Einwurf 242: Unterklassige Schweiz


Mario Vargas Llosa findet die zeitgenössische Schweizer Literatur unterklassig (Tagesanzeiger heute): Grosse Literatur entstehe nur in Notlagen. Also in seiner eigenen. Sicher ist der Kerl ein Monument, aber auch berühmt für seinen Wankelmut und seine moralische Grenzwertigkeit. Die findet man jedoch weder bei Jonas Lüscher, Milo Rau, Charles Lewinsky, Sibylle Berg oder Lukas Bärfuss noch bei Markus Werner, Niklaus Meienberg oder Friedrich Dürrenmatt. Auch beim streitbaren Jean Ziegler nicht und nicht einmal beim eingebildeten Max Frisch. Für diese Literaten schäme ich mich jedenfalls viel, viel weniger als für unsere Finanz-, Rohstoff- und Pharmariesen und die von denen (direkt oder indirekt) bestochenen Partei-Parlamentarier.

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