WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

Neue Geschichten aus dem echten Leben: Die Fortsetzung der WPK-Tetralogie in der Gestalt von Wochenblogs (bis 2017) und Einzeleinwürfen (ab 2018). Hier werden heilige Kühe geschlachtet und durch unterwerfungsresistente Paradiesvögel ersetzt: Für Leute, denen sperriges Zeug Freude macht und die mithelfen wollen, von Gesinnungsdiktatoren und ihren „nützlichen Idioten“ kultivierte Tabus in heisse (oder kalte) Luft aufzulösen. Wir übertreiben nie, sondern denken bloss dort zu Ende, wo andere längst kalte Füsse gekriegt haben.

Einwurf 121: Notre Dame: Glück im Unglück

Ach, wie sind wir froh, dass sich die Feuersbrunst in Paris nicht als muslimischer Terrorakt entpuppt hat. Wirklich, denn das hätte uns eine unsägliche Nazischwemme ins Europaparlament beschert und in der Folge Herrn Orban oder sonst so einen ins Kommissionspräsidium. Die hätten die EU dann zerstört, den Osten (Slawen inkl. Polen, Ungarn, Esten, Rumänen, Albaner usw.) in die Oligarchen-Sowjetunion zurückgeschaufelt und alle anderen heim ins Weltreich eines der grössten Führungsidioten aller Zeiten. Zusätzliches Glück: Sri Lanka ist weit weg. Wenn dort jemand getötet wird oder etwas kaputt geht, zählt das für die Naziwähler nicht. Und wenn schon, so freuen sie sich darüber, denn für sie ist «

Einwurf 120: Walliser Gift

Der Bundesanwalt mag sich nicht mehr an seine Besprechungen mit dem FIFA-Boss erinnern. Wozu dienen dann diese Besprechungen? Der Mann ist schliesslich dafür bezahlt, dass er die Kriminalität bekämpft und nicht einfach bloss in irgendwelchen Lokalen herumhockt. Er wird seine Fälle ja wohl auch nicht allein bearbeiten, muss seine Erkenntnisse aus solchen Treffen also weitergeben, egal was sie wert sind. Für ein zeitgemässes Prozessmanagement ist das absolut selbstverständlich. Gut, vielleicht besteht die ganze Bundesanwaltschaft aus lauter Hohlköpfen, aber daran mag man ja auch wieder nicht so recht glauben. Ausserdem ist ein Chefsekretariat ohne elektronische Agenda heutzutage nicht nur unzu

Einwurf 119: Systemwettbewerb

Im 20. Jahrhundert hatten wir die Berliner Mauer und den Eisernen Vorhang; es ging um Kapitalismus gegen Kommunismus und um Rechts gegen Links. Für das 21. Jahrhundert hingegen zeichnet sich nun klar ein Antagonismus zwischen faschistischer Diktatur und ökoliberaler Sozialdemokratie ab. Die faschistische Diktatur setzt auf Technik, Mobilität (Raketen, Flugzeuge, Autos, Smartphones), Digitalisierung, Roboter, künstliche Intelligenz, Eugenik, Klone und Cyborgs. Ihre führenden Agenturen und Instrumente sind gefrässige Silicon Valley-Elefanten, ideologischen Schwachsinn absondernde Medienkonzerne und das organisierte Verbrechen (Grossbanken, Consultants, Lobbyisten, Parteien, Geheimdienste, Mafi

Einwurf 118: Schlechte Planwirtschaft

Die Amerikaner sagen, sie wollten von Planwirtschaft nichts wissen. Gleichzeitig stellen sie aber fest, dass die Chinesen mit ihrer Planwirtschaft drauf und dran sind, die Weltherrschaft zu übernehmen, und entsprechend wehrt man sich jetzt mit Handelsbeschränkungen und gerichtlichen Klagen wegen angeblicher Spionage. Das wird der chinesischen Weltraumfahrt, der neuen «Seidenstrasse», allen anderen chinesischen Auslandinvestitionen und ihrer Innovationskraft aber nicht den Hauch eines Schadens zufügen. Was nun? Vielleicht sollte man halt auch da über den eigenen Schatten springen und zugeben, dass die grösste Weltherrschafts-Planwirtschaft, die es bis jetzt je gegeben hat, die amerikanische w

Einwurf 117: Journalistische Schräglagen

Der «Qualitätsjournalismus» ist seit einiger Zeit ein Riesenthema, vor allem auch, weil er anscheinend am Aussterben ist. Nun geht es in diesem Kontext aber nicht nur um Fakes, sondern auch um den Verhältnisblödsinn. So wird jetzt landauf landab genüsslich über Cesare Battisti geschrieben, was der für ein terroristisches Schwein gewesen und trotzdem von François Mitterrand und Konsorten jahrzehntelang protegiert worden sei. Der Tatbestand ist korrekt, und dass Mitterrand kein Engelchen war, wissen wir nicht erst seit Ende März 2019. Der journalistische Aufschrei ist trotzdem unglaubwürdig. Wenn das organisierte Verbrechen in Süditalien (und anderswo) im Stil der CIA und des Mossad jeden Tag

Einwurf 116: Klimapolitik

Die Lösung ist ganz einfach, dafür braucht es keine (energieverschwendenden) Umfrage-Orgien: Die grössten Klimakiller werden massiv besteuert und vor allem nicht mehr subventioniert. Primär trifft das neben der Landwirtschaft den Verkehr in der Luft und auf der Strasse. Das Geld erhalten diejenigen, welche auf sinnlosen Konsum verzichten und (im Vergleich) sauber investieren. Am besten erfasst man gleich alle nicht erneuerbaren Energien. Damit tut man auch etwas gegen die Tierquälerei, den Feinstaub, den Plastikmüll und die nukleare Verseuchung. Das mag «Wohlstandsverluste» verursachen, muss aber nicht. Und wenn schon: Lebensqualität hat nichts mit Konsumsucht zu tun. Vor 50 Jahren hatten wi

Einwurf 115: Tauwetter

Ohrfeige für Erdogan, Poroschenko am Abgrund, frischer Wind in der Slowakei, Nervosität bei der SVP: Der gesunde Menschenverstand ist wieder da! «Nazis raus!» ist die Devise des Jahres 2019. Jetzt einfach nicht mehr einschlafen. Als Nächstes müssen nun die Gelbwesten und der Brexit weggewischt werden. Auch Netanyahu gehört auf den Misthaufen der Geschichte. (In Italien muss man nichts machen; Kindsköpfe eliminieren sich immer von selbst.)

Einwurf 114: Brexit-Kompetenz

Das Brexit-Cabaret aus London ist äusserst amüsant. Es offenbart aber auch unverblümt, wie blöd die Angelsachsen in den vergangenen Dekaden nicht nur in Grossbritannien geworden sind. Darüber hinaus ist es auch ein klarer Beweis für die Unfähigkeit von Parlamenten, in entscheidenden Momenten richtig zu handeln. Das können nur bevollmächtigte Regierungen und das wussten schon die Römer. Nur muss heute ein «Diktator» oder ein «Direktorium» vom «Volk» und von der «Elite» getragen werden, sonst wird alles bloss noch schlimmer. Wenn sie in Italien das Schmierentheater übertreiben, greift jeweils der Staatspräsident ein. Normalerweise ist das ein weiser alter Herr. Im Vereinigten Königreich hätten

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