WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

Neue Geschichten aus dem echten Leben: Die Fortsetzung der WPK-Tetralogie in der Gestalt von Wochenblogs (bis 2017) und Einzeleinwürfen (ab 2018). Hier werden heilige Kühe geschlachtet und durch unterwerfungsresistente Paradiesvögel ersetzt: Für Leute, denen sperriges Zeug Freude macht und die mithelfen wollen, von Gesinnungsdiktatoren und ihren „nützlichen Idioten“ kultivierte Tabus in heisse (oder kalte) Luft aufzulösen. Wir übertreiben nie, sondern denken bloss dort zu Ende, wo andere längst kalte Füsse gekriegt haben.

Einwurf 166: Wahlaussichten

Man hat zurzeit den Eindruck, in der ganzen Welt werde gewählt. Auch in der Schweiz wird gewählt, und ehrlich gesagt, wir sind ganz froh, dass wir uns am 19. Oktober und den Wochen darnach dann am anderen Ende der Welt aufhalten werden. So haben wir wenigstens diese endlosen Reportagen und Kommentare nicht um die Ohren, die so tun, als ginge es um das Schicksal der Menschheit. Dabei wird sich wie immer so gut wie nichts verändern. Nicht einmal die blödsinnigsten SVP-Plakate haben die Gemüter gross beschäftigt. Sie sind voll ins Leere gelaufen, im Grunde genau das, was sie verdient haben. Auch die anderen Plakate sind zum Gähnen. Alle sehen gleich aus, sie lachen gleich, sie haben die gleiche

Einwurf 165: Die beste Entwicklungshilfe

Die G-20 und die OECD wachsen über sich hinaus: Sie schlagen vor, kommerzielle Unternehmen nicht nur dort zu besteuern, wo sie produzieren, sondern auch dort, wo sie verkaufen. Das ist sensationell, denn wer schon immer gegen die Entwicklungshilfe war, müsste nun eigentlich sofort auf diesen Zug springen. Und wer schon immer dafür war, erst recht. Denn es gibt – abgesehen von obligatorischen Mädchenschulen mit feministischen Lehrerinnen - keine bessere Entwicklungshilfe als ein gerechtes Steuersystem mit Blockchain-basiertem AIA. D.h. wenn sich die OECD und die G-20 mit ihren Vorschlägen weltweit durchsetzen, dann kann man die «traditionelle» Entwicklungshilfe problemlos abschaffen. Pfläster

Einwurf 164: Die Römer in der Schule

Live aus dem Berglandwirtschaftseinsatz: Das Purebüebli kommt nach Hause und sagt, in der Schule müssten sie jetzt die Römer durchackern, dabei seien die doch schon längst ausgestorben. So etwas mache keinen Sinn. Aus der Sicht eines Kindes tönt das genial, aber die Lehrpersonen sollten ihren Schülerinnen und Schülern natürlich schon erklären können, weshalb der Geschichtsunterricht Sinn macht. Es geht darin ja um nichts mehr und nichts weniger als um die Herleitung unserer Existenz, unserer Prägung und unserer Identität. Und da spielen die Römer selbstverständlich eine zentrale Rolle. Die Methode, den Geschichtsunterricht mit dem Urknall zu starten, ist aber völlig veraltet. Man muss das Ga

Einwurf 163: Die Sportlerin des Jahrzehnts

Die Fussballerin des Jahres ist endlich einmal wieder eine richtig sympathische Spitzensportlerin. Denn sie unterscheidet sich wohltuend von den anderen 99%, welche bloss Doping fressen, ihren Körper zugrunde richten, die geistige Verblödung in Kauf nehmen, mit hässlichen Rennwagen herumfurzen, Steuern hinterziehen, kitschige Werbungslawinen lostreten, schwachsinnige Interviews geben und/oder patriotisch-nationalistische Scheisse absondern. Spitzensportler gelten als Vorbilder. Das ist natürlich ein Quatsch, denn was die (siehe oben) im Kopf haben, bringt, im Gegensatz zur Gesinnungsethik von Gandhi, Snowden und Co., dem Normalo überhaupt nichts. Aber wenn es denn schon ein Vorbild braucht,

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