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Einwurf 620: Medi-Mangel


Der Aufschrei ist gewaltig: Es fehlt uns an Medikamenten. Da denkt man natürlich sofort an jenen lebensrettenden Stoff, der in einer Notfallsituation unabdingbar ist. Doch weit gefehlt: Es geht um Verhütungsmittel, Schmerztabletten, Psychopharmaka, Blutdruck- und Cholesterinsenker. (Da fehlen eigentlich nur noch die Schlaftabletten.)


Aber hallo, wo sind wir denn da? Verhüten kann man im eigenen Interesse problemlos ohne Chemie, und das gilt erst recht für das krebsfördernde Zeug gegen dreckige Fingernägel oder Schnapsnasen und den künstlichen Stress, den man sich rund um die Uhr am Handy einbrockt. Auch Blutdruck- oder Cholesterinprobleme hat nur, wer amerikanisch frisst, nämlich zu viel, zu süss, zu fettig und zu chemisch. Das kann man per sofort abstellen; man muss es bloss wollen.


Wo ist denn da die vielbeschworene wertschätzende, achtsame, robuste, resistente, resiliente, souveräne und eigenverantwortliche Persönlichkeit? Die Situation ist klar: Dieser Medikamentenmangel ist für die kollektive und individuelle Gesundheit genau die richtige Nachhilfestunde. Mit den kommerziellen Interessen von «Big Pharma» und mit willfährigen politischen Behörden hat das alles rein gar nichts zu tun. Selber schuld, wer auf das notorische Kommunikations-Blabla dieser Kreise hereinfällt.

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