WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

Neue Geschichten aus dem echten Leben: Die Fortsetzung der WPK-Tetralogie in der Gestalt von Wochenblogs (bis 2017) und Einzeleinwürfen (ab 2018). Hier werden heilige Kühe geschlachtet und durch unterwerfungsresistente Paradiesvögel ersetzt: Für Leute, denen sperriges Zeug Freude macht und die mithelfen wollen, von Gesinnungsdiktatoren und ihren „nützlichen Idioten“ kultivierte Tabus in heisse (oder kalte) Luft aufzulösen. Wir übertreiben nie, sondern denken bloss dort zu Ende, wo andere längst kalte Füsse gekriegt haben.

Einwurf 17: WEF

Es war schon komisch, wie ehrfürchtig und ergeben unsere sonst immer so souveränitätsversessenen wackeren Eidgenossen das rücksichtslos-geisteskranke Getue der amerikanischen Sicherheitskräfte vor und während dieses Trump-Besuchs hingenommen haben. Als sei es um einen Jahrhundertheiligen oder gar um einen ausserirdischen Halbgott gegangen. Dabei ist er nichts als ein grobschlächtiges Trampeltier aus dem Dunstkreis der italo-amerikanischen Bau- und Immobilienmafia und von stalinistisch programmierten slawischen Kotzbrocken (nochmals Jürgen Roth: «Die neuen Paten»). Immerhin konnte man jetzt von ganz nahe sehr gut beobachten, wie sich die USA in allen jenen Ländern aufführen, die sie angeblich

Einwurf 16: Verhältnisblödsinn

Wer gesellschaftskritisch denkt, Rückgrat beweist, Skandale enthüllt und die Staats- und Wirtschaftswelt humanisieren will, wird in diesen Zeiten rasend schnell verachtet, beschnüffelt oder gar als potenzieller Terrorist denunziert. (Dagegen ist die Bezeichnung «nutzloser Schmarotzer» direkt ein Kompliment.) Wer hingegen mit dem organisierten Verbrechen kooperiert und rechtsextremen Schund verzapft, wird als Volksheld bewundert und in politische Ämter gewählt. (Zu denen gehört übrigens auch der argentinische Präsident, Trump-Kumpel, Leuthard-Freund und Paradise-Papers-Promi Mauricio Macri; mehr dazu bei Jürgen Roth: «Die neuen Paten»). Da kann man nur noch sagen: Aus der Geschichte wieder ei

Einwurf 15: Führungserfahrung

Wenn sich jemand für eine Führungsfunktion bewirbt, heisst es immer, er/sie müsse bereits Führungserfahrung haben. Die Forderung ist aber schwach, denn wenn man eine Umfrage über die Qualität von Vorgesetzten macht, kommt regelmässig jeder Zweite schlecht bis miserabel weg. Und die will man dann diskussionslos «nach oben wegbefördern»? (Leider geschieht das viel zu oft.) Andererseits gibt es überall viele führungstalentierte «Spätzünder», die sich lange bewusst nie für Führungsfunktionen interessiert haben. Andere wiederum, vielleicht sogar die Besten, haben sich wegen damit verbundenen kindischen Machtkämpfen angewidert daraus verabschiedet. Die Führungserfahrungsforderung ist also wirklich

Einwurf 14: Bildungsmarkt

Ein Marktfanatikerleben ist nicht immer lustig, zum Beispiel dort, wo der «Markt» statt MINT-Genies lauter nutzlose Philosophen hinausspuckt. Was soll man da machen? Die ehrliche Antwort wäre: «Markt» nur dort, wo er mir passt, sonst eben Diktat. Man könnte sich aber auch fragen, warum bei uns der «Markt» der Philosophen («Phileiner») anscheinend so sexy ist und der MINT-«Markt» eher nicht. Dazu gibt es nämlich mehrere handfeste Erklärungen, aber man muss sie dann auch wahrhaben wollen….

Einwurf 13: Durchsetzungsinitiativen

Wissen Sie noch, was «Durchsetzungsinitiativen» sind? Das sind bürokratische Leerläufe, die von genau jenen Leuten angezettelt werden, welche ständig über aufgeblähte Staatsverwaltungen schimpfen und sich mit allen Mitteln gegen die Einrichtung von Verfassungsgerichten sträuben. Völlig absurdes Zeug also.

Einwurf 12: Harvardismus

Harvard gut, alles gut? Hatten wir das früher nicht auch schon? Klar doch, im Vatikan, nur geht es in Harvard jetzt nicht mehr um religiöse Dogmen, sondern um intellektuelle und betriebswirtschaftliche «Leadership». Und für das ewigwährende Top-Ranking von Harvard braucht es auch keinen lieben Gott mehr, denn dank der Alumni, der Weltsprache Englisch und der Masse an Medienzitaten ist dieses sozusagen ein Selbstläufer geworden. So baut Harvard seinen Spitzenplatz im amerikanisch-britisch beherrschten globalen Hochschulmarkt konstant aus. Das alles ist aber nichts anderes als angelsächsischer Kulturimperialismus, egal wie «pluralistisch» das Lehrangebot auf den ersten Blick aussieht. Es entwe

Einwurf 11: Allianzen

Je kompetenter und engagierter Sie sind, desto eher riskieren Sie, dass man Sie aus irgendwelchen Gründen nicht mag. Wie reagieren Sie jetzt? Es gibt mehrere Möglichkeiten, je nach gesellschaftlicher Position und individuellem Selbstbewusstsein: Brechstange, Wut, Kuhhandel, Kompromiss, Ignoranz, Frustration, Resignation…. Aber das sind keine Lösungen. Wenn Sie wirklich gut und fleissig sind, dann hören Sie doch ganz einfach auf, sich mit pingeligen Rechthabern und unheilbaren Autisten herumzuschlagen. Stattdessen setzen Sie nur noch auf die, mit welchen Sie vertrauensvoll, bedingungslos und besser lang- als kurzfristig am gleichen Strick ziehen können. Von denen gibt es weltweit Millionen, u

Einwurf 10: Trumponomics

Trump freut sich über die Repatriierung von Apple-Milliarden. Doch diese Mahlzeit ist noch nicht gegessen, und selbst wenn das Manöver gelingt, kann die Firma die nach den mickrigen Steuern übrigbleibenden Summen ja einfach an seine Aktionäre und Angestellten verteilen. Das hiesse: Noch mehr Superreiche und weiterhin nur Brosamen für die Armen. Aber die sind ja masochistisch genug, das gar nicht wahrhaben zu wollen. Hauptsache, ihr Präsident hat ein grosses Maul. Andererseits mag es ja schon sein, dass ein paar Milliarden in die Herstellung neuer, nüchtern betrachtet hingegen völlig überflüssiger Produkte investiert werden. Nur ist auch auf diese Weise den Armen nicht gedient, wenn ihnen nah

Einwurf 9: Einwürfe

Was machen Sie, wenn Sie unsere Einwürfe gut finden, sich aber nicht getrauen, öffentlich dazu zu stehen? Dann sagen Sie, es habe da stets ein paar "interessante Ansätze" drin, nur werde halt oft "masslos übertrieben", die Optik sei "ziemlich einseitig" und die sprachliche Formulierung meistens "zu radikal". Kennen wir doch, ja?

Einwurf 8: Steuerbetrug

Dass Parlamente nichts wert sind (Einwurf 7), beweist der Entscheid, das Steuerbetrugs-Bankgeheimnis im Inland aufrecht zu erhalten. Hier sind Riesensummen und nicht nur ein paar handverlesene schwarze Schafe im Spiel; das wissen wir jetzt nach der Selbstanzeigelawine aufgrund des «automatischen Informationsaustausches» (AIA) mit dem Ausland, und diese ist ja nur die Spitze eines Eisbergs. Die Parlamentarier wurden von der Finanzmafia bestochen (zumindest ideologisch….). Diese will die Betrugsmillionen ihren zockenden Managern zuschieben und nicht dem Staat bzw. der Allgemeinheit überlassen. Böswillige Unterstellungen? Blödsinn: Da lassen wir uns sicher nichts mehr vormachen! Was tun? Sponta

Einwurf 7: Weltdemokratie

Dass die Europäische Union funktioniert und alle Krisen übersteht, geht der «kitschpatriotischen Internationalen» furchtbar auf den Geist. Deshalb palavert sie seit Jahrzehnten davon, dass die Union demnächst untergehen wird. Inzwischen ist glasklar bewiesen: Nichts ist perfekt und ewig, aber was die «Kitschpatrioten» absondern, ist purer Quatsch («Der Wunsch als Vater des Gedankens»). Wenn die Europäische Union funktioniert, dann funktioniert auch eine Weltregierung und dafür braucht es auch kein Parlament. Die notorisch vorgetragene Gleichsetzung von Demokratie und Rechtsstaat mit Parlament steht ohnehin auf wackligen Füssen. Das hat schon Rousseau geahnt, und deshalb wurde und wird er ebe

Einwurf 6: Lebensqualität

Sie wollen ein erfülltes Leben führen? Sie wollen die Welt und sich selber verstehen? Dann befassen Sie sich mit Platon, Jesus, Michelangelo, Shakespeare, Beethoven und Einstein. Das reicht - alle anderen sind «Fussnoten» (Whitehead), und Glücksratgeber sind eh nichts als überflüssige Ressourcenverschwendung.

Einwurf 5: Liebesheirat

Es ist richtig, dass die Frauen die gleichen Löhne erhalten wie die Männer und auf die Dauer auch gleich vermögend sind. Wenn die Diskussionen indessen so weiterlaufen wie bis jetzt und die Menschen am Ende nur noch ökonomistisch bewertet werden, können definitiv keine «Liebesehen» mehr geschlossen werden. Aber vielleicht ist das gar nicht so schlecht….

Einwurf 4: Polen

Über die Polen kann man nur den Kopf schütteln: Da zeigen sie der ganzen Welt Auschwitz und Birkenau und darnach wählen sie braunes Gesindel in ihre Behörden. Wer soll das verstehen? Wenn ihnen die Solidaritätsgemeinschaft (EU) nicht passt, können sie ja wieder "heim ins sowjetische Zarenreich" marschieren. Dort würde man sie sicher sehr gerne zurückhaben. Dasselbe gilt für alle anderen ehemaligen Ostblockstaaten.

Einwurf 3: Shit Media

Facebook, Twitter und YouTube haben sich als Verblödungs-, Hass- und Repressionsmaschinen entpuppt. An sich gehört die «Zensur» in die Teufelsküche einer totalitären Herrschaft, aber hier ist sie dringend nötig. Es gibt übergenug zivilisierte Alternativen. Noch besser als diese Maschinen mit Direktreklamationen oder mit Gerichtsurteilen zu disziplinieren wäre sie ganz abzuschaffen, also zu verbieten. Die grossen Social Media verbreiten lauter geistigen Schrott, killen legitime Protestbewegungen, stärken Geheimdienste und helfen Trump und anderen trotteligen Rassisten, ihr Unwesen zu verbreiten.

Einwurf 2: Dreckslöcher

Für diese Erkenntnis hätte es des Buchs von Herrn Wolff bestimmt nicht bedurft: Dass Donald Trump (abgesehen von Adolf Hitler) das blödsinnigste und unflätigste «westliche» Staatsoberhaupt ist, das es je gegeben hat. Das weiss bald jedes Kind. Er ist ein analphabetischer Allzeitidiot; das geben sogar seine engsten «Freunde» zu. Oder in seinen eigenen Worten: Ein «Drecksloch». Aber was er sagt und schreibt, ist halt typisch amerikanischer Mist, wie Popcorn, Barbiepuppen und praktisch alles, was von den Geheimdienstzentralen, dem Pentagon, der Wall Street, dem Silicon Valley und anderen «Dreckslöchern» unten rauspflatscht. «Dreckslöcher», die übrigens an den Zuständen in der «Dritten Welt» hoc

Einwurf 1: Weltordnung

Wir sind in einem neochauvinistischen Weltordnungssystem angelangt. Für die multipolare Power-Balance sind die chinesischen «Kommunisten», Putin, Erdogan und Co. zwar gar nicht so übel, für die universalen Menschenrechte aber umso mehr. Was ist Ihnen lieber? Ginge es vielleicht auch anders?

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