Einwurf 578: Das Neueste aus dem Kampfjet-Sumpf

Aktualisiert: 14. Juli


Im Zusammenhang mit der Kampfjet-Beschaffung sind dem VBS in verschiedener Hinsicht massive Vorwürfe gemacht worden. Allein schon die Bestechung der Wirtschaftskriminalitätskanzlei Homburger spricht Bände. Aber statt zuzugeben, dass man miserabel regiert oder die Vorwürfe Punkt für Punkt überzeugend zu widerlegen, greift man auch hier wieder zu den abgelutschten «Klassikern»: Abknallerei von Whistleblowern und Diffamierung von gewissenhaften Kontrollagenturen, engagierten Staatsbürgern und kritischen Medien. Das ist kein Mü mehr als der jüngste Beweis dafür, dass sich im Bundeshaus (Bundesrat und Parlament) nur noch durch Parteienkloaken ausgeschiedene, ewiggestrige, obsessiven Geheimniskrämereien verfallene Charakterlumpen herumtreiben. Was soll man da sagen? Wir haben drei Vorschläge: «New York einfach!» für die Korrupten, «Peking einfach!» für die Totalitaristen und «Moskau einfach!» für die Schiesswütigen.


Der Mehrheit des Wahlvolks scheint das alles zwar ziemlich egal zu sein. Schliesslich sind ihr auch die schwachsinnigen Subventionen der Chemiegüllelandwirtschaft und überhaupt der ganze spartenübergreifende Reformstau egal, mit dem nun seit rund zehn Jahren auch nur der kleinste gesellschaftliche Wandel aus den Gesetzen gefoltert wird. Für die nächsten Wahlen (2023) werden der Opposition sogar deutliche Niederlagen vorausgesagt. Sich deswegen gross aufzuregen lohnt sich aber nicht, denn wenn es wirklich hart auf hart geht (mit Energie oder so), entscheiden ohnehin nicht Bern, das Muotatal und die Steueroasen für (oder gegen) uns, sondern Brüssel, Paris und Berlin.


Gut, man mag sich damit trösten, dass es in anderen Ländern noch viel schlimmer bis absolut haarsträubend aussieht, zum Beispiel in den oberen und unteren königlichen Irrenhäusern von London. Aber zehn faule Äpfel machen auch keinen Spass, bloss weil es nebenan mehrere hundert hat.

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