WPK-BLOG

„Die Welt muss Seele haben“

02.07.2020

Über Organspenden haben wir schon zwei kurze Einwürfe gemacht (72 und 148). Daraus wird klar: So etwas darf nur unter Freiwilligen geschehen, die idealerweise auch zu gleichwertigen Gegenleistungen bereit sind.

Die «Widerspruchsregelung» erlaubt die Nutzung von Leichen als Organlieferanten, es sei denn, es liege ein schriftlich verfügtes Verbot des (nunmehr) Toten vor. Natürlich kann man diese Regelung einführen, aber im Grunde sollte sie überall ungültig bleiben. Denn sie verstösst gegen das «automatische» Menschenrecht auf körperliche Integrität, dem man also nicht noch ausdrücklich zustimmen muss. Wenn es verboten ist, Organe aus lebenden Leuten herauszuschnetzeln, muss es auch verboten sein, dasselbe mit Toten zu machen. Ob lebend oder tot bleibe ich unverwechselbar Herr B oder Frau S. Leichenschändung «light» ist auch Leichenschändung, und wer sich mangels Angeboten wie bei der Reproduktionsmedizin dann halt irgendwo in der Dritten Welt bedient, soll das erstens selber bezahlen und...

02.07.2020

Viele Firmen müssen sparen und streichen Stellen. Es gibt aber bessere Sparmassnahmen, Coaches zum Beispiel. Die braucht es nämlich gar nicht. Was wirklich zählt, das weiss ja jeder schon längst: «Früchte und Gemüse essen», «Wasser trinken», «Zuhören» und «die richtigen Fragen stellen». Zusammengenommen macht das mindestens 80% eines Coachings aus. Also weg mit dieser Schmarotzerei.

15.06.2020

Der Bundesgerichtspräsident macht sexistische Sprüche. Das darf er natürlich nicht. Aber adipöse und magersüchtige Richter/innen sind ein Thema, welches in geeigneter Form unbedingt behandelt werden muss. Das Geschlecht ist egal - es geht um die institutionelle Glaubwürdigkeit. Wer anderen die Leviten liest, sich selber aber nicht im Griff hat, wird nicht ernst genommen, Paragraphen hin oder her.  

15.06.2020

Wenn sich die amerikanischen Waffennarren mit ihren Knarren gegenseitig umbringen, ist das zwar nicht gerade vorbildlich, aber letztlich spricht doch mehr dafür als dagegen. Denn eine elegantere Methode, diese globalen Unruhestifter loszuwerden, kann man sich gar nicht vorstellen. Einfach bloss zuschauen. Bolton gegen Trump: Fantastisch!

Für die gegenwärtige amerikanische Misere sind auch Friedrich Hayek und Milton Friedman in hohem Masse mitverantwortlich. Mit ihren Theorien und Expertisen haben sie massgeblich dazu beigetragen, dass die Sondermüllmischung aus Fettsäcken, Drogensüchtigen, Klimakillern, Fake News-Kotzern, Twitter-Scheissern, Ghettomilliardären, Justizimperialisten, Atombombenfanatikern, Wildwestanarchisten, Mafiaganoven, Geheimdienstschnüfflern, Sektenfundamentalisten, Amokläufern, Massenvergewaltigern, Indianer- und Afrikanermördern und anderem geisteskrankem Lumpengesindel elfenbeinturmfähig, geschäftsüblich und präsidiumswürdig wurde.

Der NATO-Generalsekretär schreit...

12.06.2020

Vor Corona war die «Welt» überdreht, aufgekratzt oder gar durchgeknallt. Jetzt wird sie hoffentlich ein bisschen besonnener. «Zurück zur Normalität» ist Schwachsinn. Was abnormal war, soll nicht normal werden, und vielen scheint das nun doch irgendwie einzuleuchten. Erste positive Schritte «vorwärts zur Vernunft» zeichnen sich denn auch ab, zum Beispiel in der EU («Schuldengemeinschaft») und beim Klimaschutz. Sogar die Geizkragensekte unserer Nation, der Ständerat, ist jetzt für (sagen wir mal einigermassen akzeptable) CO2-Abgaben. Und die «Ehe für alle» wird urplötzlich zur Selbstverständlichkeit. Nur die eidgenossenschaftsfeindlichen Brunnenvergifter von der SVP wollen weiterhin «täubele». Aber sie können ja in die USA auswandern, wenn es ihnen hier nicht mehr passt. Die NRA und der Ku-Klux-Klan werden schon dafür sorgen, dass das «Antirassismusgetue» dort bald aufhört und dass es nach Corona dann erst recht wieder «chlöpft und tätscht». Der «Welt» kann das egal sein: Sie funktionier...

10.06.2020

Wenn Sie sich für eine Sozialreform einsetzen, welche von Multimillionären ein paar Opfer abverlangt, können Sie sicher sein, dass man Ihnen vorwirft, sie seien bloss neidisch. Mit Verlaub: Neidisch auf wen? Auf Raffgierige? Auf Klimakiller? Auf Charakterlumpen? So ein Seich – wer möchte denn da schon «tauschen»? Oder andersherum: Neidisch veranlagt sind bloss diejenigen, welche solche Vorwürfe überhaupt kolportieren. Wer alle seine Tassen im Schrank hat, kommt erst gar nicht darauf.     

10.06.2020

Das Recht, eine Impfung zu verweigern, sollte wohl respektiert werden. Im Gegenzug muss man sich aber sehr gut überlegen, was das für die Krankenkassen bedeutet. Es geht natürlich nicht, dass die Solidarität unter den Versicherungsnehmern durch grobfahrlässige Unterlassungen missbraucht wird.

28.05.2020

Viele sagen, auch nach der Coronakrise würden alle (grossen und kleinen) Egoschweine wieder genau gleich rücksichtslos wüten wie vorher. Das habe man schon nach der Finanzkrise beobachten können: Lernwille null, Lernfähigkeit null, Lerneffekt null. Dazu die üblichen Sprüche von der Sorte: «Umweltschutz? – ein Luxusfimmel, Sozialethik? – alles bloss Kommunismus, Kultur? – völlig nutzlos.»  

Vielleicht haben sie (leider) sogar Recht. Trotzdem weigern wir uns auch jetzt wieder standhaft, von vornherein auf Pessimismus zu schalten. Ein Leben ohne Hoffnungen ist nicht lustig. Selbst wenn diese Hoffnungen regelmässig zerschlagen werden: So ein trübselig-trauriges Leben tun wir uns und unserer Umgebung nicht an, vor allem nicht freiwillig. Vielleicht sind wir deswegen ja einfach nur blöd, aber das ist uns, ehrlich gesagt, total wurscht.   

12.05.2020

Das Coronavirus hat uns eine Neuausgabe von Wutbürgern beschert. Die führen jetzt Kampagnen gegen die «Coronadiktatur» und gehen damit auch auf die Strassen. Sie ziehen Verantwortungsträger in den Dreck, welche sich ehrlich und erfolgreich um eine seriöse Krisenbewältigung bemühen. Im gleichen Zug entpuppen sie sich als Berufsmimosen und machen aus Mücken Elefanten. Denn niemand wird von der Polizei aus dem Bett gezerrt und in ein KZ verfrachtet, auch die Meinungsäusserungsfreiheit war bis heute in keinem Moment in Frage gestellt. Sie müssen bloss ein paar Meter auseinandergehen, wenn sie demonstrieren. Immerhin dürfen sie das. Ich dagegen habe weder Fussball noch Tonhalle noch Openair-Kino und müsste von daher eigentlich viel blöder tun als sie, tue es aber sicher nicht. (Einen wichtigen Grund dafür lesen Sie im Einwurf 281.)

Wenn die Coronawutbürger die widerlichen Sitten und Gebräuche des pharmazeutisch-industriellen Komplexes denunzieren, haben sie allerdings Recht. Hier greift das...

05.05.2020

Wenn Sie ein Velofahrer sind, müssen Sie unbedingt wissen, dass ein Autofahrer diversen unwiderstehlichen psychischen Zwängen ausgeliefert ist. Einer davon ist zum Beispiel der, dass man Velofahrer immer überholen muss, weil man sonst in die Hölle kommt. Dabei spielt es keine Rolle, wie schnell der Velofahrer unterwegs ist, welche Tempolimiten vorgeschrieben sind und wie viel Platz für das Überholmanöver überhaupt vorhanden ist. Der psychische Zwang ist so gross, dass es der Autofahrer im Notfall sogar in Kauf nehmen muss, den Velofahrer laut hupend gegen eine Betonwand zu quetschen, wo der dann elendiglich verstirbt. Selbstverständlich kommt der Velofahrer nachher in die Hölle, weil er den Autofahrer allein schon mit seiner Existenz regelrecht vergewaltigt und im gleichen Zug einen gottesverachtenden Selbstmord begangen hat.    

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