündnisse sind.

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